25.03.2026 von SWYRL
Eigentlich steht Interior Designerin Christin (43) bei den "Deko-Profis" für Minimalismus. An Tag 3 von "Das perfekte Dinner" (VOX) serviert sie in Karlsruhe jedoch pure Nostalgie. Das ihrer ostpreußischen Oma gewidmete Hauptgericht ist deftig-rustikal - und lässt ihren Kollegen Thomas schaudern.
"Sonst gehen wir gemeinsam essen, jetzt blicken wir in unsere heiligen Hallen", beschreibt Christin (43) den Clou dieser "Dinner"-Woche. Zur Abwechslung ist das Team der "Deko-Profis" nicht beim Streichen und Hämmern, sondern Schneiden, Rühren und Abschmecken zu sehen - und muss die jeweilige Wohnung auch ästhetisch kommentieren lassen. Als "reduziert, nicht so laut, gemütlich" sieht Christin ihren puristischen Stil. Gerne mit pflanzlichen Einsprengseln: So erwartet Kollege Thomas (45) "eine Moos-Wand", während sich Rolf (53) in ein "hochwertiges Hotel" wünscht.
Für letzteren ist die Gastgeberin von Tag 3 die "Design-Königin", für Eric (34) wiederum eine "Seele von Mensch": "Von innen und außen schön. Jede Begegnung mit ihr ist ein kleines Bad in Liebe." Ihr Menü kommt ebenfalls von Herzen, ist es doch Christins Mutter und vor allem ihrer verstorbenen "Oma Edith" aus Königsberg gewidmet. Deren ostpreußische Spezialitäten sind Christins kulinarische Erinnerung: "So schmeckte meine Kindheit."
Motto: Eine Reise in die Welt meiner Großeltern und meiner Kindheit
- Vorspeise: Gebackenes Rote-Bete-Carpaccio mit Meerrettich-Joghurt, Dill-Öl und gerösteten Walnüssen
- Hauptspeise: Königsberger Klopse nach Art meiner Oma und Mama
- Nachspeise: Schokotarte und Kirscheis mit Schokostückchen
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"Zeig uns deine Klopse!"
Eric assoziiert mit Christins Menükarte gleich Einrichtung: "Rote Bete, toll, die Farbe ist ja im Trend - könnte ich mir super an der Esszimmerwand vorstellen." Gemeinsam mit Rolf sorgt er sich aber auch um die geplanten Abendoutfits: "Vielleicht wären Lätzchen gut." Beim Hauptgericht könnte Christin trotz seiner langen Historie bei ihren Gästen Neuland betreten - denn fast niemand kennt Königsberger Klopse oder hat sie gar gegessen. "In dieser Hinsicht bin ich die Ausländerin", lacht Api (40), deren Familie aus dem Iran stammt. Vegetarier Thomas muss sich gar für einen Fauxpas schämen: Bei Apis persischem Dinner lobte er ihre Spezialitäten in den Himmel und nannte die deutsche Küche "sch...": "Zum Beispiel diese Königsberger Klopse!"
Nichtsdestotrotz fordern Eric und Rolf bei Christin: "Zeig uns deine Klopse!" Zuvor hätte sich Api schon begeistert in die Vorspeise "reinlegen können", was die nervöse Christin beruhigt: "Sie lachen noch, sie leben noch." Bei den Hackbällchen in Kapernsoße beachtet sie alle Regeln ("Niemals mit Deckel!", hat meine Oma immer gesagt) und dekoriert das wuchtige Gericht mit zarten Blüten. "Minimalistisch künstlerisch", kommentiert das Eric, und für Rolf sieht es komplett "nach Christinchen aus". Das aus tiefgefrorenen Kirschen hergestellte "Blitzeis", das Christin zur Schokotarte serviert, lässt Eric gar poetisch werden: "Wie Wellen, die kommen und gehen."
"Leider gut", lautet also nicht nur Rolfs Fazit und mit 39 Punkten ist Christin nur einen Punkt von der führenden Api entfernt. Und wird zum Ende hin nochmal ganz familiär: "Chapeau vor allen, die jeden Tag für ihre Familien kochen."



