25.03.2026 von SWYRL/Michael Eichhammer
Lange Zeit war "Fortnite" Platzhirsch in Sachen Online-Gaming-Kult. Nun lässt die Strahlkraft nach - mit drastischen Folgen für die Belegschaft von Epic Games. Und das, obwohl bei "Fortnite Mobile" gerade ein neuer Impuls gesetzt wird.
"Fortnite" stand lange auf dem Siegerpodest der Battle Royale-Shooter. Immer neue Inhalte sorgten für Dauermotiviation bei der Community, kosmetische Updates für klingelnde Kassen bei Epic Games. Doch zuletzt hat sich das Wachstum offenbar stark abgeschwächt. "Fortnite" ist die wichtigste Geldquelle für den Publisher. Das Unternehmen zog nun aus den sinkenden Einnahmen drastische Konsequenzen: Mehr als 1.000 Stellen werden gestrichen. Die Maßnahme gilt als eine der größten Zäsuren in der Geschichte von Epic. Ein Sprecher des Unternehmens sagte gegenüber "Variety", dass nach den Entlassungen noch rund 4.000 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig sind.
Die Kündigung von so vielen Mitarbeitern ist nicht die einzige Maßnahme, die Epic Games getroffen hat, um - Zitat aus der offiziellen Mitteilung auf der Unternehmenswebseite - "stabiler" zu werden.
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Bandcamp wird ebenfalls abgestoßen
Epic Games erklärt, dass ihr Free2Play-Steckenpferd "Fortnite" zuletzt nicht die Aufmerksamkeit vorheriger Saisons erreichte. Auch Investitionen in neue Spiele-Projekte, den Steam-Konkurrenten Epic Games Store sowie die eigene Infrastruktur hätten Probleme bereitet. Firmenboss Tim Sweeney brachte die Herausforderungen auf den Punkt: Epic habe über einen längeren Zeitraum mehr Geld ausgegeben, als das Unternehmen durch das Kerngeschäft einnahm.
Eine weitere Konsequenz neben den Massenkündigungen ist der Verkauf der Musikplattform Bandcamp. Spiele wie "Rocket Racing", "Ballistic" und "Festival Battle Stage" sollen noch in diesem Jahr offline gehen. Auch "Horizon Chase" und "Horizon Chase Turbo" werden voraussichtlich am 1. Juni aus den digitalen Stores entfernt.
Weitere Maßnahmen wie Einschnitte beim Marketing sollen folgen, um "schlanker" zu werden. Festhalten will das Studio aber an seinem Epic Games Store und der Weiterentwicklung der firmeneigenen Unreal Engine, die auch von anderen Firmen als Technikplattform genutzt wird.
Neben den hausgemachten Herausforderungen spricht Tim Sweeney aber auch von den allgemein "extremsten" Marktbedingungen in den letzten Jahren. 500 Millionen US-Dollar will er deshalb mit den Maßnahmen einsparen.
"Fortnite"-Generalmobilmachung
Die Sparmaßnahmen werden konterkariert von einem eigentlich als Innovationsschub gedachten Neuzugang im "Fortnite"-Universum: "Fortnite Mobile" ist seit dem 19. März wieder über Google Play verfügbar - mit einer neuen Saison und neuen Inhalten wie dem "Yeddi-Outfit". Die Pause bahnte sich vor drei Jahren an als Epic und Google Streit um Provisionen und Zahlungssysteme hatten.
Der Google Play-Relaunch erfolgt gleichzeitig mit der neuen Saison "Showdown". Fans dürften hoffen, dass der Showdown noch lange nicht den Shutdown ihres Lieblingsspiels bedeuten wird. Im alternativen Modus "Fortnite Blitz Royale" treten 32 Spieler gegeneinander an. "Steal The Brainrot" ist eine weitere Variante.


