Künstliche Intelligenz

Trotz hoher Erwartungen: OpenAI stellt KI-Video-App Sora ein

25.03.2026 von SWYRL/Wilhelm Flemmer

Sora galt als Meilenstein der künstlich intelligenten Technologie, doch nun hat ihr Entwickler Open AI die KI-Video-App überraschend eingestellt.

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI stellt seine KI-Video-App Sora ein. Das teilte der Konzern von Sam Altman am Dienstag auf dem Kurznachrichtendienst X mit. "Wir verabschieden uns von der Sora-App", schreibt das Sora-Team in dem Post kurz und bündig. Nähere Informationen, darunter Zeitpläne sowie Details zur Sicherung der Kundendaten, würden folgen.

Der Schritt kommt auch deshalb überraschend, weil die jüngste Version von Sora erst im Oktober veröffentlicht worden war. Bei der Vorstellung des Programms hatte die App 2024 für viel Aufsehen gesorgt. Die KI-Software kann Clips und Spielfilmqualität herstellen, nachdem sie von den Nutzerinnen und Nutzern unter Eingabe eines entsprechenden Textbefehls, eines sogenannten Prompts, dazu aufgefordert wurde.

In den vergangenen Monaten waren mit Sora unzählige auf diese Weise erzeugten Videos veröffentlicht worden. Geplant war, die App auch als eine Art Social-Media-Plattform auszubauen. Diese Pläne sind mit dem Aus der App genauso hinfällig wie laut des Filmmagazins "Hollywood Reporter" die Kooperation von OpenAI mit dem Unterhaltungskonzern Disney. Der Deal war im Dezember eingefädelt worden und sah vor, dass populäre Figuren des Konzerns wie Micky Maus, Darth Vader oder die Eiskönigin via Sora in Videos eingebaut werden dürften.

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Die Probleme von OpenAI

Wie OpenAI gegenüber "Business Insider" bestätigte, sollen sowohl die Endnutzer-App als auch die Programmierschnittstelle (API) eingestellt werden. "Angesichts steigender Rechenanforderungen konzentriert sich das Sora-Forschungsteam künftig auf Simulationen von realen Umgebungen, um Fortschritte in der Robotik zu erzielen", erklärte ein Unternehmenssprecher. Ziel sei es, "Menschen bei praktischen Aufgaben im Alltag zu unterstützen".

Über die Gründe für das Aus machte OpenAI keine näheren Angaben. Medienberichten zufolge hatte die App des KI-Pioniers zuletzt immer mehr die Konkurrenz von Google oder Anthropic zu spüren bekommen. Auch deshalb habe der Konzern sich stärker auf das Geschäft mit Unternehmen konzentrieren wollen. Der Milliarden-Deal mit Disney sollte ein wichtiger Schritt in diese Richtung sein.

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