Meta und Gaming

Metas Abkehr von der Metaverse-Vision und VR-Games betrifft auch Spielestudios

14.01.2026 von SWYRL/Michael Eichhammer

Mark Zuckerberg glaubte an das Metaverse so sehr, dass er Facebook in Meta umbenannte und hohe Milliarden-Summen investierte. Nun schwenkt der Tech-Gigant um. Die Folge ist eine Kündigungswelle.

Mark Zuckerberg wollte sich die Zukunft einiges kosten lassen. Rund 100 Milliarden US-Dollar investierte Meta in seinen Hoffnungsträger Metaverse - eine virtuelle Umwelt, in der sich Menschen mithilfe von VR-Brillen begegnen sollten. Nun erfolgt die unsanfte Vollbremsung: Metaverse geht als gigantischer Flop in die Geschichte des Social Media- & Daten-Konzerns ein.

Die Folgen: Bei den für das Metaverse zuständigen Reality Labs müssen mehr als 1.000 Mitarbeiter ihren Hut nehmen. Das geht aus einem eigentlich internen Schreiben des Technikchefs Andrew Boswworth hervor. US-amerikanische Medien wie "Bloomberg" bestätigen die Infos nach Einsicht in die Dokumente.

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Auch firmeneigene Spielestudios sind betroffen

Der Grund für die Kündigungen, die rund zehn Prozent der Belegschaft von Reality Labs betreffen: Statt der bisher geplanten Metaverse-Vision, zu der auch Virtual Reality-Games zählten, setzt der Konzern stärker auf KI und Wearables - also digitale Gadgets, die am Körper getragen werden.

"Bloomberg" zitiert Meta-Technikchef Andrew Bosworth, der in dem internen Rundschreiben an Mitarbeiter davon sprach, die Entscheidung diene einer "nachhaltigen" Lösung. Bosworth verkündet nicht das Ende von Metaverse, aber zumindest das Ende des Metaverse, wie man es kennen(lernen) sollte. Statt der VR-Brillen, die sich nicht so flächendeckend wie erhofft durchsetzten, sollen beispielsweise Smartphone-Lösungen eine zentrale Rolle spielen. Datenbrillen spielen auch in der neuen Zukunftsvision eine Rolle, doch statt auf VR setzt Meta nun mehr auf Augmented Reality (AR) und KI-Anwendungen.

Jüngstes Beispiel ist die Kooperation mit EssilorLuxottica, dem Lizenzinhaber von Marken wie Ray-Ban und Oakley. Die Ray-Ban-Sonnenbrillen mit digitalen Features von Meta wie Kamera und KI-Assistenz, sollen vermehrt in Produktion gehen.

Betroffen von den Umstrukturierungen sind auch konzerneigene Spielestudios, die VR-Games gestalteten. Namentlich genannt als von Schließungen betroffen wurde unter anderem das Studio Armature, das verantwortlich zeichnete für die VR-Version von "Resident Evil 4". Auch Sanzaru, bekannt für "Asgard's Wrath" und "Marvel Powers United", soll dicht machen, ebenso wie Twisted Pixel ("Deadpool VR", "Defector").

Die für Hunderte Millionen US-Dollar von Meta gekaufte VR-Fitness-App "Supernatural" soll zwar - zumindest vorerst - nicht komplett eingestellt werden, aber keine neuen Inhalte mehr erhalten.

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