13.03.2026 von SWYRL
Glück bei der Oscar-Verleihung, Pech in der Liebe: Schlägt der berühmt-berüchtigte Oscar-Fluch auch dieses Jahr wieder zu?
Gibt es ihn wirklich - den berühmten Oscar-Fluch? Glaubt man den Verschwörungstheoretikern und drei Forscherinnen von der University of Toronto und der Carnegie Mellon University, die die Jahre 1936 bis 2010 unter die Lupe genommen haben, dann steigt bei Schauspielerinnen und Schauspielern mit dem Oscar-Gewinn die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Beziehung in die Brüche geht: Die Ehen der "glücklichen" Gewinner hielten im Schnitt 4,3 Jahre, die der Verlierer dagegen 9,5 Jahre. Wer sind die Damen und Herren, die kurz nach ihrem großen Triumph plötzlich wieder Single waren?
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Sandra Bullock und Jesse James
Sandra Bullock war im März 2010 zweimal fassungslos: Am Monatsanfang, als sie den Oscar für ihre Hauptrolle in "Blind Side - Die große Chance" überreicht bekam, und am Monatsende, als sie von den Seitensprüngen ihres Mannes Jesse James mit einem Ganzkörper-tätowierten Model namens Michelle "Bombshell" McGee erfuhr.
Fünf Jahre waren Bullock und James verheiratet, im Januar 2010 adoptierten sie noch gemeinsam einen Jungen. Seit der Scheidung im Juni 2010 hat Sandra Bullock das alleinige Sorgerecht. Seit Mitte 2015 war sie mit dem Fotografen Bryan Randall liiert, der 2023 nach einem langen Kampf gegen die unheilbare Muskel- und Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) im Alter von 57 Jahren verstarb
Julia Roberts und Benjamin Bratt
Als Julia Roberts 2001 den Oscar für "Erin Brockovich" gewann, jubelte ihr Lebensgefährte Benjamin Bratt noch mit ihr - vier Monate später gab das Paar nach vier Jahren seine Trennung bekannt. Man habe sich im Guten getrennt, erklärte Roberts damals bei David Letterman, und niemand sei schuld gewesen. Trost fanden aber beide schnell.
Benjamin Bratt heiratete im April 2002 die Schauspielerin Talisa Soto, Julia Roberts im Juli 2002 den Kameramann Danny Moder. In einem Interview für Gwyneth Paltrows Podcast bekundete Roberts 2019 ihre Liebe zu ihm: "Er ist wirklich, bis zu diesem Tag, dieser Minute, einfach mein Lieblingsmensch."
Reese Witherspoon und Ryan Phillippe
Sieben Jahre lang führten Reese Witherspoon und Ryan Phillippe eine Bilderbuchehe - bis 2006 ein Mann namens Oscar in das Leben der Schauspielerin trat: Gut ein halbes Jahr, nachdem sich Witherspoon brav bei der Academy für den Oscar für "Walk The Line" bedankte, reichte sie die Scheidung aufgrund unüberbrückbarer Differenzen ein.
Seit 26. März 2011 ist Witherspoon mit ihrem neuen Ehemann Jim Toth glücklich - und ihrem Oscar. Und sogar eine zweite Nominierung gelang ihr 2015 mit "Der große Trip - Wild", ohne dass die Ehe bislang zerbrach. 2023 trennte sich das Paar - ganz ohne Fluch - dennoch.
Sean Penn und Robin Wright
Sie sei eine "unsterbliche emotionale Inspiration" für ihn: Bei seinem ersten Oscar-Gewinn 2004 für "Mystic River" dankte Sean Penn seiner damaligen Frau Robin Wright ("House of Cards") noch überschwänglich.
Als er für "Milk" 2009 erneut ausgezeichnet wurde, erwähnte Penn sie mit keinem Wort in seiner Dankesrede. War es diese Sprachlosigkeit oder der "Oscar-Fluch"? Das Paar trennte sich 2010 nach immerhin 14 Jahren Ehe. Beide fanden auch danach kein dauerhaftes Eheglück: Penn war von 2020 bis 2022 mit seiner Schauspielkollegin Leila George, Wright von 2018 bis 2022 mit dem Modemananger Clément Giraudet verheiratet.
Kate Winslet und Sam Mendes
Im verflixten siebten Jahr scheiterte im März 2010 auch die Ehe von Kate Winslet und Regisseur Sam Mendes - Neid auf den Oscar, den Winslet knapp ein Jahr zuvor für "Der Vorleser" gewann, dürfte aber nicht der Grund gewesen sein: Dank seines Films "American Beauty" hatte Mendes schließlich schon einen eigenen im Regal stehen.
Seit Dezember 2012 ist Kate Winslet mit Ned Rocknroll verheiratet. Schönes Detail: Trauzeuge war ihr "Titanic"-Partner Leonardo DiCaprio. Apropos: Als jener nach langer Wartezeit 2016 endlich seinen ersten Oscar für "The Revenant" gewann, war der Schauspieler offiziell in einer Beziehung mit Model Kelly Rohrbach. Kurz nach der Verleihung trennte sich das Paar. Dass der ewige Frauenschwarm und Junggeselle DiCaprio dafür den Oscar-Fluch verantwortlich machte, darf aber bezweifelt werden.
Halle Berry und Eric Benét
Die Dankesrede, die Halle Berry 2002 bei den Academy Awards hielt, ging in die Geschichte ein. Für ihre Rolle in "Monster's Ball" wurde sie als erste schwarze Hauptdarstellerin mit einem Oscar ausgezeichnet - ein emotionaler Moment, bei dem sie unter Tränen auch ihrem damaligen Ehemann Eric Benét dankte.
Doch lange hielt das Glück nicht. Bereits im Oktober 2003 lag die Ehe in Scherben. Ausschlaggebend waren Berichte über Benéts Sexsucht und mehrere Affären, die schließlich öffentlich wurden. Berry reichte die Scheidung ein. Auch später fand die Schauspielerin privat nicht sofort dauerhaftes Glück. Ihre Ehe mit Olivier Martinez scheiterte ebenfalls. Doch Berry blickt nach vorn: Seit 2020 ist sie mit Musiker Van Hunt zusammen, im Februar gab das Paar seine Verlobung bekannt.
Hilary Swank und Chad Lowe
Als Hilary Swank im Jahr 2000 für "Boys Don't Cry" ihren ersten Oscar gewann, schien auch privat alles stabil. Die Schauspielerin war damals mit ihrem Kollegen Chad Lowe verheiratet, mit dem sie bereits seit den 1990er-Jahren zusammen war.
Doch nach ihrem zweiten Oscar für "Million Dollar Baby" im Jahr 2005 änderte sich vieles. Der wachsende berufliche Druck und ein Leben im Rampenlicht belasteten die Beziehung. Weniger als ein Jahr später gab das Paar seine Trennung bekannt. Heute ist die Schauspielerin neu verheiratet: 2018 gab sie Unternehmer Philip Schneider das Jawort. 2023 wurden die beiden Eltern von Zwillingen.
Jennifer Hudson und James Peyton
Der Durchbruch kam für Jennifer Hudson 2007: Für ihre Rolle im Musicalfilm "Dreamgirls" gewann sie den Oscar als beste Nebendarstellerin. Kurz darauf sorgte eine private Nachricht für Schlagzeilen: Die Sängerin und Schauspielerin trennte sich von ihrem langjährigen Freund James Peyton.
Das Paar kannte sich bereits aus Teenagerzeiten und hatte viele Jahre gemeinsam verbracht. Doch mit Hudsons plötzlichem Welterfolg veränderte sich auch ihr Alltag grundlegend. Ein Insider erklärte damals, ihre Interessen hätten sich auseinanderentwickelt - sie sei plötzlich ständig unterwegs gewesen, während sich ihr Leben rasant veränderte.
Der Oscar-Fluch - ein altes Phänomen?
Der Oscar-Fluch ist übrigens kein neues Phänomen: Ihm soll auch schon die Ehe von Ingrid Bergman und Roberto Rossellini zum Opfer gefallen sein. Die Schauspielerin und der Regisseur ließen sich 1957 nach sieben Jahren Ehe scheiden - wenige Monate, nachdem die Schwedin mit dem Oscar für "Anastasia" ausgezeichnet wurde.
Auch Liza Minnelli hielt kurz nach ihrem Oscar-Gewinn 1973 die Scheidungspapiere in der Hand - allerdings hatte sie sich von ihrem Ehemann Peter Allen schon Monate, bevor die erste Klappe zu ihrem Erfolgsfilm "Cabaret" fiel, getrennt. Die Beziehung soll von Anfang an großen Spannungen unterlegen haben - mutmaßlich auch, weil sich Allen langsam seiner Homosexualität bewusst wurde. Einige Jahre später folgte das Coming-out des Sängers.



