Schauspielerin

Muriel Baumeister über Zeit als Alkoholikerin: "Das war so schrecklich"

13.03.2026 von SWYRL

Alkohol war über Jahrzehnte ein integraler Bestandteil im Leben von Muriel Baumeister. Wie ihr der Kampf gegen die Sucht gelang, schilderte die Schauspielerin nun in einem Interview.

Heute kommt Muriel Baumeister kein Alkohol ins Haus - nicht einmal zum Kochen. Früher war das ganz anders, schilderte die Schauspielerin nun im Talkformat "Wendepunkte" vom Potsdamer Selbsthilfeverein SEKIZ e.V. Als ihr Alkoholkonsum schließlich "zu viel" geworden sei, habe sie eine befreundete Ärztin konfrontiert: "Sie hat mich angesprochen und gesagt: 'Ich gucke mir das nicht mehr an!'" Zuvor habe sich ein gelegentliches Glas zum ständigen Begleiter entwickelt. "Ich habe mein Leben lang getrunken", rekapitulierte Baumeister laut "Bild".

So habe sich schleichend eine Abhängigkeit entwickelt, berichtete der TV-Star: "Wenn du irgendwann anfängst, allein zu trinken, und Sorge hast, wenn kein Alkohol zu Hause ist, dann sollte man anfangen, sich Gedanken zu machen." Der viele Alkohol habe ihr wortwörtlich auf den Magen geschlagen. Ständig kämpfte Baumeister mit einer Magenschleimhautentzündung. 2016 stand die Schauspielerin in Folge einer Alkoholfahrt mit 1,4 Promille sogar vor Gericht: "Ich habe mich normal gefühlt und das war eigentlich das Schlimme."

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Muriel Baumeister ließ sich in geschlossene Psychiatrie einweisen

Weil sie erkannte, dass sie externe Hilfe brauchte, begab sich Muriel Baumeister in Therapie. Doch zwei Versuche scheiterten. "Ich habe versucht, eine Möglichkeit zu finden, kontrolliert zu trinken", erklärte die 54-Jährige ihren damaligen Irrglauben. "Erst wenn du begriffen hast, dass das nicht geht, dann bist du auf dem Weg der Besserung." Aufwärts ging es erst, als Baumeister sich zu einem radikalen Schritt entschied: die Einweisung in die geschlossene Psychiatrie: "Das war so schrecklich, da wollte ich nie wieder hin."

Mittlerweile hat sie beinahe seit zehn Jahren keinen Alkohol mehr angefasst. Als Garantie nimmt die Schauspielerin das jedoch nicht. "Es gibt jeden Tag einen Moment, wo es kippen könnte", weiß sie. In der Schauspielbranche haben ihre Alkoholsünden ihr erheblich geschadet, berichtete Baumeister. Schlimm finde sie in dem Zusammenhang aber auch geschlechterspezifische Unterschiede: "Männer können sich zu Tode saufen - ich will jetzt keine Namen nennen -, die flechten dann werbewirksam einen Korb und dann war es das. Als Frau in der Branche war es ein No-Go."

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