Simon Schwarz

"Eberhofer"-Star gesteht in Podcast: "Mir geht's ja schon lange nicht gut"

08.05.2026 von SWYRL

Simon Schwarz, bekannt aus den "Eberhofer"-Kinofilmen, hat mit psychischen Problemen zu kämpfen. Das eröffnete der Schauspieler und Kabarettist seinem Freund und Kollegen Manuel Rubey im gemeinsamen Podcast.

Das Film-Publikum kennt Simon Schwarz vor allem aus komödiantischen Stoffen. Aus den ins Groteske neigenden "Eberhofer"-Krimi-Verfilmungen ist der 55-jährige Wiener nicht wegzudenken. Er spielte in den Serien "Braunschlag" und "Vorstadtweiber", und auch der ARD-"Eifelpraxis" gibt er die gewisse Portion Schmäh.

Abseits seiner Rollen geht dem Schauspieler die Leichtigkeit aber offenbar ab. "Warum geht's dir nicht gut, Simon, was ist los?", fragt ihn Schauspielkollege Manuel Rubey (47) in der aktuellen Folge ihres gemeinsamen Podcasts "Schwarz & Rubey" ganz direkt. "Mir geht's ja schon lange nicht gut", antwortet Schwarz, darauf Rubey: "Es ging dir, seitdem ich dich kenne, nie richtig gut."

Rubey ist eine Diskrepanz aufgefallen. In der Filmbranche heiße es: "Wenn der Simon kommt, wird's lustig, alle haben Spaß." Er gelte als "aufmerksam und freundlich". Ob wohl die "typische Schauspielerkrankheit" dahinterstecke, nach der man sich "nicht spannend genug" fühle?

Abonniere unseren Newsletter und wir versprechen, deine Mailadresse nur dafür zu verwenden.

Abonniere doch jetzt unseren Newsletter
Mit Anklicken des Anmeldebuttons willige ich ein, dass mir die teleschau GmbH den von mir ausgewählten Newsletter per E-Mail zusenden darf. Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und kann den Newsletter jederzeit kostenlos abbestellen.

Simon Schwarz: "Der Humor ist nicht das, was ich bin"

Simon Schwarz, der drei Kinder aus zwei Ehen hat, antwortet: "Es ist kein Geheimnis mehr, ich befinde mich in einer Therapie, in einer sehr anstrengenden Therapie". Sie löse aktuell "sehr viel auf". Bald habe er schon den nächsten Psychiater-Termin. Aber er wolle "da nicht zu sehr ins Detail gehen. Das ist sehr, sehr privat."

Herausgekommen sei bei der Therapie unter anderem, "dass das Lustigsein und Unterhalten sehr stark mit Demütigung bei mir zu tun hat". Schon als Kind habe er viel Demütigung erfahren. "Nicht weil ich gemobbt wurde, sondern weil ich eine Neurodivergenz habe, die ein bissl komplexer ist." Daraus habe sich ein "Schutzmechanismus" ergeben: "Ich habe gelernt, dass ich durch Unterhaltung sozusagen davon ablenken kann und der Aufschlag nicht ganz so hart ist." Zwischen seinem Innenleben und seinem äußeren Auftreten herrsche somit eine Diskrepanz: "Der Humor ist nicht das, was ich bin."

Simon Schwarz bekam spät die ADHS-Diagnose

Es sei ein "viel zitiertes, abgedroschenes Klischee, dass der Komödiant in Wahrheit ganz traurig ist", entgegnet sein Freund Manuel Rubey: "Ich habe sehr viele Künstlerbiografien gelesen, und das zieht sich durch. Da bist du in sehr toller Gesellschaft." Die Frage, ob die Therapeutin angedeutet habe, wie lange die Behandlung noch andauern solle, verneint Schwarz. Darüber habe man nicht gesprochen. Er gehe jedoch davon aus, dass man das Thema auch "in einigen Jahren noch einmal aufgreifen" könne. Im Podcast beschließt er es - natürlich - mit einem Witz: "Bleiben Sie dran!"

Vergangenes Jahr hatte Simon Schwarz in Gespräch mit der "Apothekenumschau" von einer späten Diagnose gesprochen: "Ich las einen Artikel über ADHS bei Erwachsenen. Und ich habe nur noch geheult. All das, was in meinem Leben bisher schiefgegangen war, hat plötzlich Sinn ergeben. Ich begriff, woran ich scheitere und was der Grund dafür ist. Ich habe dann einen psychologischen Test gemacht und hatte recht schnell eine Diagnose." Es sei "eine Erleichterung, zu wissen, was mit mir los ist".

Verarbeitet hat Simon Schwarz seine Erfahrungen im Buch "Geht's noch? Betrachtungen eines Überforderten", das 2025 erschienen ist.

Das könnte dir auch gefallen


Trending auf SWYRL