Fastenzeit

Plastikfasten: Ein Leben ohne Plastik? So geht's!

05.03.2026 von SWYRL

In der Fastenzeit kann man auch auf andere Dinge verzichten als auf bestimmte Lebensmittel. Wie wäre es etwa damit, auf Plastik zu verzichten? Denn Kunststoffe wie Mikroplastik werden zunehmend zu einem Problem für die Umwelt. Plastik im Alltag zu reduzieren ist gar nicht so schwer.

Beim Plastikfasten geht es nicht um die neueste Trenddiät, sondern um die Gesunderhaltung der Umwelt. In der Küche, im Bad, im Büro, in der Freizeit - Kunststoffe sind aus unserem Alltag kaum wegzudenken. Doch genau das sollten Sie beim Plastikfasten versuchen: umweltschädliche Kunststoffe im Alltag vermeiden. Wir verraten Ihnen, in welchen Lebensbereichen Sie mit etwas Fantasie Plastikbergen den Kampf ansagen und nachhaltiger handeln können.

Abonniere doch jetzt unseren Newsletter.

Abonniere doch jetzt unseren Newsletter
Mit Anklicken des Anmeldebuttons willige ich ein, dass mir die teleschau GmbH den von mir ausgewählten Newsletter per E-Mail zusenden darf. Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und kann den Newsletter jederzeit kostenlos abbestellen.

Einkaufstaschen aus Stoff

Beim Plastikfasten geht es nicht darum, noch funktionierende Kunststoffgegenstände aus Ihrem Haushalt zu verbannen und damit noch mehr Müll zu produzieren. Für eine umweltfreundliche und wirtschaftliche Lösung sollten Sie nur kaputte Dinge entsorgen und sie durch nachhaltige Materialien wie Holz, Glas oder Metall ersetzen. Einkaufstaschen aus Stoff etwa, sehen nicht nur gut aus, sondern halten lange und machen Plastiktüten überflüssig. Stecken Sie sich Stoffbeutel in jede Hosentasche oder Handtasche und seien Sie selbst bei Spontaneinkäufen gut vorbereitet.

Verpackungsfreie Geschäfte aufsuchen

Umweltfreundlich und voll im Trend: verpackungsfreie Supermärkte. Einige Bioläden unterstützen bereits ein Plastik-freies Einkaufen. Ein Leben ohne Kunststoffe wird immer einfacher. Müsli, Linsen, Reis und Co. können Sie in verpackungsfreien Läden in mitgebrachte Gefäße direkt einfüllen. Unverpackt-Läden boomen vor allem in den Großstädten, doch der Trend zieht auch in kleinere Städte ein. Es gibt verschiedene Apps, die Sie bei der Suche nach verpackungsfreien Geschäften in Ihrer Nähe unterstützen. Auch große Supermärkte haben inzwischen unverpackte Ware im Angebot.

Nachhaltig einkaufen im normalen Supermarkt

Selbst in herkömmlichen Supermärkten können Sie nachhaltig einkaufen. Verzichten Sie in der Obst- und Gemüseabteilung auf die zur Verfügung gestellten Plastiktüten. Basteln Sie stattdessen aus altem Zeitungspapier Papiertüten für Ihre Einkäufe. Mit einfachen Anleitungen aus dem Internet können Sie auch ohne Origami-Kenntnisse unkompliziert Tüten falten. Auch das gute alte Gemüsenetz ist eine müllfreie Lösung. Alternativ nehmen Sie gebrauchte Plastiktüten von Zuhause mit und verwenden sie immer wieder. Produzieren Sie nicht unnötig Müll, wenn Sie Dinge öfter verwenden können.

Kaufen Sie Käse oder Wurst an der Frischetheke, wird es meist einzeln in viel zu viel Plastik verpackt. Nehmen Sie Ihre eigene Frischhaltedose oder Edelstahl-Box mit und fragen Sie die Mitarbeiter an der Theke, ob sie die Waren direkt in Ihre Behälter legen können.

Gerade Milchprodukte wie Joghurt oder frische Milch bekommen Sie problemlos in vielen Supermärkten im umweltfreundlichen Pfandglas. Zugegeben, diese Produkte kosten meist einige Cent mehr, aber das sollte uns die Umwelt wert sein.

Plastik im Haushalt

Frischhaltedosen sind praktische Küchenhelfer. Gerade wenn Sie oft Essen einfrieren oder ins Büro mitnehmen, kennen Sie die Vorteile der beliebten Plastikdosen. Doch bevor Sie demnächst erneut in Kunststoffbehälter investieren, kaufen Sie lieber Lunchboxen und Brotdosen aus Edelstahl. Auch einfache Schraubgläser eignen sich für die Mitnahme von Soßen, Suppen und Salaten.

Wenn Sie unterwegs Kaffee trinken, verzichten Sie auf To-Go-Plastikbecher. Reichen Sie stattdessen einen recyclebaren Bambus- oder Keramikbecher über den Tresen. Dadurch können Sie sogar ein paar Cent sparen, denn umweltfreundliches Verhalten der Kundinnen und Kunden wird in den meisten Coffeeshops belohnt.

Pappteller, Plastikgabel, Wegwerfbecher: Grillfeste und Partys sind ökologische Alpträume. Laut einer Studie des NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) sorgten 2017 Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen für 346.831 Tonnen Abfall in Deutschland. Immerhin: Seit Juli 2021 ist in der EU ein Großteil der Einweg-Plastikprodukte verboten, darunter Trinkhalme, Rührstäbchen, Luftballonstäbe und Einweg-Geschirr aus Kunststoff. Leben Sie Ihrem Umfeld und Ihren Kindern Nachhaltigkeit vor und bringen Sie zu Festen Ihr eigenes Besteck, Teller, Gläser und Strohhalm aus Metall oder Glas mit.

Problem Mikroplastik

Plastik löst sich sehr langsam auf und niemals komplett: Mikroplastik gelangt durch Winde und Strömungen in die Ozeane und gefährdet Meerestiere. Sogenanntes primäres Mikroplastik sind unter anderem Mikropartikel in Kosmetikprodukten, die durch das Abwasser in die Flüsse und schließlich ins Meer gelangen. Mithilfe von speziellen Apps können Sie erfahren, in welchen Kosmetikprodukten Mikroplastik enthalten ist. Greifen Sie zu zertifizierter Naturkosmetik, bei denen die Hersteller auf sämtliche Kunststoffe und erdölbasierte Inhaltsstoffe verzichten.

Leider gibt es auch viele Textilien, die beim Waschgang gefährliche Mikrofasern ins Abwasser abgeben. Achten Sie auf natürliche Textilien aus Baumwolle, Leinen oder Hanf. Fleecekleidung ist beim Plastikfasten tabu.

Plastikfrei im Bad

Verzichten Sie auf Badzubehör aus Plastik, leben Sie nicht nur nachhaltiger, sondern auch stylischer. Zahnbürste, Klobürste und Seifenhalter aus Holz verpassen Ihrer Badeinrichtung das gewisse Etwas. Auch bei Kämmen und Bürsten aus Naturmaterialien bedankt sich nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihr Haar.

Verpackung und Inhaltsstoffe einer herkömmlichen Zahnpasta sind ein Graus für jeden, der plastikfrei leben möchte. Entweder, Sie stellen Ihre Zahnpasta selber her oder kaufen Zahnputzpulver und Zahnputztabletten, die auf Plastikverpackungen verzichten. Einige Hersteller bieten sogar Zahnpasta im Glas an. Aus hygienischen Gründen sollten Sie den Inhalt mit einem Spatel auf der Zahnbürste verteilen.

Statt Einwegrasierer nutzen Sie den guten alten Rasierhobel. Der ist nicht nur billiger, sondern vor allem umweltfreundlicher als Systemrasierer mit Aufsteckköpfen aus Plastik. Allerdings sollten Sie die Rasur mit den scharfen Klingen ohne Schutzbügel erstmal üben - die Verletzungsgefahr ist um einiges höher.

Plastikfrei in Küche und Büro

Plastik ade: In der Küche kann Plastikfasten ebenfalls gut gelingen. Benutzen Sie in Zukunft nur noch Schneidebretter, Kochlöffel, Rührlöffel und Bratenwender aus Holz. Nudelsiebe gibt es aus Emaille oder Edelstahl. Auch im Büro können Sie Plastikfasten praktizieren. Investieren Sie statt in billige Einwegkugelschreiber in einen Füller oder Kugelschreiber aus hochwertigem Material, wie zu Omas Zeiten. Statt Mittagessen vom Lieferdienst in der Plastikverpackung essen Sie lieber Selbstgemachtes aus der Glas-Lunchbox. Oder fragen Sie beim Bestellen im Restaurant nach, ob Sie die Gerichte in Ihre eigene Lunchbox füllen können.

Das könnte dir auch gefallen


Trending auf SWYRL