04.03.2026 von SWYRL
Zurzeit klagen immer mehr Amazon-Kundinnen und -Kunden über den Erhalt nicht bestellter Pakete. Was harmlos wirkt, ist eine gefährliche Betrugsmasche namens "Brushing".
Aktuell klagen immer mehr Amazon-Kundinnen und -Kunden darüber, dass sie von dem Online-Händler nicht bestellte Pakete erhalten. In den Paketen finden sie dann Gegenstände von geringem Wert wie etwa Handyhüllen oder günstige Haushaltsartikel.
Was harmlos oder wie ein Fehler des Versandriesen wirkt, ist in Wirklichkeit eine neue Betrugsmasche namens "Brushing". Das Problem ist mittlerweile so groß, dass Amazon dafür extra eine Hilfe-Seite eingerichtet hat, auf der sich Betroffene melden können. Denn harmlos ist das Ganze für die Betroffenen keineswegs.
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So funktioniert "Brushing"
Mittels "Brushing" wollen sich Händler möglichst viele verifizierte Bewertungen erschleichen, um einen seriöseren Eindruck auf Amazon zu machen. Dazu legen sie Käufer-Profile mit fremden Namen an, kaufen damit angeblich ein Produkt aus ihrem Amazon-Shop, packen billige Ware hinein und verschicken das Paket an die Adresse aus dem falschen Käufer-Profil. Anschließend schreiben sie die Bewertung schnell selbst. Betroffene erhalten nur das Paket mit den nicht bestellten Inhalten.
Doch was ist eigentlich so schlimm daran, wenn das eigene Amazon-Konto nicht betroffen zu sein scheint und man eventuell eine Handyhülle oder ein paar Plastiklöffel mehr hat, die man gar nicht bezahlen musste? Die Antwort liegt im Datenschutz. Denn irgendwie müssen die dubiosen Händler an die Adressen gelangt sein.
Oft geschieht dies anhand von Datensätzen, die über Leaks oder Hackerangriffe in die Hände von Cyber-Kriminellen gelangt sind und von diesen zum Kauf angeboten werden. Sollten Sie von der Brushing-Methode betroffen sein, kursieren Ihre Daten möglicherweise frei verfügbar für Cyber-Kriminelle im Internet. Dann sollten Sie handeln!
Das sollten Sie tun, wenn Sie unbestellte Amazon-Pakete erhalten
Wenn Sie ein Amazon-Paket erhalten, dass Sie nicht bestellt haben, sind möglicherweise mehr ihrer privaten Daten für Kriminelle zugänglich als nur Ihr Name und Ihre Adresse. Womöglich verfügen diese auch über Passwörter für Online-Banking oder Bezahldienste. Möglicherweise handelt es sich sogar um Identitätsdiebstahl. Nicht auszuschließen ist, dass Cyber-Kriminelle mit Ihren Daten im Internet einkaufen gehen. Um das zu vermeiden, sollten Sie folgendes tun:
Vergewissern Sie sich, dass es sich bei dem erhaltenen Paket nicht um eine "Überraschung" von Familienmitgliedern oder Bekannten handelt.
Informieren Sie Amazon auf der Hilfeseite zum Thema Brushing über Ihren Fall. Dan Inhalt des Paketes können Sie trotzdem behalten.
Prüfen Sie mit einer Google-Suche, welche Ihrer persönlichen Daten im Internet frei einsehbar sind. Lässt sich daraus nicht ihre Anschrift ableiten, wurden Ihre Daten vermutlich gehackt.
Ändern Sie die Passwörter für Ihr Online-Banking und Bezahl-Dienste, für Ihre Social-Media-Profile und Ihre E-Mail-Accounts. Auch für Shopping-Profile wie etwa Ihr Amazon-Konto sollten Sie die Passwörter ändern.
Prüfen Sie Ihr Smartphone, Ihren Computer und Ihr Tablet mit einer Antivirensoftware auf Schadsoftware.


