Spiel mir das Lied vom Tod - Fr. 20.02. - BR: 22.50 Uhr

Eine Oper im Wilden Westen

19.02.2026 von SWYRL/Jasmin Herzog

Es war einmal ein großer Westernregisseur ... Der BR erinnert an Sergio Leones Meisterwerk schlechthin.

Am Ende drücken Franks Augen seine ganze Verwunderung über den Unbekannten aus, der beim entscheidenden Duell den entscheidenden, tödlichen Tick schneller war. Erst als ihm der Schütze die Mundharmonika zwischen die Zähne schiebt und sagt: "Spiel mir das Lied vom Tod", kann Frank den Mann zuordnen. Dann stirbt er. Der Film aus dem Jahre 1968, den das BR-Fernsehen nun erneut zeigt, gilt als Höhepunkt des Italo-Westerns. Das Meisterwerk beeindruckt durch wortkarge Helden in Großaufnahme, einen weltberühmten Soundtrack und eine Story, die erst zum Schluss ihre ganzen Abgründe offenbart.

Der Farmer McBain und seine drei Kinder werden von dem Killer Frank (Henry Fonda) hinterrücks ermordet, denn er war im Besitz von Land, durch das der Eisenbahnunternehmer Morton (Gabriele Ferzetti) seine Strecke bauen wollte. Die Witwe Jill McBain (Claudia Cardinale) tritt trotzig sein Erbe an und wird von einem Fremden (Charles Bronson) unterstützt, der sich ebenfalls an Frank rächen will und seine mörderische Absicht mit der Mundharmonika ankündigt.

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Der wohl markanteste Western-Soundtrack

Bewusst setzte der Regisseur den glatt rasierten Saubermann Henry Fonda als skrupellosen Killer ein. Auch dem Soundtrack wies er eine ungewöhnliche Rolle zu: Zuerst ließ er die Filmmusik von Ennio Morricone fertigstellen, während der Dreharbeiten spielte er sie immer wieder ein. So konnten die Schauspieler ihre Bewegungen dem Rhythmus anpassen.

Mit "Spiel mir das Lied vom Tod" begann Leone eine Trilogie, in der er die blutige Geschichte Amerikas erzählte. Mit seiner Interpretation distanzierte er sich vom Western-Vorbild John Ford: "Ford ist ein Optimist. Wenn bei ihm jemand aus dem Fenster hinaussieht, blickt er in eine strahlende Zukunft. Wenn bei mir jemand das Fenster aufmacht, wird er sofort erschossen."

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