Bares für Rares
"In der Expertise wäre es schön zu erfahren, welchen Zustand der Diamant hat, ob er vielleicht lupenrein ist", hoffte Cedrik aus Berlin. Er wollte mit seiner Cousine Lena, die aus Mönchengladbach angereist war, einen Ring verkaufen.
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"Ich finde schön, wenn man so einem Solitär links und rechts noch eine Beigabe gibt", dachte Horst Lichter laut. Der Moderator sprach von den sogenannten Beisteinen. Diese würden "die Brillanz ausweiten", stimmte Heide Rezepa-Zabel zu.
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Heide Rezepa-Zabel hat als Schmuckexpertin schon viel gesehen, doch bei diesem Ring geriet selbst sie ins Schwärmen: "Es ist schon ein ganz schönes Luxus-Geschoss, das sieht schon ganz schön gut aus."
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Als Lichter Cedrik und seine Cousine Lena sieht, meint er: "Die beiden sind eigentlich noch ein wenig zu jung dafür." Der Moderator glaubt dennoch, dass der Schmuck aus dem Familienbesitz stammt. Cedrik konnte dies bejahen.
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Der Ring gehörte der Ur-Oma der beiden, wurde dann an die Oma weitervererbt und diese hatte den Schmuck Lena und Cedrik überlassen. Aufgrund des erhöhten Aufbaus der Ringschiene und der geometrisch angelegten Stufen tippte Heide Rezepa-Zabel auf die 1970er Jahre.
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Das Rechnungsdatum verifizierte die Einschätzung der Expertin. Stolze 30.800 DM hatte der Ring damals offenbar gekostet. "Dafür konnte man damals eine Eigentumswohnung erwerben", so Heide Rezepa-Zabel. "Wahnsinn!", war Cedrik beeindruckt.
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In der Rechnung wurde der Brillant als "lupenrein und River" bewertet. "Das waren magische Worte", so die Expertin. Allerdings gab es damals so gut wie keine unabhängigen Prüflabore. Lena und Cedrik hatten aber ein aktuelles Zertifikat erstellen lassen.
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Immerhin war die Einstufung der Farbe geblieben: "River" nennt sich heute "D" (Hochfeines Weiß +). Die Reinheit wurde im Zertifikat allerdings gravierend anders berechnet: "vs" ist zu lesen, was für "very small inclusions" steht - also lediglich mittlere Reinheit.
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"Der Stein wiegt 2,01 Karat", so die Expertin. "Alter!", war der Moderator verblüfft. "Das ist außergewöhnlich", sagte Rezepa-Zabel. Den Wunschpreis von 10.000 Euro toppte sie: Bis zu 18.000 Euro hielt die Expertin für angemessen.
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"Da kommt ein Diamantring", vermutete Susanne Steiger geradezu prophetisch als sie die Schatulle sah. Wolfgang Pauritsch erkannte ein vielversprechendes Wort auf dem Zertifikat: "Diamantprüflabor".
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"Zwei Karat? Wow!", war Susanne Steiger beeindruckt. "Haben Sie gewusst, dass nur ein Prozent der gefundenen Diamanten sich überhaupt für die Schmuckindustrie eignen?", dozierte die Fachfrau. "Ne", gestand Cedrik, ebenso überrascht wie Anaisio Guedes.
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"Man könnte ihn auch noch ein bisschen tiefer fassen, er ist verdammt hoch", sinnierte Wolfgang Pauritsch. "Ich finde das genau richtig so, so kommt er schön raus", widersprach Susanne Steiger. "Aber der ist ja ... wow!", dachte Christian Vechtel laut.
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Als "kleines Gebot" zum Start bezeichnete Wolfgang Pauritsch 8.000 Euro. "Sag 8.500" riet er Christian Vechtel. "8.500", sagten Sarah Schreiber und Vechtel nahezu unisono. Die Gebote gingen höher. Pauritsch erreichte die magische 10.000er-Marke.
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"Wenn der Wolfgang zu mir sagt 'Sag mehr', dann will er mir nichts Böses", war Vechtel überzeugt. Er bot 11.000. Steiger ging auf 13.000. Vechtel fragte: "Sarah, machst du da mit?" Die war nicht dabei: "Ich könnte den nicht verkaufen, ich finde ihn so schön."
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"Ein Highlight", fand auch Anaisio Guedes. "Sieht man nicht alle Tage", lobte Vechtel. "Als letztes" würde er 13.500 Euro bieten, behauptete Wolfgang Pauritsch. Lena und Cedrik nannten die Expertise "in Richtung 18.000". Das beeindruckte Steiger: Sie bot 14.000.
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Das "letzte Gebot" von Pauritsch war wohl ein Bluff gewesen, denn nun wollte er 14.500 investieren. Steiger bot 15.000 - die Untergrenze des Schätzpreises war erreicht. Damit hatte Susanne Steiger das Wettbieten gewonnen.
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Während sich Susanne Steiger über ihre Errungenschaft freute, schätzten Cousin und Cousine die Verkaufssumme. "Es lief richtig gut, wir sind sehr glücklich und überrascht", war Lena glücklich.
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"Opera Chirurgica" des italienischen Arztes Heronimus Fabrizius war lange Zeit "das Handbuch der Chirurgie", dozierte Friederike Werner. Sie war mit dem Wunschpreis von 3.000 Euro von Heinz und Tochter Ann-Kristin einverstanden. Steiger kaufte das Buch für 2.400.
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"Interessante Wandleuchten", urteilte Horst Lichter. Annika erhoffte sich 900 Euro. Sven Deutschmanek bremste auf 300. Anaisio Guedes war das helle Designer-Duo 150 Euro wert.
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Eine ungarische Designer-Vase aus dem Jugendstil wollten Silke und Markus für 1.000 Euro loswerden. Friederike Werner erhöhte auf bis zu 2.000. Wolfgang Pauritsch bezahlte 1.400 Euro.
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750er Gold, Emaille und ein Saphir - die Vogelbrosche von Julius und seinem Vater Philipp machte etwas her. Waren 700 Euro zu viel? Nicht für Heide Rezepa-Zabel. Die taxierte auf 900. Susanne Steiger bezahlte stolze 1.750.
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Karin und ihr Sohn Martin wünschten sich 250 Euro für das mitgebrachte Reise-Necessaire. Mitsamt dem Mitbringsel traten sie allerdings die Heimreise an, denn Sven Deutschmaneks Expertise lag nur bei 60 Euro. Keine Händlerkarte also.
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