11.05.2026 von SWYRL
Mit dem Song "80 Millionen" landete Max Giesinger 2016 seinen bis heute größten Hit. Als jedoch die ersten Glücksgefühle darüber verflogen waren, folgte ein psychisches Tief. Wie es ihm damals ging und wie er es herausschaffte, erklärte der Sänger nun im Podcast von Robin Gosens.
2016 war das prägendste Jahr in der Karriere von Max Giesinger. Mit "80 Millionen" landete er seinen bis heute größten Hit, der ihn schlagartig in ganz Deutschland bekannt machte. "2016 waren nur komplette Endorphine, das geilste Jahr meines Lebens", berichtete der Sänger nun Robin Gosens in dessen Podcast "Wie geht's?". Doch diese enormen Glücksgefühle hätten sich wider Erwarten nach einigen Monaten umgekehrt: "Ich fand krass, dass ich schon Ende 2016 gemerkt habe: Irgendwas kippt gerade bei mir."
Teils habe er sich bei Konzerten "dazu zwingen müssen, zu lachen". Er sei damals mit "wiederkehrenden spiralförmigen Gedanken" konfrontiert gewesen, "die ich nicht mehr abschalten konnte", sagt der 37-Jährige rückblickend. 2017 habe er im Flieger gesessen und sich gedacht: "Alter, ich werde verrückt, mein Kopf platzt."
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Max Giesinger über Stimmungstief nach Mega-Hit: "Habe mich gefühlt wie ein armes Würstchen"
Damals habe sich in seinem Kopf ein Widerspruch aufgebaut, erinnerte sich Giesinger: "Ich hatte alles, ich hatte endlich diesen Erfolg, auf den ich jahrelang hingearbeitet habe." Doch ihn habe die Erkenntnis ereilt: "Krass, ich bin nicht glücklich." Doch mit dieser Erkenntnis habe er sich sehr schwergetan, beschrieb Giesinger dem Podcast-Host Robin Gosens seine Gefühle: "Ich konnte mir nicht eingestehen, dass es auch mal okay ist, nicht gut drauf zu sein." Dieses Gefühl habe ihn "total irregemacht".
Unter anderem über Social Media habe er versucht, sich aus dem Loch zu ziehen - erfolglos. "Ich habe gemerkt, ich stopfe ein nicht voll werdendes Loch mit irgendwelchen oberflächlichen Komplimenten", erinnerte sich der Sänger. Schließlich habe er erkennen müssen: "Ich bin einfach innerlich leer." Habe er auf keiner Bühne gestanden, habe er sich damals gefühlt wie "ein armes Würstchen".
Gesprochen habe er über seine Probleme aber sehr lange nicht, räumte Max Giesinger ein. Er sei ein People Pleaser, was damals besonders stark zur Geltung gekommen sei, weil aufgrund des großen Erfolges alle um ihn herum sehr glücklich gewesen seien. "Das habe ich zwei Jahre mit mir herumgetragen", erinnert sich Giesinger. Erst, als er im Rahmen eines TV-Auftritts den Kontakt zu einer Therapeutin bekommen habe, habe er dank Terminen dort einen Weg gefunden, mit diesen Gefühlen umzugehen.


