04.03.2026 von SWYRL
Stephan Zinner hält die diesjährige Fastenrede beim Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg. In einem Interview betonte der Schauspieler nun, warum die Veranstaltung gerade in den aktuellen unruhigen Zeiten so wichtig ist.
Stephan Zinner findet politische Satire-Veranstaltungen wie das traditionelle Derblecken auf dem Nockherberg "sehr wichtig": "Ich glaube, über sich lachen zu können, Kritik aushalten zu können und nicht gleich grimmig zu schauen, ist wichtig", betont der Schauspieler, Kabarettist und Musiker im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau. Aktuell laufe vieles falsch auf der Welt, so der 51-Jährige: "Wenn ich morgens die Zeitung aufschlage, frage ich mich auch: Kann nicht mal irgendwo irgendwas Nettes stehen?" Gerade der Nockherberg "mit seiner Leichtigkeit, auch wenn diese nur für einen kurzen Moment besteht", sei gut.
"Ich merke es auch, wenn ich Kabarett spiele oder Musik mache: Das ist für alle immer ein Durchschnaufen, fährt Zinner, der 2026 erstmals die traditionelle Fastenrede halten wird, fort. Beim Nockherberg sei dies zwar anders, aber die Veranstaltung sei schon "eine Art von Aushalten für die Politiker, aber auch für mich ... dieses Aushalten von anderen Ansichten geht mir manchmal ab, denn wir alle bewegen uns in unserem eigenen Kosmos." Aber: "Wenn mir nur auf die Schulter geklopft wird, funktioniert das doch auch nicht."
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"Der Moment ist der Moment"
Die Rolle als Fastenredner übernimmt Zinner von dem Kabarettisten Maximilian Schafroth. Dessen scharfe Rede kam 2025 nicht bei allen gut an. Eine besondere Strategie, wie er auf möglicherweise kritische Stimmen reagieren wird, hat Zinner aber nicht: "Ich glaube, du kannst dich nicht auf jeden Zwischenruf, auf jedes Buh-Schreien oder jeden Jubel vorbereiten", erklärt der gebürtige Trostberger: "Der Moment ist der Moment. Wenn du dich auf einen besonderen Moment vorbereitest, geht's sauber in die Hose, denn das sind meist Emotionen und Gefühle, die kann man nicht kontrollieren."
Natürlich würde er hinterher am liebsten in der Zeitung lesen, dass sein Auftritt toll war. Im umgekehrten Fall müsse er die Berichte aber auch lesen: "Spätestens mein Vater wird es mir sowieso erzählen. Der macht quasi die Pressearbeit."
Die traditionelle Live-Sendung "Auf dem Nockherberg" ist am Mittwoch, 4. März, um 19 Uhr, im BR Fernsehen zu sehen.


