07.01.2026 von SWYRL
"Dein KI-Schreibtischbegleiter" - so beschreibt Razer eine Vision, die auf der Hightech-Messe CES 2026 für Aufsehen sorgt: Hinter dem "Project Ava" steckt ein kleiner Hologramm-Avatar, der Gamer durch ihren digitalen Alltag begleiten kann.
Knapp 14 Zentimeter groß sind die virtuellen "Freunde", die Razer mithilfe von Hologrammen ins Zuhause von Gamern zaubern will. Bei der CES (Consumer Electronic Show), die vom 6. bis 9. Januar in Las Vegas stattfindet, demonstrierte der Hardware-Hersteller den digitalen Begleiter. Beziehungsweise die Begleiter, denn die Hologramme steht in mehreren Charakter-Varianten mit unterschiedlichem Äußeren und ebenso individuellen Stimmen sowie Verhalten zur Wahl.
Die KI-Sphäre Ava selbst hat keine menschliche Form. Doch gibt es auch eine virtuelle Gaming-Partnerin namens Kira, die als Teamkameradin zum Spielen motivieren und Tipps geben soll. Als strategischer Coach steht der Charakter Zane zur Wahl, während hinter dem Namen Faker nicht etwa eine KI mit Cheat-Tipps steckt, sondern ein Gaming-Buddy mit dem Fokus auf E-Sport. Last but not least steht die weibliche Figur Sao zur Wahl, die eine persönliche Bindung betont.
Abonniere unseren Newsletter und wir versprechen, deine Mailadresse nur dafür zu verwenden.
Spieler gucken in die Röhre - und das ist gut so
Spieler sollen bei Ava wörtlich in die Röhre schauen, denn in selbiger befindet sich der jeweilige KI-Hologramm-Charakter, den man sich als Tischnachbar wünscht. Für eine Gebühr von 20 Euro kann man zumindest in den USA den virtuellen Spielkameraden oder die Spielkameradin bereits reservieren, doch lässt Hersteller Razer den finalen Preis noch offen. Der Marktstart soll bereits in der zweiten Hälfte des frischen Jahres erfolgen.
Die KI von Ava kann nicht nur Bildschirminhalte analysieren, sondern auch die Eingaben des Users sowie Audio-Signale. Das Hologramm-"Wesen" analysiert UI-Elemente, Statusanzeigen und Texte, gleicht diese mit Daten wie akustischen Signalen, Frame-Raten und Maus- oder Controller-Eingaben ab, um Spielsituationen in Echtzeit deuten zu können. Um Latenzen und Datenschutzsorgen zu vermeiden, setzt Razer dabei auf "Local First" - will heißen: Die Analyse des Spielgeschehens soll sich vornehmlich aus dem Blick ins eigene System vor Ort speisen, nicht aus Daten aus dem Netz. Dabei kommen auch Kameras und Mikrofone zum Einsatz.
Modulare Systeme mit jeweils eigenen Schwerpunkten wie Coaching, Mediensteuerung oder Organisation können je nach Gusto oder Situation getrennt priorisiert werden.


