19.02.2026 von SWYRL
In verschiedenen Ländern wurde in Spielsand-Produkten wie etwa kinetischem Sand, sogenannter "Rainbow Sand" oder auch Montessori-Sandspieltischen krebserregendes Asbest nachgewiesen. Auch die Verbraucherzentrale NRW warnt nun. Das sollten Eltern jetzt tun.
Spielsand für Kinder ist bei vielen Eltern hierzulande beleibt. Der Nachwuchs kann sich ruhig und kreativ beschäftigen und bei Produkten wie kinetischem Sand muss danach noch nicht mal gesaugt werden. Doch je nach Herkunft des Spielsandes kann dieser gefährliche gesundheitliche Risiken bergen.
Nachdem in Australien, Neuseeland, Belgien und in den Niederlanden in zahlreichen Spielsand-Produkten Asbest nachgewiesen wurde, rät die Verbraucherzentrale NRW vorsorglich davon ab, Spielsand-Produkte zu verwenden. Die farbigen Sandspiel-Produkte, in denen der Gefahrstoff nachgewiesen wurde, stammen aus China. Sand für Sandspielkästen ist nicht betroffen.
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Asbest kann krebeserregend sein
Laut der Verbraucherzentrale NRW wurden in den Niederlanden in gefärbtem Spiel-, Bastel- und Dekosand, Magic Sand, kinetischem Sand und in sogenannten Montessori-Sandspieltischen aus China Asbestfasern nachgewiesen. Die niederländische Zeitung "Algemeen Dagblad" etwa hat verschiedene Sandspielprodukte wie etwa Montessori-Sandspieltische oder bunten Bastelsand untersuchen lassen. Sechs von zwölf untersuchten Produkten enthielten Tremolit-Asbest. Der Stoff kann beim Einatmen krebserregend sein. Teilweise enthielten die Produkte einen Astbestbestand von bis zu fünf Prozent.
In Belgien hat der Minister für Verbraucherschutz vorsorglich dazu aufgerufen, Sandspielprodukte nicht mehr zu verwenden. Mittlerweile hat das belgische Wirtschaftsministerium 15 Spielsandprodukte aus dem stationären Handel auf Asbest untersuchen lassen. Davon waren 13 Produkte nicht belastet, der Rest wies geringe Spuren von Asbest auf, die jedoch unterhalb der Grenzwerte lagen. Von fünf weiteren, online gekauften Produkte stehen die Testergebnisse noch aus.
In Australien und Neuseeland wurde bereits Ende letzten Jahres vor verschiedenen Sandspiel-Produkten gewarnt. Betroffen sind dort unter anderem die Produkte von "Educational Colours" und "Kadink".
Das sollten Eltern jetzt tun
Da die Asbest-Rückstände vermutlich aus Gruben in China stammen, aus denen der Sand gefördert wird und in denen Asbest natürlich vorkommen kann, lässt sich nicht genau sagen, welche Sandspiel-Produkte betroffen sind. Solange es keine Entwarnung gibt, rät die Verbraucherzentrale NRW Eltern dazu:
Sandspiel-Produkte nicht mehr zu benutzen, egal ob von Erwachsenen oder Kindern
zu vermeiden, den Staub des Spielsandes einzuatmen
noch verschlossene Packungen vorsorglich nicht zu öffnen
bereits entnommenen Sand mit FFP2-Maske, Schutzbrille und Putzhandschuhen mit einer Sprühflasche gefüllt mit Wasser und einem Tropfen Spülmittel zu befeuchten. Dadurch kann er nicht mehr stauben. Anschließend mit einem feuchten Lappen aufwischen.
das Thema in den kommenden Wochen in den Medien zu verfolgen. Sollte sich herausstellen, dass ein Sandspiel-Produkt Asbest enthält, muss es als asbesthaltiger Abfall entsorgt werden. Wo das möglich ist, lässt sich beim lokalem Abfallentsorgungsunternehmen erfahren.


