31.05.2026 von SWYRL/Jürgen Winzer
Fast ein Jahr lang waren Prinz William und seine Mit-Kommilitonin Catherine Middleton nur Freunde. Man kannte sich, man mochte sich und das war's. Dann kam der Abend, der alles änderte.
Für Prinz William und seine Studienkollegin Catherine Middleton war der 27. März 2002 ein schicksalhafter Tag. Der Prinz, damals 18, saß in der ersten Reihe, als im St. Andrews Bay Hotel eine Wohltätigkeits-Fashion Show stattfand. Kommilitoninnen liefen für den guten Zweck über den Runway. Wie die ARD-Dokumentation "William - Schicksalsjahre eines Thronfolgers" nacherzählt, erschien Catherine, gerade 19 geworden, auf dem roten Teppich.
Sie trug, so heißt es im Film, einen Hauch von seidigem Nichts. Handgenäht in einer Nacht von der Modestudentin Charlotte Todd, die ihren Entwurf auf Vorschlag ihres Uni-Tutors für die Benefiz-Show zur Verfügung stellte. Todd hatte keine Ahnung, dass Middleton genau ihr durchsichtiges Kleidchen auswählen würde.
Aber Catherine tat es. Und sorgte damit dafür, dass William sich zu seinem Freund und Sitznachbarn Fergus hinüberlehnte und flüsterte: "Wow, die ist heiß!" Das war der Beginn der Märchenromanze im Hause Windsor - denn an diesem Abend verliebte sich William in seine Kate.
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Kate brachte Williams blaues Blut mit einem sexy Hauch von Nichts in Wallung
In der neuen ARD-Doku erklärt die Historikerin Tessa Dunlop, dass es an diesem Abend bei William funkte. "Er sah sie mit anderen Augen: Vielleicht ist sie nicht nur ein schönes bürgerliches Mädchen, vielleicht hat sie das Zeug zur Königin?"
Erstmals getroffen hatten sich William und Kate, als sie sich im September 2001 als Studentenfrischlinge in St. Andrews einschrieben. Klar, William, die Nummer zwei der Thronfolge, war weltweit bekannt. Und Kate, aufgewachsen im 2.100-Seelen-Nest Bucklebury, war beeindruckt - und schüchtern. "Ich wurde knallrot und versuchte, wegzuhuschen, als ich dich sah", erzählte Kate in einer früheren Doku.
Von Liebe auf den ersten Blick konnte also keine Rede sein. Sie wurden Kumpels, ja, aber erst nach der Modenschau "erblühte die Freundschaft in eine andere Richtung", wie es William mal fast poetisch ausdrückte.
William und Kate: Im Skiurlaub flog das Liebesgeheimnis auf
Im Herbst 2002 zogen sie in eine Wohngemeinschaft, aber nicht alleine. Ihre besten Freunde Olivia und Fergus zogen mit ein. Königshaus-Expertin Leontine von Schmettow erzählt in der ARD-Doku: "Das war sehr geschickt. Keiner wusste: 'Wer datet wen, wenn überhaupt?'" Außerdem gingen sie wegen der potenziell lauernden Paparazzi clever vor. Nie sah man William und Kate als Duo das Haus betreten oder verlassen. Ihre Liebe wuchs im Verborgenen.
Umso brutaler wurde sie von der Klatschpresse 2004 ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt. "Endlich: Wills hat eine Freundin", titelte "The Sun" im März 2004, als Kate beim traditionellen Skiurlaub der Royals in Klosters in der Schweiz dabei war. Fortan galten sie als Paar, aber von Hochzeit wurde nicht geredet. Eine entsprechende Frage lächelte William gequält weg: "Nein, ich glaube nicht."
Denn so wohl sich William mit Kate fühlte, so sehr fürchtete er, den Fehler seiner Mutter Diana zu machen: Die hatte Charles sehr jung geheiratet und war nicht wirklich glücklich geworden. William wollte seine Jugend genießen und sich nicht festlegen. Er feierte, hatte andere Freundinnen und Kate bekam den Spitznamen "Waity-Kate" - die "wartende Kate".
Liebesdämpfer: Prinz William machte am Telefon Schluss mit Kate Middleton
Im März 2007 machte William Schluss. Angeblich am Telefon. "Wie Kate darauf reagiert hat: meine Hochachtung", sagt Leontine von Schmettow. Denn Kate wahrte Stolz und Größe. Und verkaufte ihre Geschichte als "verschmähte Geliebte" eben nicht an die gierige Klatschpresse. Sie machte eigene, positive Schlagzeilen, zeigte sich stark.
Das beeindruckte William und er korrigierte seinen Fehler schnell. Von Schmettow: "Er lud sie schon drei Monate später wieder zu einer Party ein und sie waren noch am selben Abend wieder ein Paar." Tessa Dunlop: "Kate hatte ihm gegenüber Loyalität bewiesen, sie hatte die wohl für William wichtigste Tugend unter Beweis gestellt - Diskretion." Klingt paradox, ist aber wahr: Mit ihrer Reaktion auf die Trennung hatte sich Kate für mehr "qualifiziert", für ein Leben an Williams Seite.
Das royale Romantik-Märchen wurde wahr. Im Oktober 2010 gaben sie ihre Verlobung bekannt, im April 2011 wurde Hochzeit gefeiert. Später kamen die Kinder George, Charlotte und Louis, die Thronfolger Nummer drei bis fünf, zur Welt.
Prinz William: "2024 war das schlimmste Jahr meines Lebens"
"William - Schicksalsjahre eines Thronfolgers" schildert auch, wie William und Kate als Paar zu Fixpunkt und Hoffnung der Monarchie wurden. Aber auch, wie sich große Schatten über sie legten, vor allem, als 2024 sowohl bei Kate als auch bei König Charles (77) Krebs diagnostiziert wurde.
Ende 2024 gaben der König und Prinzessin Kate Entwarnung, was ihre Erkrankung angeht - doch noch ein Happy End für das Jahr, das Prinz William als "das schlimmste meines Lebens" bezeichnete.
"William - Schicksalsjahre eines Thronfolgers", ist mit drei Teilen in der ARD Mediathek zu sehen und läuft als 60-minütige Doku am Montag, 1. Juni, 20.15 Uhr im Ersten.


