Bares für Rares
Ein Dirigentenstab? Vielleicht eine Mini-Luftpumpe? Oder doch etwas völlig anderes? Dieses ungewöhnliche Fundstück entpuppte sich als echte Kuriosität - und sorgte bei Horst Lichter in der Donnerstagsausgabe von "Bares für Rares" prompt für Unbehagen.
© ZDFBares für Rares
So etwas kommt nicht alle Tage vor: Horst Lichter (Mitte) hatte keine Ahnung, was es mit dem Objekt auf dem Tisch auf sich haben konnte. "Du hast was mitgebracht, was mich noch vor ein Rätsel stellt", gestand er Verkäufer Peter (rechts).
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Der erklärte daraufhin, dass das seltsame Teil nach dem Kauf eines alten Bauernhofs aufgetaucht sei. Nun sollte es weg. Seine Familie habe schon genug Antiquitäten. "Das passt nicht ins Sammelsurium."
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Und was mochte sich nun hinter dem eigenwilligen Gegenstand samt Schriftstück und Holzkästchen verbergen?
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"Wir haben hier ein medizinisches Gerät vor uns", begann Detlev Kümmel seine Einordnung und nahm das Rätsel Stück für Stück auseinander. Ursprünglich sollte es die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren.
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Ein Blick in die "kurzgedrängte Anleitung zum Gebrauche" verriet zwar den Einsatzzweck, doch Lichter blieb skeptisch. "Was steht da?", fragte er irritiert. "Baunscheidtismus", las Kümmel vor. "Das hab ich noch nicht gehört."
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Der Experte holte etwas weiter aus: Ein gewisser Carl Baunscheidt habe einst an Gicht gelitten. Ein entzündeter Mückenstich brachte überraschend Linderung und lieferte die Inspiration.
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Die daraus gezogene Erkenntnis: "Dass man seinen Körper selbst verletzten muss, damit er seine Selbstheilung wieder anregt". Lichter reagierte entsetzt: "Ach du heiliges Kanonenrohr!", rief er, als das entscheidende Detail sichtbar wurde.
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Ein Aufsatz mit rund 30 spitzen Nadeln.
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Anschaulich demonstrierte Kümmel die Funktionsweise lieber an Papier, denn - wen wundert's: Experimente an seiner Haut lehnte Lichter dankend ab. Per Federmechanismus schnellten die Nadeln nach vorne. Das klang schmerzhaft!
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Das Gerät der alternativen Medizin sei etwa zwischen 1840 und 1850 entwickelt worden, erklärte der Experte. Dieses Exemplar datierte er auf die Zeit nach 1900. Verkäufer Peter hoffte auf über 100 Euro, Kümmel setzte den Wert bei 100 bis 150 Euro an.
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Im Händlerraum herrschte kollektives Stirnrunzeln. Liza Kielon verlas kurzerhand die Anleitung. Ob sich für diesen "Lebenswecker" ein Käufer finden würde?
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"Wir stellen uns ganz viele Fragen", gab Markus Wildhagen (links) offen zu. "Eigentlich müssten sie jetzt fünf Fragezeichen sehen, weil wir haben keinen blassen Schimmer, was das ist."
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Nach der Aufklärung folgte der Aha-Moment. Liza Kielon, die nebenbei auch als Tätowiererin arbeitet, bewies Mut zum Pieksen und sicherte sich das Objekt für glatte 100 Euro.
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Danach wurde es glänzend: Eine Brosche aus Gelb- und Weißgold aus den 1960er-Jahren, einst im Besitz von Tante Tutti, rückte in den Fokus. Die Expertin zitierte treffend die damalige Mode-Weisheit: "Eine schöne Brosche kann das schlimmste Kleid retten." Dieses Stück hatte das Potenzial für bis zu 700 Euro.
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Die Verkäufer trieben den Preis geschickt in die Höhe - bis auf 680 Euro. Schließlich machte Elke Velten den Sack zu. Weil ihr das passende Kleingeld fehlte, legte sie kurzerhand 700 Euro auf den Tisch.
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Auch eine Kette stand diesmal zum Verkauf. Das Schmuckstück aus den 1920er-Jahren passte stilistisch perfekt in die schillernde Epoche und wurde auf 1.200 bis 1.500 Euro taxiert.
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Das sogenannte Edna-May-Collier mit Diamanten und Rubinen kam bestens an. Wieder war es Elke Velten, die zugriff. Diesmal passend vorbereitet mit exakt 1.200 Euro.
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Anschließend sorgte ein nostalgisches Werbeschild aus Glas für Aufmerksamkeit. Hergestellt vom Vater des Verkäufers, wusste Hans als Werbegestalter genau, wie solche Stücke entstehen. Selbst Experte Kümmel konnte hier noch dazulernen. Seine Schätzung: 100 bis 120 Euro.
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Im Bietergefecht ging es dann deutlich darüber hinaus. Für 150 Euro sicherte sich Markus Wildhagen das handbemalte Schild und freute sich: "Das ist ein cooles Teil."
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Zum Abschluss wurde es noch einmal imposant: Louis (rechts) präsentierte eine große Bronzevase aus Japan, gefertigt um 1890. Der Schätzwert lag zwischen 2.400 und 2.900 Euro.
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"Das ist krass", staunten die Händler nicht zuletzt wegen der beeindruckenden Größe. Christian Vechtel (Zweiter von rechts) zeigte Interesse und bot schließlich 2.000 Euro.
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