"Bares für Rares"
Ein Sperrmüllfund sorgte in der Montagsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" für Herzschmerz bei Horst Lichter: "Ich werd' wahnsinnig!" Der leidenschaftliche Motorrad-Fan kannte das seltene Spielzeug nicht und Detlev Kümmel machte sich einen Spaß aus Lichters Qualen. Moderator leiden zu sehen: "Ich liebe es."
© ZDF"Bares für Rares"
Die Carrera-Motorräder waren selbst für Sammler Horst Lichter Neuland. Die Originalmodelle erkannte er aber sofort: eine 750er von Honda und eine BMW RS75/5 mit Vollverkleidung: "Ich werd' wahnsinnig", flüsterte er. Kümmel lachte: "Mir macht am meisten Spaß, dass du so kontrolliert redest, aber eigentlich schreien willst: 'Ar, ar, ar, meins!'."
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"Aber ich habe hier ja nichts zu sagen", erklärte Lichter mit hörbarem Bedauern. Am liebsten würde er sich die Motorräder schnappen und davonlaufen, wusste Kümmel. Lichter bestätigte: "Das ist ein wunderschönes Spielzeug." Der Experte genoss den Moment sichtlich und kommentierte mit einem schelmischen Grinsen: "Ich liebe das gerade."
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Die beiden Verkäuferinnen Sarah und Monika aus Hilchenbach und Kreuztal trennten sich von den kleinen Zweirädern - denn zu schade seien sie fürs Kinderzimmer, so Tochter Sarah. Besonders bemerkenswert war jedoch die Geschichte ihres Fundes: Vor 25 Jahren entdeckte ihr Bruder die Spielzeuge im Sperrmüll am Straßenrand. Lichter blickte ungläubig ...
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"Jetzt freu' ich mich erst recht", lachte der Experte und stichelte gegen Lichter, der wohl noch nie solches Glück beim Sperrmüll hatte. Lichter schien fassungslos: Wie konnte man solche Schätze einfach auf der Straße finden? Schließlich forderte er Kümmel auf, mit der Expertise zu beginnen - "vermutlich nicht ohne ein, zwei Spitzen gegen mich".
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Die Motorräder waren für die Carrera-Universal-Bahn gedacht, die von 1963 bis 1984 produziert wurde. In diesem Zeitraum kamen lediglich drei Motorräder heraus - allesamt aus bedeutenden Baureihen. Kümmel erläuterte die Details ausführlich und holte sich immer wieder die Zustimmung von Lichter. Der reagierte augenzwinkernd: "Das macht er extra."
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"Auch die Kartons sind wunderbar erhalten", schwärmte Kümmel weiter - wohl wissend: "Ich quäle ihn gerade so sehr." Der Experte lachte über die stillen Qualen, die Lichter tapfer ertrug. Dabei war Kümmel selbst sichtlich begeistert vom "nahezu neuwertigen Zustand" der Boxen und Motorräder, die er auf Mitte der 1970er-Jahre datierte.
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Der Wunschpreis lag jedenfalls bei 400 bis 450 Euro. Doch dem Wunsch konnte Kümmel leider nicht entsprechen. Er schätzte den Marktwert auf 300 bis 360 Euro. "Denn wir haben nur Händler und keine Sammler", ließ er nochmal eine dezente Spitze in Richtung Lichter los. Der stimmte traurig zu: "Nein, haben wir nicht." Die Händlerkarte gab's trotzdem.
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"Habe ich noch nie gesehen", staunten auch die Händlerinnen und Händler über die Motorräder. "Ich kenne nur Autos für die Carrera-Bahn", gestand Susanne Steiger (Dritte von links), während die Kollegen zustimmend nickten. "Die sind ganz selten, es gibt insgesamt nur drei Modelle", ergänzte die Verkäuferin. "Sehr schön", freuten sich vor allem die Händler.
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"Die Augen funkelten schon bei den Kollegen, ähnlich wie meine bei Diamanten", scherzte Steiger und prompt stöhnte ihr Sitznachbar Jos van Katwijk (Mitte) ein zustimmendes "Boah" und meinte: "Ja, die sind schön." Roman Runkel (links) bot als erster 50 Euro und ein schnelles Händler-Duell zwischen ihm und van Katwijk ließ die Gebote auf 150 Euro klettern.
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"Horst war begeistert und hätte die Motorräder gerne selbst gekauft", versuchte die Verkäuferin, das Interesse und die Gebote weiter in die Höhe zu treiben - mit Erfolg. Die beiden Händler lieferten ein "Kopf-an-Kopf-Rennen" ab, wie Benjamin Leo Leo bemerkte. Am Ende gewann Roman Runkel das Duell und zahlte 250 Euro.
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Als weiteres Objekt der Sendung datierte Wendela Horz ein Tennisarmband aus 750er-Weißgold mit Saphiren (25 Karat) und Diamanten in die 1970er-Jahre. Der Wunschpreis lag bei 4.000 Euro. Die Expertin schätzte 2.600 bis 3.000 Euro. David Suppes zahlte sogar 3.300 Euro für das "sehr, sehr schöne Band".
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Zwei Keramikfiguren aus der Art-Déco-Zeit (Entwurf von 1925) schätzte Colmar Schulte-Goltz auf 1.200 bis 1.500 Euro - denn die Figuren zeigen leider auch Verfärbungen auf. Die Verkäuferin aber wünschte sich 2.500 Euro für das spanische Tänzer-Paar von Villeroy & Boch. Und so nahm sie ihre Erbstücke lieber wieder mit.
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Ein Trödelfund erkannte Colmar Schulte-Goltz als restaurationsbedürftigen Karton von Künstler Hans Wacker-Elsen um 1911. Der Verkäufer wünschte sich 500 Euro für seine "Hochseefischer". Der Experte schätzte nur 140 bis 275 Euro. Händler Roman Runkel zahlte 150 Euro, denn ihm tat das Ölbild leid.
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Zwei neuwertige Wandleuchten "Tjuca Wall" von Ingo Maurer - einem Lichtdesigner aus München datierte Kümmel in den Zeitraum zwischen 1990 und 2000. Der Wunschpreis lag bei 1.600 Euro. Der Experte schätzte die Objekte aber nur auf 800 bis 1.000 Euro. David Suppes zahlte letztlich 1.200 Euro für die "typisch 90er-Jahre-Leuchten".
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Eine Brosche aus 750er-Gold mit kleinen Diamanten (0,22 Karat), aber mit großer Wirkung stammte laut Wendela Horz von 1930. Gewünscht wurden 1.000 Euro. Die Expertin taxierte 1.200 bis 1.500 Euro. Susanne Steiger zahlte am Ende 1.350 Euro für das "schöne Highlight, um eine Bluse zu schließen".
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