28.03.2025 von SWYRL
Eine krebskranke Frau (Michelle Williams) nimmt in der Disney-Miniserie "Dying for Sex" auf ungewöhnliche Weise Abschied vom Leben. Netflix entdeckt mit "Pulse" derweil das Genre der Krankenhausserien für sich. Welche Streaming-Highlights die kommende Woche noch bereithält, verrät die Übersicht.
Mehr als fünf Millionen Menschen hatten bereits ein Jahr nach dem Tod von Molly Kochan den Podcast über deren Sterben heruntergeladen. Die 45-Jährige erlag 2019 ihrem Brustkrebs. Nachdem sie die Diagnose 2015 erhalten hatte, verließ sie ihre unglückliche Ehe, um sich auf eine sexuelle Erlebnisreise zu begeben. Die Geschichte jener Reise erzählt nicht nur der Podcast "Dying for Sex", sondern auch die gleichnamige Disney-Serie. Was die Streamer in den nächsten Tagen noch zu bieten haben, erfahren Sie in der Übersicht.
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"Dying for Sex" - Disney+
"Dying for Sex" (acht Folgen, ab 4. April, Disney+) erzählt die wahre Geschichte von Molly (Michelle Williams), die unheilbar an Krebs erkrankt ist. Begleitet von ihrer Freundin Nikki (Jenny Slate), begibt sie sich auf eine sexuelle Erlebnisreise. Selten hat man eine Serie gesehen, die so gespaltene Emotionen hervorruft - was erst einmal für die Dramedy von Kim Rosenstock ("Only Murders in the Building", "Glow") und Elizabeth Meriwether ("New Girl") spricht. Dennoch wird nicht jeder die Überdrehtheit sowie den Tanz auf der dramaturgischen Rasierklinge zwischen sonderbar-witzigen Sexspielen und dem Todeskampf zweier Freundinnen genießen können.
Lange Zeit versuchen Molly und ihre Mitstreiter (darunter Sissy Spacek als Mutter und Esco Jouléy als Sterbebegleiterin/Sozialarbeiterin), dem Tod ein Schnippchen zu schlagen. In den etwa halbstündigen Folgen hat Molly grotesk komische sexuelle Begegnungen oder erfährt ihren Körper auf andere Art neu. Dies kann man je nach Humorverständnis genial, anstrengend oder daneben finden. In den letzten beiden Folgen gehört die Serie jedoch mit zum Berührendsten, was man seit langer Zeit im Serienfernsehen gesehen hat.
"Pulse" - Netflix
Nach 20 Jahren "Grey's Anatomy" ist immer noch nicht Schluss: Dass Ende April die 21. Staffel der Erfolgsserie in Deutschland startet (bei Disney+), ist der Beweis dafür, dass Krankenhausserien einfach nicht aus der Mode kommen wollen. Das hat mittlerweile sogar Netflix erkannt. Der Streamingriese schickt ab 3. April ein eigenes Team junger Ärztinnen und Ärzte ins Rennen um die Publikumsgunst: "Pulse" heißt die neue Serie und macht keinen Hehl daraus, welchem großen Vorbild Konkurrenz gemacht werden soll.
Zunächst wird es aber ein bisschen sonniger: Während "Grey's Anatomy" im eher grauen Seattle spielt, ist "Pulse" in Miami angesiedelt. Doch auch in Florida herrscht nicht immer eitel Sonnenschein. Vor allem nicht in der Hurrikansaison. Natürlich rast in den zehn Episoden der ersten Staffel ein Monstersturm auf die Metropole und ihr bestes Traumazentrum zu. Im Maguire Hospital geht's aber nicht nur wegen des Wetters drunter und drüber: Der beliebte Chefassistenzarzt Dr. Xander Phillips (Colin Woodell, zuletzt im "John Wick"-Ableger "The Continental" zu sehen) wird suspendiert, die Assistenzärztin Dr. Danny Simms (Willa Fitzgerald, "Reacher") befördert. Als wäre das immer noch nicht genug Aufregung, haben die beiden eine geheime, verbotene Liebesaffäre.
Eine Notaufnahme, knapp erfolgreiche Operationen, Herzschmerz, Konflikte mit Kollegen und private Herausforderungen: Netflix erfindet das Genre in der ersten eigenen Krankenhausserie nicht neu. Das lässt sich aus den Ausschnitten und Trailern schließen, die vorab zur Verfügung gestellt wurden. Die Bilder zeigen aber auch, dass Genrefans auf ihre Kosten kommen.
"The Bondsman" - Prime Video
Der ermordete Kopfgeldjäger Hub Halloran (Kevin Bacon) landet nach seinem frühen Ableben nur kurzzeitig in der Hölle. Schon bald wird er vom Teufel höchstpersönlich zu neuem Leben erweckt. Die zweite Chance kommt in der Horror-Action-Serie "The Bondsman" (acht Folgen, ab 3. April, Amazon Prime Video) selbstverständlich mit einem Preis: Als Kopfgeldjäger des Teufels soll Hub Halloran künftig ausgebrochene Dämonen von der Erde zurück in die Hölle befördern.
Unterstützung erhält Hub Halloran von seiner Mutter Kitty (Beth Grant) und von der mysteriösen Midge (Jolene Purdy), die ihn eindringlich warnt: "Sollten Sie die Ihnen zugewiesenen Dämonen nicht zurückführen können, wird man Sie entfernen." Doch Hub Halloran will sein zweites Leben freilich nicht nur zur Dämonen-Jagd nutzen: Er will seiner entfremdeten Ex-Freundin Maryanne (Jennifer Nettles) und Sohn Cade (Maxwell Jenkins) wieder näher kommen und seine verlorene Liebe zur Country-Musik wieder aufleben lassen.
"Banger" - Netflix
Das englische Wort "Banger" bezeichnet im musikalischen Kontext einen guten Song. Ein Gefühl für gute Songs zur richtigen Zeit hatte lange auch der DJ Scorpex (Vincent Cassel). Doch zu Beginn des französischen Netflix-Films "Banger" (ab 2. April) ist sein Talent schon lange in Vergessenheit geraten. Nur will der ehrgeizige Mann Ende 50 einfach nicht wahrhaben, dass seine beste Zeit bereits hinter ihm liegt. Stattdessen versucht er wieder und wieder erfolglos, sich auf Gig-Listen zu schmuggeln.
Der Auftrag der französischen Geheimagentin Rose (Laura Felpin) kommt da gerade recht: Als Undercover-Agent soll sich DJ Scorpex mit seinem größten Konkurrenten Vestax (Mister V) anfreunden und ihn anschließend ein für allemal aus dem Verkehr ziehen ...