Olympische Winterspiele

Felix Neureuther und ARD-Experte bangen um deutsches Slalom-Ass: "Jesses Maria!"

09.02.2026 von SWYRL/Jürgen Winzer

"Jesses Maria!" Der Schrei von Kommentator Bernd Schelzer half: Linus Strasser hielt sich im Slalom der Teamkombi der Herren bei Olympia auf den Skiern. Doch es nützte nichts: Trotz beherzter Fahrt hatte Team Deutschland nichts mit den Medaillenrängen zu tun. Am Ende stand Platz zehn.

Der große Gewinner der Team-Kombi an Tag zwei der Olympischen Wintersiele war Franjo von Allmen. Der Schweizer Superstar konnte nach der Herrenabfahrt am Sonntag seine zweite Goldmedaille bejubeln. Möglich machte das vor allem sein Duo-Gefährte Tanguy Nef, der im abschließenden Slalom in einem Fabellauf Bestzeit fuhr. ARD-Experte Felix Neureuther war fast sprachlos: "Das war Slalom vom Allerfeinsten." Und von Nef, dem nachgesagt wird, ein dünnes Nervenkostüm zu haben, nicht unbedingt zu erwarten.

Aber der Schweizer zeigte diesmal im Mentalkrimi am Hang in Bormio Nerven aus Drahtseilen. Seine Fahrt war es, die "Team Schweiz 2" nach von Allmens viertem Rang in der vormittäglichen Abfahrt noch nach ganz vorne spülte. "Franjo hat das Gold-Gen an ihn weitergegeben", scherzte Neureuther und Fieldreporter Markus Othmer setzte mit Blick auf die wohl anstehende ausgelassene Feier noch einen drauf: "Und wohl auch das Nicht-nach-Gaus-Ge(h)n."

Freuen durften sich auch endlich die österreichischen Skifans. "Team Austria 1" holte mit Abfahrer Vincent Kriechmeyer und Slalomathlet Manuel Feller Silber - zeitgleich mit "Team Schweiz 1" mit Marco Odermatt und Loic Meillard. Damit holte Kriechmeyer bei seiner dritten Olympia-Teilnahme seine erste Medaille. Und der große Favorit Marco Odermatt seine erste bei den Spielen von Mailand und Cortina d'Ampezzo.

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Felix Neureuther urteilt nach Schweizer Enttäuschung: "Slalom kann so brutal sein"

"Slalom kann so brutal sein": Das Stöhnen von Ex-Slalom-Ass Felix Neureuther bezog sich eher auf "Team Schweiz 3" und "Team Italien 1". Der Schweizer Alexis Monney hatte eine irre Abfahrt gezeigt, wäre fast abgeflogen und raste doch auf Platz zwei. Aber Daniel Yule hatte nicht die Nerven von Landsmann Nef: Die zweitschlechteste Zeit aller 20 Teilnehmer spülte das Team weit zurück auf Platz 13.

Auch für die gastgebenden Italiener gab es eine Enttäuschung. Superstar Giovanni Franzoni hatte die Tifosi mit Platz eins nach der Abfahrt jubeln und goldene Träume träumen lassen. Aber Alex Vinatzer war dem Druck nicht gewachsen. Er kam als 18. von 20 Startern der Slalomwertung ins Ziel. Am Ende stand "nur" der Gesamtrang Rang sieben.

Simon Jocher (Abfahrt) und Linus Strasser (Slalom) konnten für "Team Deutschland" zufrieden sein. "Wir können mit erhobenem Kopf gehen", meinte Strasser (33). Bei Strassers Fahrt hatte Kommentator Bernd Schmelzer ("Jesses Maria!") kurz der Atem gestockt, aber Strasser fing sich spektakulär und schaffte die fünftschnellste Zeit. "Im Steilen war's genial, aber unten raus nicht so sauber", analysierte Neureuther. Auch Jocher (29) hatte sich gut geschlagen und war bei der Abfahrt auf Rang elf gerast.

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