31.03.2026 von SWYRL
Die Teilnahme und der Sieg von Gil Ofarim im Dschungelcamp 2026 hatten Anfang des Jahres hohe Wellen geschlagen. Nun hat sich der CEO von RTL Deutschland erneut zu Ofarim geäußert und eingeräumt, an welcher Stelle es interne Versäumnisse gegeben habe.
Es war ein Sieg, der vielen Zuschauerinnen und Zuschauer bitter aufstieß. Im Februar 2026 wurde Sänger Gil Ofarim bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" zum Dschungelkönig gekrönt. Allein die Teilnahme des Musikers hatte nach seinem Davidstern-Skandal im Jahr 2021 für heftige Reaktionen gesorgt. Viele Fans der Sendung kritisierten, dass Ofarim erneut eine Plattform gegeben werde. Doch am Ende schaffte es der Sänger bis auf den Dschungelthron.
Im Interview mit dem Medienmagazin DWDL hat sich RTL-Deutschland-CEO Stephan Schmitter nun erneut zu dem Umgang mit dem Thema geäußert - und eingeräumt, wo es intern redaktionelle Versäumnisse gegeben habe. Angesprochen auf die fälschlich formulierten Aussagen, die Ofarim im Dschungel tätigte, welche in der Show allerdings nicht unmittelbar richtig gestellt wurden, betont Schmitter, man hätte "das intern reflektiert".
"Es gab ein, zwei Sendungen, in denen es zugespitzte Behauptungen gab, bei denen wir agiert haben, wie wir es bislang immer im Dschungel getan haben: die Protagonisten erzählen, diskutieren, regeln ihre Themen untereinander und der Zuschauer:in macht sich sein eigenes Bild", so Schmitter.
Er räumt ein: "Aus heutiger Sicht wäre es an der einen oder anderen Stelle besser beziehungsweise richtig gewesen, die Fakten direkt in der Livesendung klarzustellen und nicht nur in der 'Stunde danach'. Da hätten wir in Köln redaktionell reagieren müssen. Und sei es nur mit einer Bauchbinde."
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RTL-Chef räumt bei Planung mit Stefan Raab Fehler ein
Gil Ofarim ist jedoch nicht der einzige Name, der bei RTL zuletzt für gemischte Reaktionen sorgte. Auch das Comeback von Stefan Raab bei dem Kölner Sender wurde immer wieder heißt diskutiert. 2024 ging RTL mit Raab einen fünfjährigen Exklusiv-Vertrag ein - doch was die Quoten angeht, ließen seine wöchentlichen Late-Night-Formate bislang zu wünschen übrig.
Schmitter betont, man tue gut daran, bei den Produktionen von Raab "nüchtern auf die Fakten zu schauen". Raab und seine Inhalte sind bekannt dafür, zu polarisieren und gemischte Reaktionen hervorzurufen. Schmitter räumt dennoch ein: "Fakt ist, bei der Weekly in der linearen Primetime waren wir in Konzept und Länge zu optimistisch und haben Fehler gemacht. Aber das passiert bei kreativen Prozessen." Er merkt jedoch an, dass dennoch fünf der zehn erfolgreichsten Samstagabendshows auf RTL in 2025 von Stefan Raab stammten. Beim sendereigenen Streaminganbieter RTL+ hätten die Formate des Entertainers zudem zu "vielen neuen Abos in wichtigen männlichen Zielgruppen" beigetragen.
Zuletzt gelang dem Sender mit dem Format "Wer weiß wie wann was war?" mit Barbara Schöneberger an Raabs Seite wieder ein Quoten-Erfolg. Schmitter betont, man freue sich, dass die Show "aus dem Stand so viele Zuschauer begeistert hat". Die zweite Ausgabe der Show lief am 21. März, in der zweiten Jahreshälfte soll die Sendung mit neuen Ausgaben fortgesetzt werden.



