Ohne Julia Ruhs

Nach Cancel-Culture-Vorwürfen: Erste "KLAR"-Ausgabe mit neuer Moderatorin erscheint

31.03.2026 von SWYRL

Im April sendet der NDR die erste Ausgabe des Reportage-Magazins "KLAR" und widmet sich dabei direkt einem brisanten Thema. Doch auch hinter den Kulissen sorgte die Sendung zuletzt für viel Aufsehen - denn in der neuen Ausgabe wird erstmals Tanit Koch als neue Moderatorin vor der Kamera stehen.

Mit einer neuen Moderatorin und einem brisanten Thema startet das Reportage-Magazin "KLAR" ins Jahr 2026. Die erste Ausgabe, die am 15. April unter dem Titel "Zielscheibe Polizei: Pöbeln, Hass und Gewalt" erscheint, wird vom Norddeutschen Rundfunk produziert und im NDR-Dritten um 22 Uhr ausgestrahlt. Die Moderation übernimmt erstmals Tanit Koch, ehemalige Chefredakteurin von "Bild".

Koch folgt beim NDR auf Julia Ruhs, die das umstrittene Doku-Format bislang präsentiert hat - und das auch weiter tun wird. Allerdings nur noch bei den vom BR produzierten Ausgaben. Ihre Abberufung beim NDR hatte zu einer breiten Debatte über vermeintliche Cancel Culture bei den Öffentlich-Rechtlichen geführt. Auch Ruhs selbst verbreitende entsprechende Vorwürfe in den sozialen Medien.

Kritik gab es auch aus der Politik. Unter anderem der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther und sein bayerischer Amtskollege Markus Söder sprachen von einem problematischen Signal für die Meinungsfreiheit. NDR-Programmdirektor Frank Beckmann wies die Vorwürfe als "absurd" zurück. Die Reportage-Reihe "KLAR" sei als "ein Beitrag zur Meinungspluralität" gedacht gewesen. Von vornherein sei sie so konzipiert worden, "dass wir sie mit mehreren Moderatoren präsentieren können". Wichtig an dem Format seien die Themen. "Was nicht im Mittelpunkt stehen sollte, ist ein Moderator oder ein Präsentator." Mit Ex-"Bild"-Chefin Koch fand man nun wiederum eine Journalistin mit konservativem Profil.

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"KLAR"-Magazin beleuchtet Gewalt gegen Polizeikräfte

In der Ausgabe "Zielscheibe Polizei: Pöbeln, Hass und Gewalt" widmet sich das Magazin mit Tanit Koch den Anfeindungen, mit denen sich Polizeibeamte tagtäglich auseinandersetzen müssen. "Diejenigen, die die Gesellschaft schützen sollen, werden oft selbst zur Zielscheibe von Aggressionen, längst nicht nur mit Worten", heißt es dazu. Reportageteams des NDR sprechen mit den Einsatzkräften, aber auch mit Experten über die potenziell verheerenden Folgen solcher Angriffe. So wird von den Experten vor den psychischen Langzeitfolgen einer derartigen dauerhaften Belastung gewarnt. Diese könnten von Angststörungen bis hin zu posttraumatischen Erkrankungen reichen.

Die Staffel wird im Wechsel von NDR und BR produziert. Die nächste Ausgabe, verantwortet vom BR, soll am 29. April ausgestrahlt werden - dann wieder mit Julia Ruhs.

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