02.04.2025 von SWYRL
Überaschende Riesen-Reichweite für eine Mini-Serie: Die mitreißende Netflix-Produktion "Adolescence" um einen Teenager, der eine Mitschülerin erstochen hat, schreibt derzeit Rekordzahlen. Was ist das Erfolgsgeheimnis der Serie?
Fast 100 Millionen Abrufe in nur drei Wochen: Damit ist "Adolescence", ein Format des Streaminganbieters Netflix, neuer Rekordhalter - und bewegt die Welt.
Im Mittelpunkt der Miniserie steht der 13-jährige Jamie Miller, gespielt von Owen Cooper. Jamies Mord an seiner Mitschülerin Katie sorgt für Fassungslosigkeit im Umfeld. Der Tod des Mädchens ist in der Serie Anlass, um die Psyche des Jungen zu erkunden, der von Mobbing, sozialer Isolation und gefährlichen Denkmustern über angeblich erstrebenswerte Männlichkeit überfordert wurde.
Regie führte Philip Barantini, das Drehbuch stammt von Jack Thorne und Stephen Graham, der auch Jamies Vater spielt. Das Besondere an der Machart: Die vier "Echtzeit"-Episoden von je rund einer Stunde Laufzeit wurden ohne Schnitt gedreht. Ein besonderer Kunstgriff, der eine herausragende Planung voraussetzt und nur selten von Filmemachern verwendet wird.
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Schulstoff in Großbritannien
Aber auch inhaltlich verfängt der harte Serienstoff. In Großbritannien soll "Adolescence" nun auch an Schulen gezeigt werden. Keir Starmer empfing die Serienmacher zuletzt in der Downing Street, dem Amtssitz des Premierministers.
Die Serie mit seinen Teenagerkindern gemeinsam anzuschauen, habe die Familie hart getroffen, sagte Starmer. Es sei eine wichtige Initiative, die Serie mit so vielen Schülern wie möglich zu sehen.
Weiter erklärte Starmer: "Nur, indem wir zuhören und von den Erfahrungen junger Menschen und Wohltätigkeitsorganisationen lernen, können wir die Probleme angehen, die diese bahnbrechende Serie aufwirft."