"Bares für Rares"
In der Mittwochsausgabe von "Bares für Rares" (ZDF) nahm Horst Lichter (rechts) seinen Experten augenzwinkernd auf die Schippe und erzählte bewusst "Blödsinn". Erst bei der Wertermittlung war der Moderator ernsthaft überrascht ...
© ZDF"Bares für Rares"
"Wie süß", fand Lichter die Mini-Nähmaschine und fügte schmunzelnd hinzu: "Klar, es müssen ja auch Puppenkleider genäht werden." Doch Sven Deutschmanek wusste: "Das ist eine kleine Spardose, wie du gesehen hast." Lichter erwiderte augenzwinkernd: "Das ist eine Nähmaschine für Heinzelmännchen." Genervt winkte Deutschmanek die Verkäufer heran: "Komm."
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Als Elisabeth und Konrad aus Palling am Expertenpult standen, wechselte Lichter die Taktik, um Deutschmanek weiter zu necken: "Ich glaube, das ist eine Spardose, mein Freund, sieht man doch", sagte er frech. "Er hatte so verrückte Ideen und dachte, damit kann man kleine Kleider nähen - und so einen Blödsinn", lachte Lichter über Deutschmanek.
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Die kleine Nähmaschine hatten die Verkäufer beim Ausräumen der elterlichen Wohnung gefunden, erzählte Konrad. Mehr wussten sie nicht über den Alltagsgegenstand im Miniaturformat - inklusive Münzschlitz.
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"Die Marke Singer kennen wir wohl alle", sagte Deutschmanek. Schließlich gilt Singer als Erfinder der ersten praktikablen Nähmaschine mit Geradstich - "also einer industriellen Maschine, die wirklich funktionierte", fügte der Experte hinzu. Gegründet wurde das Unternehmen bereits 1851 in den USA von Isaac Merritt Singer und Edward Clark.
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Die Spardose in Form einer Nähmaschine hatte früher noch einen anderen Zweck: "Man wollte Kinder schon früh daran gewöhnen, im späteren Leben mit solchen Produkten umzugehen", erklärte Deutschmanek. Außerdem wurden die Maschinen damals bereits per Ratenkauf angeboten - "da konnten die Kinder quasi schon darauf sparen."
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"Ein wunderschönes Stück", schwärmte der Experte begeistert. Die Maschine aus Zinkguss und lithografiertem Blech sei in "außerordentlich gutem Zustand" - ein Fund, den man nur "recht selten" mache. Die Verkäuferin wünschte sich dafür 80 Euro. Doch der tatsächliche Preis lag deutlich darüber. "Nein", rief Lichter und riss die Augen skeptisch auf.
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"Für ein so seltenes Stück in diesem Erhaltungszustand - zudem aus den 1920er- bis 1930er-Jahren - liegt der Wert höher", betonte Deutschmanek und taxierte die Spardose auf 200 bis 250 Euro. Lichter schaute ihn ungläubig an: "Damit hätte ich jetzt wirklich nicht gerechnet." Auch die Verkäufer zeigten sich überrascht: "Toll!"
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"Die ist etwas Besonderes", bemerkte auch Wolfgang Pauritsch (rechts), als er die Nähmaschinen als Spardose genauer unter die Lupe nahm. Susanne Steiger eröffnete die Bieterrunde - zunächst mit 20 Euro. Doch auch ihre Kollegen waren an dem Sammlerstück interessiert und so wurde der Preis Schritt für Schritt nach oben getrieben.
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Rasant stieg das Gebot auf 200 Euro. "Wahnsinn", staunte Pauritsch: "Es muss nicht immer groß sein, sondern interessant - genau das ist die Nähmaschine." Den Zuschlag erhielt aber Anaisio Guedes (links), der für das Sammlerstück 260 Euro bezahlte und verriet: "Das ist für meine Tochter."
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Als weiteres Objekt der Sendung erkannte Friederike Werner eine limitierte Schale (1063/2000) mit dem Titel "Spiralental" von Friedensreich Hundertwasser für Rosenthal aus dem Jahr 1983. Gewünscht wurden 1.000 Euro, geschätzt 500 bis 600 Euro. Sarah Schreiber war der Teller sogar 1.500 Euro wert.
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Heide Rezepa-Zabel fand das Armband mit acht Karat Diamanten und drei Karat Rubinen toll und die Qualität der Steine "wunderbar". Für das 750er-Goldstück wurden 8.000 Euro gewünscht, die Expertin schätzte den Wert aber nur auf 4.000 bis 4.200 Euro. Doch Wolfgang Pauritsch zahlte tatsächlich 8.000 Euro für das besondere Schmuckstück.
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Laut Sven Deutschmanek war das Lehrmaterial fast neuwertig, obwohl das Motiv der Schultafel aus dem Jahr 1965 stammte. Es handelte sich wohl um eine unvollständig produzierte Tafel des Hagemann Verlags von 1974. Der Wunschpreis lag bei 50 bis 100 Euro, Deutschmanek schätzte 40 bis 60 Euro - bezahlt wurden schließlich 75 Euro von Anaisio Guedes.
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Heide Rezepa-Zabel datierte die Chanel-Ohrhänger samt Original-Schatulle auf 1996. Die Verkäufer wünschten sich 300 Euro für ihren Modeschmuck, die Expertin schätzte 400 bis 600 Euro. Nach zäher Verhandlung zahlte Händler Christian Vechtel 370 Euro.
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Zwei ungewöhnliche Karaffen, die vom Dachboden einer Bekannten stammten, wurden laut Gravur 1913 zur Hochzeit verschenkt. Friederike Werner erkannte die Schweine-Karaffen als "wunderbare, mundgeblasene Arbeiten" und schätzte den Wert auf 100 Euro. Gewünscht wurden 50 bis 100 Euro - doch Anaisio Guedes zahlte sogar 400 Euro.
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