Neues Album der Foo Fighters

Nur ein Witz? Über diese Aussage von Kurt Cobain denkt Dave Grohl bis heute nach

25.04.2026 von SWYRL/Stefan Weber

Mit Nirvana schrieb Dave Grohl Musikgeschichte - und auch heute als Frontmann der Foo-Fighters denkt er immer noch über eine Aussage seines Ex-Bandkollegen Kurt Cobain nach.

Die Foo Fighters sind eine der größten Rockbands der letzten 30 Jahre. Und doch, wenn nun mit "Your Favorite Toy" bereits ihr zwölftes Album erscheint, muss Frontmann Dave Grohl auch heute noch Fragen zu seiner Ex-Band Nirvana beantworten. So auch im Gespräch mit Zane Lowe auf Apple Music: Auf die Frage, ob er glaube, dass der 1994 verstorbene Sänger, der damals schwer mit seinem Ruhm haderte, heute vielleicht besser mit dem Erfolg umgehen würde, zitiert Grohl eine Aussage von Kurt Cobain, die ihn bis heute beschäftigt.

Gemeint ist eine Szene kurz vor dem Durchbruch von Nirvana. Die Band saß Anfang der 1990er-Jahre in New York einem "supermächtigen" Manager gegenüber. "Es sah aus, als würden wir in der Schule bestraft", erinnert sich Grohl. Auf die Frage des Plattenfirmen-Mannes "Was wollt ihr denn?" antwortete Cobain: "Wir wollen die größte Band der Welt sein." Er glaube, alle hätten damals gelacht, so Grohl. Und doch: "Ich weiß nicht, ob er einen Scherz gemacht hat. Bis heute denke ich darüber nach."

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Grohl: Nach Nirvana suchten alle Mitglieder "sichere" Orte

Rückblickend wirkt die Aussage wie ein Kontrast zum damaligen Standing von Nirvana. Wenn er, Grohl, darüber nachdenke, wo die Band hergekommen sei, damals 1990, als "all diese Popstars" ganz oben in den Charts standen, habe er die Aussage zunächst als "lustig" eingeordnet. Gleichzeitig sieht Grohl auch eine andere Lesart: Die Songs, die Cobain verfasst habe - "ich glaube, er hat sie geschrieben, damit sie gehört werden". Schließlich sei das die grundlegende Motivation vieler Songwriter: "Es ist einfach dieses Gefühl: Ich möchte, dass jeder das fühlt, was ich fühle. Ich hoffe, dass jemand anderes, vielleicht eine andere Person auf der Welt, genauso fühlt wie ich."

Dass er nach dem Ende von Nirvana weiter machen würde, stand für Grohl nie zur Debatte. Für ihn sei klar gewesen: "Musik ist das, was mich retten wird." Dass er die Foo Fighters mit Pat Smear, der seit 1993 zweiter Gitarrist von Nirvana gewesen war, aber ohne Bassist Krist Novoselic gründete, sei Ausdruck unterschiedlicher Bedürfnisse gewesen, so Grohl. Alle seien an Orten gelandet, "die sich - ich will nicht sagen 'behaglich' - aber 'sicher' anfühlten." Er glaube, dass es damals Novoselics Wunsch war, "sich vielleicht ein bisschen zurückzuziehen".

Er habe aber lieber begonnen, eigene Songs aufzunehmen. Aus diesen Aufnahmen entstanden später die Foo Fighters. Dass Smear Teil der Band werden würde, war ebenfalls alles andere als ausgemacht: Der Gitarrist habe auf eine frühe Demo-Kassette zunächst reagiert mit: "Oh mein Gott, das ist so poppig." Was aber bei Smear ein gutes Zeichen gewesen sei, so Grohl.

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