Fußball-Übertragung statt Krimi

"Tatort"-Fans wüten wegen Fußball - Experte Schweinsteiger enthüllt Beinahe-Wechsel

11.10.2021 von SWYRL

"Schon wieder ein neues Ermittlerteam beim Tatort?", scherzte ein User auf Twitter zu einem Bild des ARD-Fußballgespanns Esther Sedlaczek und Bastian Schweinsteiger. Statt Krimi zeigte das Erste am Sonntagabend das Nations-League-Finale. Experte Schweinsteiger ließ mit einer Enthüllung aufhorchen.

Die Nations League genießt bei vielen eingefleischten Fußball-Fans nicht gerade hohes Renommee, und dann war die deutsche Nationalmannschaft noch nicht einmal im Finale: Karim Benzema und Kylian Mbappé drehten im Endspiel einen 1:2-Rückstand gegen Spanien und führten Frankreich zum Titel.

Der Triumph von der Franzosen war am Sonntagabend live im Ersten zu sehen, eingefleischte "Tatort"-Fans schauten hingegen in die Röhre. So kam die Ankündigung der "Tatort"-Facebookseite, es werde diesen Sonntag keine neue Folge der deutschen Krimi-Institution geben - samt Empfehlung, sich in der Mediathek stattdessen eine alte Episode anzusehen - bei einigen Nutzerinnen und Nutzern nicht gerade gut an.

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"Was alles für den Fußball geopfert wird!"

Stattdessen herrschte auf Social Media Unmut darüber, dass König Fußball - insbesondere ein vermeintlich unpopulärer Wettbewerb - dem "Tatort" vorgezogen wurde. "Na super, und dann noch für so ein Spiel, das kaum jemand interessiert", befand etwa ein User, der seine Aussage mit einem wütenden Emoji unterstrich. "(Sehr) schade" sei die ARD-Entscheidung, befanden gleich mehrere Kommentatorinnen und Kommentatoren auf Facebook. "Ein Fußballspiel ohne Beteiligung einer deutschen Mannschaft ... gehört ins Spartenfernsehen", machte ein weiterer Nutzer seinem Ärger Luft.

"Ja was alles für den Fußball geopfert wird", beschwerte sich eine Frau in der Kommentarspalte. Schließlich gäbe es auch noch viele Menschen, die keinen Internet-Anschluss hätten. Der Sonntags-"Tatort" sei "einfach heilig" erklärte ein weiterer Fan der populären Krimi-Reihe, verbunden mit der Bitte, den "Tatort"-Sendeplatz nicht für Fußball oder auch Politiksendungen ausfallen zu lassen.

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Fußball-Quote enttäuscht

Und das alles für die vermeintlich ungeliebte Nations League? ARD-Experte Bastian Schweinsteiger, der an der Seite von Moderatorin Esther Sedlaczek die Partie Frankreich gegen Spanien analysierte, glaubt nicht, dass die zugehörigen Länderspiele bei Zuschauerinnen und Zuschauern verpönt sind. Der Ex-Nationalspieler vertrat am Mikrofon viel mehr der Meinung, das Publikum würde den erst im Jahr 2018 eingeführten Wettbewerb annehmen.

Die Einschaltquoten sprechen eine andere Sprache: Nur 3,25 Millionen Zuschauer verfolgten die Begegnung am Sonntagabend im Ersten. Zum Vergleich: Der "Tatort" lockt in der Regel mehr als 8 Millionen Menschen vor die Bildschirme - besonders reichweitenstarke Episoden knacken sogar die 10-Millionen-Schallmauer.

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Bastian Schweinsteiger verrät: Der FC Bayern wollte ihn einst loswerden

Gelohnt hat sich das Einschalten für Fußball-Fans allerdings schon deshalb, weil Schweinsteiger vor der Kamera eine bisher unbekannte Anekdote aus einer Spielerkarriere erzählte. Beim FC Bayern gilt er wenige Jahre nach seinem Karriereende längst als Club-Ikone. Doch offenbar hätte die Geschichte auch ganz anders ausgehen können, wie der Weltmeister im Ersten verriet.

Im Jahr 2008 habe ein möglicher Wechsel zu Inter Mailand bereits konkretere Züge angenommen. "Meine Koffer waren schon gepackt nach Mailand", berichtete Schweinsteiger im Gespräch mit Moderatorin Esther Sedlaczek. "Jürgen Klinsmann war Trainer, und der FC Bayern München wollte einen anderen Spieler, der Alexander Hleb hieß."

Nur weil sich der Belarusse Hleb schließlich für einen Wechsel zum FC Barcelona entschieden habe, sei der Mittelfeldspieler letztlich doch bei seinem Heimatverein verblieben. Es sollte sich für alle beteiligten lohnen. Neben vielen Deutschen Meisterschaften und Pokalsiegen gewann Schweinsteiger mit dem FC Bayern im Triple-Jahr 2013 auch die Championss League. Ab 2015 folgten die Stationen Manchester United und Chicago Fire.

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