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Bruce Springsteen und sein Klagelied über Minneapolis: Das sind die Musik-Highlights der Woche

30.01.2026 von SWYRL/John Fasnaugh

Francis Rossi, Sarah Engels und Bruce Springsteen, der in einem neuen Song den "Staatsterror" in Minneapolis anprangert: Erfahren Sie hier, was neu, wichtig und hörenswert ist in der Welt der Musik.

Die Bilder erschüttern Menschen auf der ganzen Welt und zeigen einmal mehr, welcher tiefe Riss sich inzwischen durch die amerikanische Gesellschaft zieht: Zuletzt kam es in Minneapolis wiederholt zu brutalen Zusammenstößen zwischen Bürgerrechtlern und Beamten der Einwanderungsbehörde ICE. Binnen kurzer Zeit kamen zwei Zivilisten ums Leben. Nun greift Bruce Springsteen, der von "Staatsterror" spricht, das Thema in einem eigenen Song auf. Neues und Hörenswertes gibt es außerdem von Francis Rossi und Sarah Engels.

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Bruce Springsteen - Streets Of Minneapolis

Ob er Donald Trump damit wohl sehr beeindrucken wird? Es ist nicht davon auszugehen. Aber Bruce Springsteen, einer der erfolgreichsten und angesehensten Musiker Amerikas, möchte nicht einfach so zusehen und seine Stimme nutzen: aufrütteln, anklagen, Mut zusprechen. "Streets Of Minneapolis" heißt ein sehr kurzfristig aufgenommener und veröffentlichter neuer Song des 76-Jährigen. Mit dem Titel reagiert Springsteen auf die jüngsten schockierenden Ereignisse in der besungenen US-Großstadt, in der zuletzt zwei Zivilisten nach Auseinandersetzungen mit der Einwanderungsbehörde ICE zu Tode kamen.

In den Sozialen Medien spricht Springsteen mit Blick auf die gegenwärtige Situation in Minneapolis von "Staatsterror", auch in der Musik nimmt der "Born in the USA"-Sänger kein Blatt vor den Mund. "Streets Of Minneapolis" erzählt von einer "Stadt in Flammen", von "King Trump" und seiner "Privatarmee", von Bürgern, die sich für Gerechtigkeit einsetzen, von "dreckigen Lügen" und von Toten auf den Straßen: Alex Pretti und Renée Good, deren Geschichten zuletzt weltweit Schlagzeilen machten, werden ganz konkret genannt und auch in einem Video auf Springsteens YouTube-Kanal gezeigt. Man werde sie nicht vergessen, verspricht Bruce Springsteen. Gleichzeitig ermutigt er die Menschen, sich in der Auseinandersetzung mit US-Präsident Donald Trump und dessen Politik nicht einschüchtern zu lassen. "Wir werden weiterhin für dieses Land einstehen!"

Francis Rossi - The Accidental

Francis Rossi geht in sein Studio, ohne sich viel dabei zu denken. Er probiert Sachen aus, nimmt Songs auf, merkt, dass da "besondere" Dinge entstehen, und stellt plötzlich fest: hoppla, ein Album! - Das ungefähr ist die Geschichte hinter dieser neuen Solo-Veröffentlichung des Status-Quo-Frontmanns. Die Absicht, ohne seine Stammband eine ganze Platte aufzunehmen, habe es nie gegeben, betont Rossi. Deswegen nennt er das Ganze auch "The Accidental" (also "accidental" wie "unbeabsichtigt", nicht etwa wie in "Unfall").

Francis Rossi solo versus Francis Rossi mit Status Quo - die Fans werden auch diesmal wieder die Trennlinie suchen und Dinge finden. Allein deshalb schon, weil mehrere Songs des neuen Albums auf spontanen Jam-Sessions mit Hiran Ilangantilike basieren, einem Gitarristen, mit dem eines von Rossis Kindern in der Schulzeit befreundet war. "The Accidental" sei eine "echte Abkehr" von seinem bisherigen Stil, erklärt Francis Rossi, "aber ich liebe es. Es ist laut, die Gitarren stehen im Vordergrund, und es sind einige großartige Songs darauf." Mit diesen neuen Songs (und mit einigen von Status Quo) ist Rossi demnächst auch auf Tour. Im Mai sind ganze zehn Gigs in Deutschland geplant.

Sarah Engels - Fire

Als vor zwei Wochen bekannt wurde, dass Sarah Engels für Deutschland beim ESC antreten möchte, fielen die Reaktionen sehr unterschiedlich aus. Es mischten sich auch einige Gemeinheiten in die Kommentare. Den richtigen Spirit, das muss man ihr allerdings mindestens zugestehen, brächte Engels schon mit. Durch ihre Teilnahme wolle sie eine "Empowerment-Botschaft" verbreiten, die "tief aus ihrem Herzen" komme. Es gehe um "Mut, Zusammenhalt, Kraft und den Glauben an sich selbst". Alles Dinge, die prima auf die ESC-Bühne passen. Aber ohne die richtige Musik geht's trotzdem nicht: Gerade hat Sarah Engels "Fire" veröffentlicht, den Titel, mit dem sie am deutschen Vorentscheid teilnehmen wird.

"I'm on fire, fire / You're a liar, liar ..." - Sarah Engels singt in "Fire" von Liebe, Betrug und Selbstermächtigung, alles mit starker Bis-hierhin-und-nicht-weiter-Attitüde. Dieser Titel ist nicht sonderlich kompliziert oder anspruchsvoll. Stattdessen setzt Engels auf Schwung und Rhythmus. Ein englischer Dance-Pop-Track als deutscher ESC-Beitrag? Viele Fans können sich das gut vorstellen. "Wir wären absolut dumm, wenn wir das nicht schicken", lautet einer der Kommentare bei YouTube. Ein anderer: "Der Vorentscheid ist überflüssig. Sarah nach Wien. Keine andere Option." Aber doch, andere Optionen gibt es. Die einstige DSDS-Kandidatin Sarah Engels gehört zu einer Gruppe von insgesamt neun Acts, die Deutschland beim Eurovision Song Contest 2026 (16. Mai in Wien) vertreten wollen. Der deutsche Vorentscheid findet am 28. Februar in Berlin statt.

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