Tom Hanks in "Cast Away - Verschollen"
Selten durchlief ein Schauspieler innerhalb einer Filmproduktion solche Extreme wie Tom Hanks für "Cast Away - Verschollen" (Donnerstag, 28. Mai, 20.15 Uhr, RTLZWEI). Doch der Oscar-Pristräger ist nicht der Einzige, der seinen Körper für eine Rolle extremen Belastungen ausgesetzt hat. Sehen Sie hier weitere eindrückliche Beispiele.
© Twentieth Century Fox and Dreamworks LLCTom Hanks in "Cast Away - Verschollen"
Am Anfang der Film-Robinsonade über einen auf einer einsamen Insel gestrandeten Paketdienst-Mitarbeiter war der Oscar-Preisträger noch gut im Futter. Doch gegen Ende des Films treten die Knochen hervor. In der einjährigen Drehpause hatte Hanks reichlich abgespeckt. 25 Kilogramm soll er in dieser Zeit abgenommen haben. Alles für die Authentizität.
© Twentieth Century Fox and Dreamworks LLC.Brendan Fraser in "The Whale"
Erkennen Sie diesen Schauspieler? Auf dem Szenenbild ist Brendan Fraser zu sehen, der für seine Rolle in "The Whale" extrem zugenommen hatte. Lohn der Mühe: Für seine beeindruckende Leistung in dem hochgelobten Drama wurde er mit Preisen überhäuft.
© A24The Whale
Brendan Fraser spielt in "The Whale" den stark adipösen Charlie (Brendan Fraser), der sich nach dem Tod seines Lebensgefährten in den eigenen vier Wänden isoliert. Das Dasein ist für ihn ein einziger Kampf. Dem Tod ins Auge blickend, möchte er sich unbedingt noch mit seiner Tochter Ellie (Sadie Sink) aussöhnen.
© A24Brendan Fraser
Inzwischen sind bei Brendan Fraser viele der Kilos wieder runter - und der Oscar in seiner Hand: Für seine ergreifende Darstellung in "The Whale" (deutsch: Der Wal) von Darren Aronofsky ("Black Swan", "Mother") wurde der kanadisch-US-amerikanische Schauspieler mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.
© Rodin Eckenroth/Getty ImagesZac Efron in "The Iron Claw"
Der durchtrainierte Wrestler, der seinem Konkurrenten einen Tritt verpasst, ist der einstige Teenie-Schwarm Zac Efron. Für die Filmbiographie "The Iron Claw" (2023), in der er den ehemaligen Profi-Wrestler Kevin Von Erich spielt, verwandelte sich der US-Schauspieler in ein gestähltes Muskelpaket.
© Brian Roedel / LeonineZac Efron
Für die Rolle trainierte Efron mehrere Stunden am Tag, um sieben Kilo Muskelmasse aufzubauen. "Dann konnte ich Bodybuilding der alten Schule und olympisches Heben einbauen", sagte er im Interview mit "Variety" über sein Trainingsprogramm. Er habe "diesen speziellen Look der Profi-Wrestler" erreichen wollen, so Efron. Das sei "wirklich hart" gewesen.
© Momodu Mansaray/Getty ImagesThe Iron Claw
"The Iron Claw" erzählt die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte der "Von Erich"-Familie, die während des aufkommenden Wrestling-Booms in den USA Anfang der 80er Jahre erst zu Stars, dann zu tragischen Figuren wurden. Efron (zweiter von links) spielt den Wrestler Kevin Adkisson, auch bekannt als Kevin Von Erich.
© Leonine/Eric ChakeenOliver Masucci in "Enfant Terrible"
Für seine Rolle als Rainer Werner Fassbinder im Biopic "Enfant Terrible" (2020) nahm Oliver Masucci (Bild, mit Katja Riemann) 25 Kilo zu. Um das zu schaffen, griff er auf eine eigenwillige Diät zurück ...
© Bavaria FilmproduktionOliver Masucci
Eigentlich frühstückt Oliver Masucci nicht, erklärte er in einem Interview. Um sich für die Rolle des deutschen Kultregisseurs die notwendigen Kilos anzufuttern, habe er damit gebrochen. Mehr noch: "Morgens habe ich zwei, drei Weizenbier getrunken, damit der Bauch so langsam aufblähte und noch dicker wurde", beschrieb Masucci.
© Hannes Magerstaedt/Getty ImagesJamie Bell in "Skin"
Fühlte sich nicht wohl in seiner Haut: Für seine Rolle als Skinhead in "Skin" (2018) musste sich Jamie Bell immer wieder aufwendige Tattoos machen lassen. Als der Produktion zeitweise die Tinte ausging, musste er die Körperbemalung mehrere Tage tragen - auch in der Freizeit: "Niemand in der Crew wollte mehr mit mir essen", erklärte er in einem Interview.
© Ascot Elite Entertainment / 24 BilderJamie Bell
Zur Erinnerung: So sieht Jamie Bell eigentlich aus. Zur Premiere von "Skin" ließ er die Haare wieder wachsen, und auch die Tattoos waren wieder verschwunden. Ein netter Typ, mit dem sicher viele Leute gerne essen gehen würden.
© Thomas Niedermueller/Getty ImagesCharlize Theron in "Monster"
In "Monster" (2003) war Charlize Theron in der Rolle der Mörderin Aileen Wuornos kaum wiederzuerkennen. Doch der Aufwand zahlte sich aus: 2004 erhielt sie für ihre Leistung einen Oscar als beste Hauptdarstellerin.
© e-m-sCharlize Theron
Charlize Theron unterzog sich für ihre Rollen immer wieder extremen Verwandlungen. Für ihre Darstellung der überforderten Mutter Marlo in "Tully" (2018) legte sie über 20 Kilo zu. Das hatte nicht nur für ihr Aussehen Folgen: Die Schauspielerin hatte mit Depressionen zu kämpfen.
© Chris Jackson/Getty ImagesJake Gyllenhaal in "Southpaw"
Jake Gyllenhaal pumpte sich für das Boxerdrama "Southpaw" (2015) in geradezu entstellender Weise auf. Insbesondere im Vergleich mit seinem letzten Film vor "Southpaw" war der Schauspieler kaum wiederzuerkennen ...
© TobisJake Gyllenhaal in "Nightcrawler"
In "Nightcrawler" (2014) gab Gyllenhaal als skrupelloser Straßenreporter nicht nur eine schauspielerisch beeindruckene Vorstellung. Auch durch sein Äußeres machte er von sich reden. Dünne Ärmchen, eingefallene Wangen, leerer Blick - so hatte man Gyllenhaal bis dahin nicht gesehen.
© ConcordeRobert De Niro
Ein Jahr lang trainierte Robert De Niro (rechts) mit dem "echten" Jake La Motta (links) das Boxen und absolvierte zum Abschluss seiner "Ausbildung" drei Kämpfe gegen Profis, bevor er den Mittelgewichts-Meister der Jahre 1949 bis 1951 in Martin Scorseses Meisterwerk "Wie ein wilder Stier" (1979) spielte.
© Keystone/Kevin Winter/Getty Images.Robert De Niro in "Wie ein wilder Stier"
Um den von Essen und Alkohol aufgedunsenen Profi-Boxer Jake La Motta in einer späteren Lebensphase zu verkörpern, futterte sich Robert De Niro innerhalb von vier Monaten 27 Kilo an. Der Lohn für die Strapazen: der Oscar als bester Hauptdarsteller.
© Twentieth Century FoxAnne Hathaway in "Les Misérables"
Und noch eine, die Haare ließ: Für die Musical-Verfilmung "Les Misérables" (2012) ließ sich Anne Hathaway die Mähne abschneiden. Ein ungewohnter neuer Look, mit dem sich die US-Schauspielerin in die Hollywood-Geschichtsbücher eintrug: 2013 erhielt den Oscar als beste Nebendarstellerin.
© Universal / Laurie SparhamMatthew McConaughey in "Magic Mike"
Bilder, bei denen viele Frauen weiche Knie bekamen: In "Magic Mike" (2012) glänzte Matthew McConaughey nicht nur mit seinen Tanzkünsten, sondern auch mit seinem durchtrainierten Astralkörper. Mit diesem Cowboy hätte manche Dame gerne Pferde gestohlen. In manch anderen Filmen sah McConaughey nicht ganz so attraktiv aus ...
© ConcordeMatthew McConaughey in "Dallas Buyers Club"
Ist das noch gesund? Als HIV-infizierter Cowboy in "Dallas Buyers Club" sah Matthew McConaughey so ausgemergelt aus, dass man sich fragt: Wie weit sollte ein Schauspieler für seine Rolle gehen? McConaughey ging dafür sehr weit - und wurde dafür belohnt: 2014 erhielt er einen Oscar als bester Hauptdarsteller.
© Ascot EliteHugh Jackman in "Chappie"
Einen schönen Mann kann nichts entstellen? Hugh Jackman hat für seine Rolle im südafrikanischen Sci-Fi-Drama "Chappie" (2015) vielleicht nicht monatelang trainiert oder sich anderswie gequält. Der Vokuhila-Haarschnitt musste aber auch wehgetan haben.
© SonyChristian Bale in "American Psycho"
Christian Bale spielte in "American Psycho" (2000) den selbstverliebten, seelisch verkümmerten Yuppie Patrick Bateman auf beeindruckende Weise. Das für die Rolle nötige Muskelpaket trainierte er sich mühsam an ...
© ConcordeChristian Bale in "Der Maschinist"
Später hungerte er die Muskeln wieder ab. Durch Brad Andersons Thriller "Der Maschinist" (2004) schleicht Bale wie ein Skelett, über das sich ein wenig Haut spannt. 30 Kilo hatte Bale für die Rolle abgenommen! Eingehandelt hat ihm das viel Lob, aber leider keinen Oscar, nicht einmal eine Nominierung für den begehrten Preis.
© e-m-sChristian Bale in "American Hustle"
Nachdem er sich für die Batman-Trilogie von Christopher Nolan zwischenzeitlich wieder in Form gebracht hatte, zeigte Bale in "American Hustle" (2013) eine völlig neue Seite von sich. Für die Rolle eines Trickbetrügers legte sich der Charakterdarsteller eine stattliche Plauze an. Die Frauen im Film fanden ihn trotzdem anziehend.
© Tobis FilmRenée Zellweger in den "Bridget Jones"-Filmen
Ist das der berühmte Jojo-Effekt? Für ihre ersten beiden "Bridget Jones"-Filme (2001, 2016) legte Renée Zellweger jeweils rund zehn Kilogramm zu, nur um sie im Anschluss an die Dreharbeiten wieder purzeln zu lassen. Eine sicherlich strapaziöse, verglichen mit anderen Schauspielern aber doch eher harmlose Prozedur.
© UniversalJared Leto in "Chapter 27"
Erkennen Sie diesen jungen Mann mit der schicken Brille? Es handelt sich um Jared Leto, eigentlich eine Stil-Ikone. Für die Rolle des Mörders von John Lennon in "Chapter 27" (2007) futterte sich der Schauspieler stolze 30 Kilo an.
© EvolutionJared Leto in "Dallas Buyers Club"
Auch in "Dallas Buyers Club" (2013) war Jared Leto kaum wiederzuerkennen. Perücke, Kleid und mächtig viel Schminke - sollte er von Hollywood irgendwann genug haben, als Dragqueen könnte er sicherlich eine erfolgreiche Karriere starten.
© Ascot EliteJared Leto in "Requiem For A Dream"
Eine weitere Rolle, auf die sich Jared Leto (rechts) wie ein Besessener vorbereitete: Für die Drogen-Groteske "Requiem For A Dream" nahm der Sänger der Rockband 30 Seconds To Mars 14 Kilo ab. Auch bemerkenswert: Um sich in die Drogenthematik einzuarbeiten, will sich Leto in bester Method-Acting-Manier mit echten Heroin-Junkies angefreundet haben.
© Artisan Entertainment/Courtesy of Getty ImagesJared Leto in "House of Gucci"
Mut zur Hässlichkeit bewies Leto 2021 in "House of Gucci": Mit Halbglatze, dick aufgetragenem Make-up und ordentlicher Plauze stellte Jared Leto in "House of Gucci" einmal mehr seine Verwandlungskünste unter Beweis. Für die Rolle des Modedesigners Paolo Gucci trainierte er sich sogar einen italienischen Akzent an.
© 2021 Metro-Goldwyn-Mayer Pictures Inc.Linda Hamilton in "Terminator 2"
Da war sogar der ehemalige "Mister Universum" Arnold Schwarzenegger beeindruckt: Seine Kollegin aus "Terminator 2", Linda Hamilton, tauchte zum Dreh des Sci-Fi-Klassikers (1991) mit Muskeln auf, wie man sie sonst nur von Bodybuilding-Wettbewerben kennt.
© StudiocanalLinda Hamilton in "Terminator: Dark Fate"
2019 schlüpfte Linda Hamilton in "Terminator: Dark Fate" erneut in die Rolle der Sarah Connor. Dass sie einmal mehr glänzend aussah, war harte Arbeit: Ein ganzes Jahr habe sie getan, was ihr Fitness-Trainer von ihr forderte, sagte sie in einem Interview. Einfach war das aber nicht. "Ab einem gewissen Alter", fügte sie hinzu, "ist es schwer, Muskelmasse aufzubauen."
© 2019 Twentieth Century FoxJack Nicholson in "Einer flog über das Kuckucksnest"
Während der Dreharbeiten zu "Einer flog über das Kuckucksnest" (1975) zeigte fast der gesamte Cast wahnhaftes Verhalten. Kein Wunder bei den Arbeitsbedingungen. Nach den Drehs ging es in eine Unterkunft, die alles andere als bequem war: Hauptdarsteller Jack Nicholson und Co. übernachteten in einer Psychiatrie, zusammen mit echten Patienten.
© 1975 Fantasy FilmsTom Hanks in "Philadelphia"
Eine erschreckende Wandlung vollzog Tom Hanks auch im oscarprämierten Drama "Philadelphia" (1993). Darin spielte er einen Anwalt, der von seiner Firma entlassen wird. Der Mann ist schwul und hat Aids.
© TriStar PicturesLily Collins in "To The Bone"
Lily Collins, Tochter von Phil Collins, nahm für den Netflix-Film "To The Bone" extrem ab. Viele Fans waren geschockt vom Anblick der Schauspielerin und warfen den Filmemachern vor, Magersucht zu verharmlosen. Doch Collins ging es um das Gegenteil, denn sie hatte "als Teenager genau dieses Problem auch", wie sie in einem Interview gestand.
© Gilles Mingasson / NetflixMark Wahlberg in "Pain & Gain"
Mark Wahlberg (rechts) gehört zu den durchtrainiertesten Schauspielern Hollywoods. Um neben Dwayne "The Rock" Johnson (links) in "Pain & Gain" nicht wie ein halbes Hemd auszusehen, musste er beim Workout aber Extraschichten einlegen: Angeblich trainierte er sich für den Actionfilm 20 Kilogramm Muskelmasse an - und verspeiste zwölf Mahlzeiten pro Tag.
© ParamountDaniel Day-Lewis in "Der letzte Mohikaner"
Spätestens nach dem Dreh von "Der letzte Mohikaner" (1992) waren sich alle einig: Daniel Day-Lewis ist verrückt. Der Schauspieler versetzte sich derart in die Rolle eines Indianerkämpfers, dass er Monate in der Wildnis lebte, nur noch Fleisch von Tieren aß, die er selbst erlegt hatte, und eine Film-Muskete auch während der Drehpausen bei sich hatte.
© 20th Century FoxDaniel Day-Lewis in "Mein linker Fuß"
Dabei hätten die Macher vorgewarnt sein müssen: Als Day-Lewis im Biopic "Mein linker Fuß" (1989) den spastisch gelähmten Künstler Christy Brown verkörperte, blieb er auch während der Drehpausen im Rollstuhl. Wegen seiner verdrehten Haltung brach er sich zwei Rippen und ließ sich füttern.
© teleschau / ArchivHilary Swank in "Boys Don't Cry"
Um für das Transgender-Drama "Boys Don't Cry" (1999) gewappnet zu sein, lebte Schauspielerin Hilary Swank fünf Wochen vor dem Dreh als Mann - mit engen Bandagen über den Brüsten, Socken im Schritt und tiefer Stimme. Ihren Nachbarn stellte sie sich als ihr Bruder James vor. Für die Mühe gab es - Sie ahnen es - einen Oscar.
© Getty ImagesHalle Berry in "Jungle Fever"
Während der Dreharbeiten zu "Jungle Fever" (1991) werden sich die Kollegen von Halle Berry die Nase gerümpft haben. Bei ihrem Debüt weigerte sich die Schauspielerin wochenlang zu duschen - eine drogensüchtige Prostituierte mit einwandfreier Hygiene schien ihr unglaubwürdig. Stattdessen betrieb der spätere Star nur Katzenwäsche.
© Brenda Chase / Online USA / Getty Images