Der dunkle Parabelritter

"Hat mich fertig gemacht": YouTuber kartet nach Aus gegen ARD und ZDF nach

13.03.2026 von SWYRL

Alexander Prinz alias "Der Dunkle Parabelritter" arbeitet nicht länger für Funk, das junge Angebot von ARD und ZDF. "Keinen Millimeter" habe er den öffentlich-rechtlichen Rundfunk verändern können, bilanzierte der YouTuber zum Abschied enttäuscht.

Nach zwei Jahren ist Schluss: Der YouTuber "Der Dunkle Parabelritter" und Funk, das junge Angebot von ARD und ZDF, gehen getrennte Wege. Zum Abschied richtete sich Alexander Prinz, wie der Internet-Star mit bürgerlichem Namen heißt, mit enttäuschten Worten an seine Ex-Arbeitgeber. "Manchmal ist Schlussmachen die beste Option", bilanzierte er in einem Fazitvideo mit dem Titel "Meine Abrechnung" ernüchtert über seine Zeit beim öffentlichen-rechtlichen Rundfunk (ÖRR).

"Schade, dass sie nicht so arbeiten können, wie es für das Internet wirklich nötig wäre", störte sich Prinz vor allem an der schwerfälligen Arbeit hinter den Kulissen. Er schilderte, er habe einen IT-Experten konsultieren müssen, "damit die 300, 400, 500 Quellen und Einblendungen und die vielen hunderten Überarbeitungen pro Video, die ja alle nachverfolgbar sein müssen, überhaupt abbildbar gemacht werden können". Selbst historisch belegte Fakten, etwa die Ermordung von Marie-Antoinette auf der Guillotine, habe er "beweisen" müssen.

Abonniere doch jetzt unseren Newsletter.

Abonniere doch jetzt unseren Newsletter
Mit Anklicken des Anmeldebuttons willige ich ein, dass mir die teleschau GmbH den von mir ausgewählten Newsletter per E-Mail zusenden darf. Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und kann den Newsletter jederzeit kostenlos abbestellen.

"Keinen Millimeter": YouTuber zieht ernüchterndes Fazit nach Zeit beim ÖRR

Dieser bürokratische Aufwand habe ihn zermürbt, gab Alexander Prinz zu: "Da wird zuerst ein Gremium von fünf Landesrundfunkanstalten einberufen, um herauszufinden, wer alles verantwortlich sein könnte und über welchen Topf das finanziert werden kann." Ihm sei es so vorgekommen, als würde der Prozess vor dem Ergebnis priorisiert. Das sei ihm deutlich gegen den Strich gegangen, wie der YouTuber kritisierte: "Das hat mich fertig gemacht, weil überall in der Welt draußen ja ein toller Prozess bei einem beschissenen Ergebnis halt auch völlig wertlos ist."

Zudem fürchte man sich beim ÖRR vor Reibung, beklagte Prinz. Das Ergebnis sei ein Kuschelkurs. "Beim ÖRR ist oft bei allem das Erste, was man sich da fragt: Wer könnte uns dafür angreifen?", monierte der YouTuber und fügte kritisch an: "Und da frage ich mich: Führt das am Ende zur Qualitätssteigerung oder eher zur Selbstzensur?" Hoffnung auf eine Modernisierung des ÖRR hat Prinz wenig: "Ich weiß teilweise gar nicht, ob der überhaupt mitbekommt, was um ihn herum passiert. So sehr dreht er sich um sich selbst."

So kam Alexander Prinz am Ende seiner Zeit bei Funk zu einem für ihn ernüchternden Ergebnis: "Habe ich es geschafft, den ÖRR irgendwie selbst so ein kleines bisschen zu verändern? (...) Keinen Millimeter - wirklich kein einziges, winziges, kleines bisschen."

Das könnte dir auch gefallen


Trending auf SWYRL