Streaming-Plan

Ein norwegischer Kult-Cop ermittelt in Oslo: Das sind die Streaming-Tipps der Woche

20.03.2026 von SWYRL

Der international gefragte Deutsch-Norweger Tobias Santelmann gibt in der Netflix-Serie "Jo Nesbø's Harry Hole" grandios den gefallenen Cop, während das ZDF eine britisch-australische Serienversion von Jules Vernes Weltbestseller "20.000 Meilen unter dem Meer" zeigt. Welche Streaming-Highlights die kommende Woche noch bereithält, verrät die Übersicht.

Wer den Namen Harry Hole liest und dabei nicht die mittlerweile 13 Romane umfassende Kultkrimireihe des norwegischen Autors Jo Nesbø kennt, könnte annehmen, bei diesem Helden handele es sich um eine Comicfigur, etwa einen lustigen, Karotten kauenden Hasen. Doch weit gefehlt: Harry Hole ist der beste, aber auch dunkelste Cop der norwegischen Metropole Oslo. Seit einem fünf Jahre zurückliegenden Einsatz, bei dem ein Kollege durch Harry verschuldet ums Leben kam, treiben Dämonen den Mann um. Rund 50 Millionen Nesbø-Bücher wurden bislang verkauft. Seine Reihe mit düsteren Nordic Noir-Krimis führt der 65-jährige Schriftsteller aus Oslo seit 1997 laufend fort. Bislang gab es erstaunlicherweise erst eine Verfilmung der Stoffe: 2017 erhielt der Kinofilm "Schneemann" mit Michael Fassbender als Harry Hole eher maue Kritiken. Mit der Netflix-Serie "Jo Nesbø's Harry Hole" kommt nun eine weitere hinzu. Was die Streamer in den nächsten Tagen noch zu bieten haben, erfahren Sie in der Übersicht.

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"Jo Nesbø's Harry Hole" - Netflix

Die norwegische Netflix-Serie "Jo Nesbø's Harry Hole" erzählt ab Donnerstag, 26. März, über neun Folgen eine Geschichte, die den Roman "Das fünfte Zeichen" ("The Devil's Star") als Ausgangspunkt nimmt. Darin vermutet der trockene Alkoholiker und Cop Harry Hole (Tobias Santelmann, "Exit", "The Last Kingdom") hinter der aktuellen Mordserie einen Kollegen: Joel Kinnaman ("For All Mankind") verkörpert Holes Gegenspieler Tom Waaler - einen Polizisten, der unter Korruptionsverdacht steht. Nur beweisen kann man dem Mann nichts. Fiebrig und begleitet von Alkoholexzessen versucht Harry gemeinsam mit seiner neuen Kollegin Beate Lønn (Ellen Helinder), dem Verdächtigen etwas nachzuweisen. Dabei verfolgen die Oslo-Cops offenbar einen Serienmörder, der seine Tatorte - gewohnt skandinavisch - groß inszeniert.

Selbst wenn sich "Jo Nesbø's Harry Hole" vieler Nordic Noir-Krimiklischees bedient - vom Serienmord der großen "Schaubilder" bis hin zu kaputt-coolen Charakteren, die nahe am Comichaften in Szene gesetzt werden - macht die Serie großen Spaß. Dies liegt vor allem an ihrer attraktiven Oberfläche, aber auch an gutem Schauspiel. Sehenswert ist "Jo Nesbø's Harry Hole" wegen seines charismatischen Helden und der grandiosen, wenn auch mit vielen Farbfiltern in Szene gesetzten Schauplätze Oslos. Fantastisch ist auch der Soundtrack, der von niemand geringerem als Nick Cave und seinem langjährigen Mitstreiter Warren Ellis komponiert wurde.

"Nautilus" - ZDF

Die zehnteilige ZDFneo-Serie "Nautilus" (ab Freitag, 27. März, alle Folgen in der Mediathek streamen) startet actionreich und nimmt den Zuschauer mit ins Jahr 1857. Gleich zu Beginn geht es in dem sehr frei nach Jules Verne erzählten Abenteuer hoch her: In einer nächtlichen Aktion gelingt Nemo (Shazad Latif) gemeinsam mit einer Gruppe Aufständischer die Flucht aus einer Strafkolonie in Indien. Dort wurde unter strengster Geheimhaltung ein neuartiges Unterseeboot gebaut, die Nautilus. Genau dieses Schiff wird nun zum rettenden Ausweg.

Neben Nemo schaffen es weitere Gefangene sowie der Architekt Benoit (Thierry Frémont) an Bord, der am Bau des U-Boots beteiligt war. Und dann ist da noch Humility Lucas (Georgia Flood) eine junge Engländerin, die durch unglückliche Umstände ebenfalls auf der Nautilus landet. Damit ist die Crew komplett und sie könnte kaum ungewöhnlicher zusammengesetzt sein. Was folgt, ist eine Reise voller Gefahren, Wendungen und Abenteuer. Für zusätzliche Unruhe sorgt Nemo selbst, dessen impulsive und temperamentvolle Art nicht immer auf Gegenliebe stößt.

Natürlich bleibt die Flucht nicht unbemerkt. Der skrupellose Company-Direktor Crawley (Damien Garvey) heftet sich an ihre Fersen. Auch Nemos rachsüchtiger Jugendfreund Billy (Luke Arnold) mischt mit, ebenso wie Humilitys überheblicher Verlobter Lord Pitt (Jacob Collins-Levy). Sie alle sind fest entschlossen, die Nautilus aufzuspüren und Nemo zur Strecke zu bringen. Das Ergebnis ist ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel, das sowohl über als auch unter Wasser für Nervenkitzel sorgt. Doch "Nautilus" kann mehr als Action. Immer wieder blitzt Humor auf, der die Geschichte angenehm auflockert. Die britisch-australische Produktion wurde von Showrunner James Dormer entwickelt und ist inspiriert von Jules Vernes Weltbestseller "20.000 Meilen unter dem Meer".

"Scrubs" - Disney+

Kann man (halbwegs) authentisch den herausfordernden Alltag junger Ärzte zeigen - und dabei trotzdem die Lacher auf seiner Seite haben? Man kann! "Scrubs" (2001-2010) erzählte mit Witz über "Die Anfänger" (so der deutsche Untertitel) am fiktiven Sacred Heart Hospital und machte seine Darsteller zu (Sitcom-)Stars. 15 Jahre nach dem eigentlichen Serienende geht die Sitcom weiter. Mit der Internistin Dr. Elliot Reid (Sarah Chalke), dem liebenswert, tollpatschigen Dr. John Michael "J.D." Dorian (Zach Braff) und dem Chirurg Dr. Christopher Turk (Donald Faison) kehren die Sympathieträger von einst am Mittwoch, 25. März, mit einer neuen zehnten Staffel zu Disney+ zurück, um Nachwuchsärzte und Praktikanten anzuleiten.

In den USA, wo die neue Staffel bereits Ende Februar Premiere feierte, wurde die erste Folge innerhalb der ersten fünf Tage von 11,4 Millionen Menschen gesehen. Auf der Bewertungsplattform "Rotten Tomatoes" äußerten sich 89 Prozent der Rezensenten positiv. Insgesamt umfasst die Staffel neun Folgen, die im wöchentlichen Rhythmus bei Disney+ veröffentlicht werden

"Daredevil: Born again", Staffel zwei - Disney+

Der Neustart hat "Daredevil" gutgetan: Nachdem Marvels blinder Superanwalt Matt Murdock (Charlie Cox) im vergangenen Jahr nach siebenjähriger Zwangspause bei Disney+ die Arbeit wieder aufgenommen hat, folgt ab Mittwoch, 25. März, die zweite Staffel von "Daredevil: Born Again". Die acht neuen Episoden sind nicht weniger beklemmend, gewalttätig nah an einer düsteren Wirklichkeit, in der nur das Recht des Stärkeren gilt.

Nein, viel Fantasie braucht es nicht, um in New York unter Bürgermeister Wilson Fisk alias Kingpin (Vincent D'Onofrio) Parallelen zur aktuellen Lage der Nation zu erkennen. Das war schon in der ersten Staffel der Klasse-Serie so. Vielleicht war man vor einem Jahr noch überrascht von der Brutalität und Willkür, mit der Fisks hochgerüstete Task Force gegen unerwünschte Menschen vorgeht und sich für nichts rechtfertigen muss. Das passte zwar in den Kontext der Serie, doch mittlerweile weiß man, dass es fast eine Art Prophezeiung war.

Matt Murdock hat längst begriffen, dass sein Kampf gegen Fisk auch ein Kampf um die Stadt und um die Zukunft ihrer Bewohner ist - und dass er dafür seinen inneren Dämonen Daredevil freilassen muss. Was Hoffnung macht: Murdock ist nicht allein. Seine alte Freundin Karen Page (Deborah Ann Woll) spielt eine größere Rolle in der zweiten Staffel, und mit der wunderbaren Anti-Heldin Jessica Jones (Krysten Ritter) bekommt Daredevil schlagkräftige Unterstützung.

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