"Bares für Rares"
Susanne Steiger und Benjamin Leo Leo wussten sofort Bescheid: Das war ein Picasso! Solch ein Name bei "Bares für Rares" - da musste jemand tief in die Tasche greifen ... Horst Lichter war sich der Besonderheit des Mitbringsels zunächst jedoch nicht bewusst.
© ZDFBares für Rares
"Wo hast du diese Fischplatte her?", fragte Moderator Horst Lichter Berthold aus Hausen im Wiesental, nachdem er überlegt hatte, ob das nun eine Scholle oder eine Dorade darstellen sollte.
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"Die habe ich von der Tochter von einer guten Freundin von uns, die verstorben ist", erzählte der Verkäufer. "Die habe ich immer sehr unterstützt jahrelang. Das war ein Geschenk als Anerkennung."
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Was Berthold nun gerne wissen wollte: Ist die Platte echt? Wie alt ist sie? Und was ist sie wert?
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Was der Experte Colmar Schulte-Goltz sicher sagen konnte: "Dass sie in einem Keramikatelier von Hand geschaffen wurde." Und zwar nach der Idee eines berühmten Künstlers - "natürlich Pablo Picasso".
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"Pablo Picasso hat diese Platte entworfen. Das heißt nicht unbedingt, dass er sie selbst ausgeführt hat", räumte der Experte ein. "Und er hat sie auch nicht selbst bemalt." Obendrein stammte das Stück aus einer sehr großen Serie.
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Den Nachweis lieferte der Stempel des Ateliers Madoura in Vallauris. "Wir wissen aus den allgemein zugänglichen und bekannten Unterlagen, dass wohl 100 Exemplare nach dem einzelnen Urbild gefertigt wurden", meinte Schulte-Goltz.
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Den Wert der Bildplatte "Fisch auf schwarzem Grund" aus dem Jahr 1952 sah der Experte trotz kleiner Abplatzungen bei 8.000 bis 9.000 Euro - immerhin mehr als die gewünschten 7.000 Euro. "Und das für so ein Tellerchen", zückte Lichter die Händlerkarte.
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Susanne Steiger stockte direkt der Atem, als sie den Teller enthüllte: "Picasso!" Jos van Katwijk staunte: "Wirklich?"
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"Ein großer Name", begrüßte Steiger den Verkäufer im Händlerraum. "Schöne Form, das ist ein tolles Stück, das macht sich sicherlich gut, egal wo es steht", bot David Suppes die gewünschten 7.000 Euro.
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Bei 7.300 Euro bekam er den Zuschlag. "Da haben Sie mir eine Riesenfreude gemacht", blätterte Suppes glücklich das Geld auf den Tisch. "Hui! Haben wir wieder einen Picasso bei 'Bares für Rares'! Toll!"
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"Ästhetik war da nicht im Vordergrund", fiel Horst Lichter zur Kaltnadelradierung "Bayer - Dormagen" von Anatol Herzfeld aus dem Jahr 1988 ein. Trotzdem lag der Wert bei 350 bis 450 Euro.
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Für 300 Euro kaufte Benjamin Leo Leo das limitierte Kunstwerk.
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Die Brosche mit Diamanten und Perlen von Hofjuwelier H. J. Wilm aus der Zeit nach 1912 wurde auf 500 bis 600 Euro geschätzt.
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Das lag jedoch weit unter dem Wunschpreis von 2.000 Euro. "Dann würde ich sie behalten", beschloss die Verkäuferin.
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Den Kinderwagen von Ernst Albert Naether aus der Zeit um 1900 schätzte der Experte auf 800 bis 1.000 Euro.
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David Suppes meinte: "Die Verkäuflichkeit ist hier auf jeden Fall ein Thema. Die stehen in der Regel." Leider zeigte niemand Kaufinteresse.
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Der Diamantring aus den 1910er-Jahren hatte einen Wert von 1.200 bis 1.500 Euro.
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Susanne Steiger kaufte das Schmuckstück für 1.100 Euro: "Ein schöner Verlobungsring."
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Der Pfeifen-Anzünder des Duke of Edinburgh aus Sterling Silber mit Gravur aus dem Jahr 1868 wurde dank der königlichen Provenienz auf 2.400 bis 3.000 Euro geschätzt.
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Benjamin Leo Leo gab 2.100 Euro aus: "Das ist das erste Stück, das ich vom Duke habe."
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