Im Interview zu "The UnBelievable"

"Ghostbusters"-Star Dan Aykroyd: "Ich hatte Begegnung mit mindestens zwei UFOs"

07.03.2025 von SWYRL/Elisa Eberle

In der Doku-Serie "The UnBelievable mit Dan Aykroyd" (ab Donnerstag, 13. März, bei The HISTORY Channel) widmet sich der "Ghostbusters"-Star abermals mysteriösen Ereignissen. Im Interview spricht der 72-Jährige über inspirierende Überlebensgeschichten und zukünftige Karrierepläne.

Dan Aykroyd gehörte in den 1970-ern zur Urbesetzung von "Saturday Night Live" und wurde mit Kino-Filmen wie der Musik-Komödie "Blues Brothers" (1980) und der "Ghostbusters"-Reihe (ab 1984) zum Weltstar. Inzwischen ist der gebürtige Kanadier 72 Jahre alt, doch an den Ruhestand denkt Dan Aykroyd noch lange nicht. Vergangenes Jahr erst schlüpfte er in "Ghostbusters: Frozen Empire" abermals in die Rolle des Geisterjägers Dr. Ray Stantz. Darüber hinaus vertreibt der dreifache Vater eine eigene Wodka-Marke und träumt davon, die US-amerikanische Veranstaltungsstätte "House of Blues" nach Berlin zu bringen.

In der Doku-Serie "The UnBelievable" widmet sich der studierte Kriminologe und Soziologe seiner Leidenschaft für weltliche und paranormale Phänomene. Die zweite Staffel (zehn Folgen) ist ab Donnerstag, 13. März, wöchentlich um 20.15 Uhr, bei The HISTORY Channel, oder auf Abruf bei HISTORY Play (über Amazon und YouTube) sowie im Angebot des HISTORY Channels bei WOW/Sky, Magenta TV (Telekom) und GigaTV (Vodafone) zu sehen. Folge eins "It Came From Above" ("Es kam von oben") zeigt, welch bisweilen unglaubliche Dinge einst vom Himmel fielen und dabei oft großen Schaden anrichteten. So erzählt Dan Aykroyd unter anderem die Geschichte einer jungen Frau, die im Schlaf zu Hause von einem Meteorit getroffen wurde. Was für ihn den Reiz an solchen eigentlich unfassbaren Geschichten ausmacht, verrät Dan Aykroyd im Interview.

teleschau: Mr. Aykroyd, Hand aufs Herz: Können Sie nach all den furchteinflößenden Geschichten von herabstürzenden Meteoriten oder extra starken Tornados, die Sie in "The UnBelievable" erzählen, überhaupt noch ruhig schlafen?

Dan Aykroyd: Nun, ich mache mir keine Sorgen um Meteoriten. Worüber ich mir Sorgen mache, sind menschliche Mechanismen, Dinge, die uns transportieren, wie zum Beispiel Ozeandampfer, die sinken oder torpediert werden. Ich mache mir Sorgen über die Geschwindigkeit - von Autos ... Also mir machen all die Dinge, die der Mensch erschaffen hat, mehr Angst als die Dinge aus dem Weltraum, mit denen der Mensch klarkommen muss.

teleschau: Hat sich Ihr Blick auf die Gefahren der Welt durch die Arbeit an der Serie verändert?

Aykroyd: Nichts, was die Menschheit tut, würde mich überraschen. Aber ich wusste nichts von den fantastischen Fluchten aus Gefahren, die Menschen durchgemacht haben. Da gibt es einen Mann, der in einem Boot auf dem Meeresgrund vier oder fünf Tage lang in einem Luftloch überlebt hat und irgendwie wieder herauskam. Das sind sehr inspirierende Überlebensgeschichten. Mein Blick auf die Welt hat sich verbessert, aber er hat sich nicht verändert, was die Menschen an Leistungen oder sogar an Grausamkeiten vollbringen können.

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"Ich bin ein kanadischer Optimist. Ich will hoffen!"

teleschau: Welche Grausamkeiten meinen Sie?

Aykroyd: Es gab einen französischen König, dem die Suppe seines Kochs nicht schmeckte, also ließ er ihn hinrichten. Das ist eine unserer Geschichten. Wir machen eine Folge über Rache. Wir machen eine Folge über militärische Waffen, die getestet wurden und sich als absolute Torheit erwiesen haben. Einige dieser Geschichten sind wirklich lustig: Wie die Leute versucht haben, Tauben mit Bomben zu versehen und sie in die Schlacht zu schicken. Es steckt also auch eine Menge Humor und Ironie in all diesen Geschichten. Ich glaube, das macht sie so unterhaltsam. Sie sind nicht nur gut recherchiert und gut präsentiert, sondern sie sind auch lustig.

teleschau: Es ist also der Humor, aus dem Sie Ihre Hoffnung schöpfen, in einer Welt, in der alle verrückt werden?

Aykroyd: Ich denke, wann immer wir lachen können, spendet es auch Hoffnung. Es ist eine Menge Verrücktheit im Spiel. Ich hoffe, die Leute lachen, und ich hoffe, die Leute werden von diesem Film unterhalten. Und ja, Lachen ist sehr wichtig, und es ist auch medizinisch erwiesen, dass es ein wirksames Heilmittel für viele Krankheiten. Lachen ist wertvoll, denn es setzt Endorphine frei und erleichtert.

teleschau: Angesichts der ganz großen Probleme wie dem Klimawandel, der auch Teil von "The UnBelievable" ist, bleibt uns letztlich doch eher wenig Grund zu Lachen ... Oder haben Sie auch hier noch Hoffnung?

Aykroyd: Der Planet Erde wird immer ein radikales Klima haben, aber es scheint, dass Ereignisse wie starke Hurrikans mehr werden. Sie sind größer, und sie sind gefährlicher. Das ist eine Sache, vor der ich wirklich Angst habe, ebenso wie vor der Kraft der Elemente im Allgemeinen. Aber ich glaube auch, dass die Menschheit es schaffen wird, sich selbst zu retten. Mit der Industrie und den vielen Geldern, die für den Kampf gegen den Klimawandel ausgegeben werden, haben wir eine gewisse Hoffnung. Doch die globale Erwärmung seit Beginn der Aufzeichnungen beträgt jetzt schon mehr als 1,5 Grad Celsius. Das heißt, wir müssen etwas unternehmen - und damit meine ich nicht die Flucht zum Mars! Wir werden weiterhin hier auf der Erde leben und uns mit all dem auseinandersetzen müssen. Meine Befürchtung ist, dass wir den Punkt überschreiten, an dem wir nichts mehr ändern können. Aber ich möchte weiter hoffen! Ich bin ein Optimist. Ich bin ein kanadischer Optimist. Ich will hoffen!

"Ich habe ein paar Dinge gesehen, die nicht sein sollten"

teleschau: In einem früheren Interview sagten Sie, dass Sie sich für paranormale Phänomene interessieren. Aliens erwähnen Sie auch in "The UnBelievable". Woher rührt Ihr Interesse an derlei Geschichten?

Aykroyd: Mein Urgroßvater war in den 1920er-Jahren ein Spiritualist und ein Forscher des Paranormalen. Er veranstaltete Séancen in einem alten Bauernhaus mit einem Familienmedium, das die Verstorbenen lenkte und sie zurückbrachte. Er glaubte also an ein Leben nach dem Tod. Er glaubte an ein Bewusstsein nach dem Tod. Damit einher geht die ganze Sache mit den Geistern. Also habe ich die "Ghostbusters" geschrieben, basierend auf alten Komödien wie jenen von Abbott und Costello, Bob Hope oder Dean Martin, sowie auf den Forschungen meines Urgroßvaters und dem, was damals in der paranormalen Forschung passierte.

teleschau: Doch was genau interessiert Sie an derlei Geschichten?

Aykroyd: Was mich an der Materialisierung eines Geistes interessiert, ist die Frage, was physisch, chemisch, biochemisch und molekular vor sich geht, damit ein lebender Mensch die Materialisierung eines Verstorbenen in einer realen Form, wie ein 3D-Bild, sehen kann. Gott, was muss das für eine Energie sein! Woher kommt diese Energie, von der anderen Seite? Das ist wirklich faszinierend für mich. Und all diese Geistergeschichten, die man hört, wie die des kleinen Mädchens auf der Queen Mary in Long Beach, das im Pool ertrunken ist und seither von Hunderten von Menschen gesehen wurde.

teleschau: Hatten Sie selbst auch schon einmal eine paranormale Erfahrung?

Aykroyd: Ich habe ein paar Dinge gesehen, die nicht sein sollten: Ich hatte Begegnung mit mindestens zwei UFOs. Ich habe zwar noch nie einen Geist gesehen, doch ich hatte einige großartige Sitzungen mit Medien, die mir Dinge erzählten, die nur ich und die verstorbenen Personen wissen konnten. Ich bin also ziemlich überzeugt, dass dieses Erlebnis echt ist. Das ist aufregend und unterhaltsam für mich als Schriftsteller.

"Wir bringen die 'Ghostbusters' in die Zukunft"

teleschau: Sie erwähnten die "Ghostbusters". Netflix plant eine neue animierte Serie aus dem "Ghostbusters"-Universum. Was denken Sie darüber? Kann das funktionieren?

Aykroyd: Oh ja, das wird großartig funktionieren. Ich kann nicht viel darüber sagen, aber wir werden in der Lage sein, an Orte zu gehen, an die man in normaler, echter Live-Action nicht gehen könnte.

teleschau: Das heißt, Sie sind Teil des neuen Projekts?

Aykroyd: Ja. Ich bin als ausführender Produzent dabei und auch als Mitglied des Ghost Corps mit Jason Reitman und Gil Keenan. Wir drei bringen die "Ghostbusters" in die Zukunft.

teleschau: Der erste "Ghostbuster"-Film erschien 1984, also vor über 40 Jahren. Was fasziniert die Menschen bis heute daran?

Aykroyd: Nun, die Menschen lieben Geister, und sie lachen gerne. Und es gab so viele tolle Lacher darin. Das gilt auch für die nachfolgenden Filme zwei und drei, ebenso wie für den Frauenfilm von Paul Feig. Die Leute lieben Geister, Technologie und Fantasie, und sie lieben gute, temporeiche Unterhaltung. Und genau das hat Ivan Reitman ihnen mit dem ersten Film gegeben und damit die Vorlage für weitere Filme geliefert.

teleschau: Letzte Frage: Welche beruflichen Träume verfolgen Sie, jenseits der "Ghostbusters", noch?

Aykroyd: Ich habe kürzlich ein Buch geschrieben, das jetzt noch veröffentlicht werden muss. Und ich will weiter an meiner Wodka-Firma, Crystal Head Wodka, arbeiten. Wir betreten ständig Neuland und sind bereits in 80 Ländern vertreten. Und dann habe ich noch meine Band, so lange ich mich noch bewegen, reden und atmen kann, möchte ich noch ein paar Konzerte spielen. Außerdem würde ich gerne ein House of Blues nach Berlin bringen.

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