26.04.2026 von SWYRL/Jasmin Herzog
"The Crow - Die Krähe" wurde wegen des bei den Dreharbeiten verstorbenen Hauptdarstellers zum Mythos, ist aber auch so eine gelungene Comic-Verfilmung.
Lack, Leder, Gothic: Bei "The Crow" lockten die Schauwerte. Noch mehr aber der Mythos um den Hauptdarsteller Brandon Lee ließ die Zuschauer - allein in Deutschland waren es über eine Million - ins Kino strömen. Während des Drehs kam der damals 28-jährige Schauspieler unter mysteriösen Umständen zu Tode - und wurde dadurch unsterblich. Tele 5 wiederholt den düsteren Kultstreifen (1994), dem bislang mehrere wenig geglückte Fortsetzungen folgten, am Sonntag, 26. April, um 22.20 Uhr.
Eine Reihe ungeklärter Unglücksfälle, die mehrere Verletzte forderten, hatte die Produktion von "The Crow" bereits in die Schlagzeilen gebracht. Aber es waren nur noch acht Drehtage. In einer der letzten Szenen sollte der Darsteller Michael Massee - wie vom Skript vorgeschrieben - mit einer 44-er auf Hauptakteur Brandon Lee feuern. Lee, Sohn des Karate-Stars Bruce Lee, brach getroffen zusammen und starb 13 Stunden später.
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Was bleibt ist eine glänzende Comic-Verfilmung
Nur fünf Meter waren es damals, die Lee von Michael Massee trennten - zu wenig für die Patronenattrappen, deren zu starke Ladung ein Projektil in den Bauch des Schauspielers rammte. Ein Schuldiger wurde nicht gefunden. Lange Zeit war ungewiss, ob man die Dreharbeiten fortsetzen sollte, zumal eine Reihe von Szenen mit Brandon Lee noch nicht abgedreht waren. Regisseur Alex Proyas behalf sich mit Computer- und Archivanimationen.
Im Vergleich zur tragischen Entstehung ist die Story von "The Crow" schnell erzählt: Ein Jahr nachdem der Gitarrist Eric Draven (Lee) und seine Verlobte Shelly (Sofia Shinas) im Auftrag des sadistischen Drogen-Gangsters Top Dollar grausam ermordet wurden, kehrt Eric aus dem Reich der Toten zurück. Mit übermenschlichen Kräften versehen und von einer mysteriösen Krähe begleitet, begibt er sich auf einen gnadenlosen Rachefeldzug gegen seine Peiniger von einst.
Was am bitteren Ende blieb, ist eine düstere, mitunter etwas kitschige, aber durchweg glänzende Comicverfilmung sowie ein gewaltiger Soundtrack, zu dem bis heute in Gothic-Diskotheken abgetanzt wird.



