"Bares für Rares"
In der Mittwochsausgabe von "Bares für Rares" (ZDF) sorgten skurrile Promi-Köpfe aus Plastik für Unterhaltung. Horst Lichter konnte sich vor Lachen kaum halten - besonders, als ihm dämmerte, wer da vor ihm stand ...
© ZDF"Bares für Rares"
"Das ist das Kurioseste, was wir jemals in der Sendung hatten", erklärte Lichter, als er die komischen Puppenköpfe im Raum sah. Verkäufer Carsten aus Hürth hatte die Objekte von einem Bekannten, der die Köpfe in den 1990er-Jahren für Werbefilme entwickelt hatte. Nach einem Umzug landeten die Figuren im Atelier des Verkäufers.
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"Seit fünf Jahren will ich, dass Carsten zu 'Bares für Rares' geht", fuhr Anja fort, eine Kollegin aus Köln. "Dafür bin ich dir sehr dankbar", meinte Lichter zu ihr. Zudem interessierte den Moderator, ob Carsten selbst Künstler sei. Der Verkäufer erklärte, er sei Puppenspieler - und zwar für die "Sesamstraße".
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In der berühmten Kinderserie mimte Carsten die Rollen von Bert und dem Krümelmonster. "Nein", rief Lichter total begeistert, als der Verkäufer die Stimmen der beiden Figuren imitierte. "Ich geh' kaputt", lachte sich der Moderator schlapp und erklärte, nach der Sendung unbedingt ein Autogramm von Carsten haben zu wollen.
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Doch zurück zu den Puppenpersönlichkeiten, die zum Verkauf standen. Detlev Kümmel erkannte darin Karikaturen von Prominenten wie Richard Gere, Franz Beckenbauer und Steven Spielberg. Ebenfalls überzogen geformt waren Julia Roberts, Eddie Murphy, Danny DeVito, John Travolta und David Duchovny - allesamt in Polyurethanschaum.
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Die Handpuppen konnten mit einem Griff die Augen klimpern lassen. Einige der Köpfe waren aber defekt - außer John Travolta. Mit einem Knopfdruck schloss die Puppe ihre Augen. Die Köpfe wurden im Jahr 1998 anlässlich der Fußball-WM für Werbefilme auf ProSieben von Nautilus Productions in Auftrag gegeben. "Eine sehr schöne Idee", fand Lichter.
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"Irgendwas im sieben- bis achtstelligen Bereich" wünschte sich Carsten schmunzelnd. Zufrieden sei er aber eigentlich auch mit 120 Euro pro Kopf, also insgesamt 960 Euro. Experte Kümmel taxierte sogar höher, auf 1.600 bis 1.800 Euro. "Was machst du mit dem Erlös?", wollte Lichter wissen. "Natürlich auf den Kopf hauen", scherzte der Verkäufer.
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Im Händlerraum kam vor allem der Kopf von John Travolta sehr gut an - immerhin zeigte er dessen Kult-Rolle als Vincent Vega in "Pulp Fiction". Und so schlüpfte Daniel Meyer kurzerhand selbst in die Rolle des Schauspielers und versteckte sich hinter dem Pult. Jan Cizek zog sich lieber die passenden Gummihände über.
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"Aus den Händen kommt man nicht mehr raus", lachte der Verkäufer (links). Doch das schien Cizek nicht weiter zu stören. Er neckte damit auch Elke Velten und meinte: "Eine ganz Süße bist du." Doch die Händlerin hatte kein Interesse - auch nicht an den Handpuppen, die damals wohl 10.000 DM pro Stück in der Produktion gekostet hatten.
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Daniel Meyer (links) hatte hingegen großes Interesse und fand die Köpfe "mega": "Das sind genau die Sachen, die wir suchen - Sachen, die man nicht regulär kaufen kann und die es nur einmal gibt." Doch den Anfang machte Christian Vechtel. Er bot 800 Euro für die Objekte. Dann erhöhte Meyer auf 900 Euro und Vechtel rundete auf 1.000 Euro auf.
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Das Duell zwischen den Händlern zog sich weiter hin, bis Vechtel (links) schließlich nach dem Wunschpreis fragte. Dieser belief sich auf 1.500 Euro. "Sollen wir uns die Köpfe für den Preis teilen, Daniel?", schlug er vor. Sein Kollege stimmte sofort zu. Auch der Verkäufer war einverstanden, mahnte jedoch augenzwinkernd: "Streitet euch nicht." Vechtel lachte: "Nein, wir doch nicht."
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Als weiteres Objekt der Sendung wurde eine Chanel-Brosche von Wendela Horz als Modeschmuck aus Kunstharz aus dem Jahr 1996 identifiziert. Entworfen hat das Stück Karl Lagerfeld. "Wir sind ab einem Euro dabei", scherzt die Verkäuferin über ihren Wunschpreis. Doch die Expertin schätzte den Wert auf 300 Euro - die Anaisio Guedes letztlich auch bezahlte.
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Zwei Tier-Bronzen des deutschen Bildhauers Franz Josef Pallenberg waren Bianca Berding zufolge jeweils 1904 und in den 1940er-Jahren hergestellt worden. Der Wunschpreis lag bei 1.200 Euro, geschätzt wurden 2.300 bis 2.600 Euro und Händler Jan Cizek zahlte 2.000 Euro.
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Eine Schachuhr des bekannten Uhrmachers Paul Posingis (Hamm) datierte Detlev Kümmel auf die 1930er- oder 40er-Jahre. Gewünscht wurden 150 Euro. Kümmel schätzte die handgefertigte Uhr auf 250 bis 300 Euro. Am Ende zahlte Jan Cizek 250 Euro.
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Wendela Horz fand das Armband aus 585er Weißgold mit Diamanten und Smaragden "sehr schön" und datierte das Stück von Karl Scheufele auf die 1930er-Jahre. Der Wunschpreis lag bei 2.000 Euro. Die Expertin schätzte 1.500 bis 1.800 Euro. Am Ende zahlte Daniel Meyer 1.800 Euro.
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