09.01.2026 von SWYRL/John Fasnaugh
Die Sterne, Versengold und Robyn, die mit einer neuen Single in das Jahr 2026 startet und damit endlich auch ein neues Album ankündigt: Erfahren Sie hier, was neu, wichtig und hörenswert ist in der Welt der Musik.
Visionärer Dance-Pop, getragen von einer unverwechselbaren Stimme: "Talk To Me" erkennt man schon nach wenigen Sekunden eindeutig als neuen Robyn-Song. Nachdem die schwedische Musikerin erst vor wenigen Monaten ihr Comeback feierte, hat sie nun mit einer neuen Single ihr nächstes Album angekündigt. Neues und Hörenswertes gibt es außerdem von Die Sterne und Versengold.
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Robyn - Talk To Me
Was zuletzt schon viele Fans gehofft und vermutet hatten, wird Realität: ein neues Album von Robyn, endlich! Bereits im November feierte die schwedische Pop-Ikone ein viel beachtetes Comeback mit "Dopamine", ihrem ersten neuen Song seit immerhin sieben Jahren. Wenige Monate später hat Robyn nun auch einen neuen Langspieler angekündigt und mit "Talk To Me" direkt eine weitere Vorab-Single veröffentlicht.
Mit "Talk To Me" liefert Robyn modernen, lebhaft pulsierenden und sehr sinnlichen Dance-Pop, und mit der Zeile "I'm feeling so sexistential" greift sie auch schon das übergeordnete Thema dieser künstlerischen Phase auf: "Sexistential" (ein Kunstwort, übersetzt "sexistenziell") heißt das Album, das am 27. März erscheinen soll. Auf ihrer ersten neuen Platte seit "Honey" (2018) befasst Robyn sich mit Sexualität, aber auch mit "Nähe, Unabhängigkeit und Identität". Die Arbeiten an "Sexistential" begannen bereits 2020 während der Corona-Pandemie, produziert wurde die Musik erneut von Robyns langjährigem Wegbegleiter Klas Åhlund (Madonna, Kesha).
Die Sterne - Wenn es Liebe ist
"Wichtig", so hieß vor über 30 Jahren das allererste Album von Die Sterne. Keine Chartplatzierung, kein Gold und kein Platin. Für das Musikgeschäft, das große Business, war diese Band damals nicht wichtig, und heute ist sie es erst recht nicht. Aber ohne Die Sterne mag man sich die deutsche Indie-Szene weiterhin nicht vorstellen. Vier Jahre nach "Hallo Euphoria" (2022) zeigt die Hamburger Formation um Frank Spilker jetzt mit "Wenn es Liebe ist", warum sie auf ihre Art eben doch unverzichtbar ist.
Eine Band, die wichtig ist, ohne sich wichtig zu machen oder sich selbst zu ernst zu nehmen - das sind Die Sterne, die mit "Wenn es Liebe ist" ihre wieder mal ganz eigene Sicht auf die Welt teilen. Locker, geistreich, absurd, witzig, virtuos, immer mit einem scharfen Blick auf Politik und Gesellschaft. In "Ich nehme das Amt nicht an" singt Spilker ohne Schwarzweiß-Denken von Menschenrechten, Überforderungsgefühlen und tiefer gelegten Karren, später ist er "Fan von Irgendwas" und "Easy auf Rezept". Sehr sonderbare und sehr sympathische Wundertüten-Musik ist das, ein genialer Mix aus Spaß und Kunst - man sollte froh über jede Sekunde davon sein. Ab März gehen Die Sterne mit den neuen Songs auch wieder auf Tour.
Versengold - Eingenordet
"Es ist warm und weich und wonnig und mein liebstes Accessoire / Herrlich duftend und vierlagig, dazu noch recyclebar" - Ist das der Moment, nach über 20 Jahren Bandgeschichte und neun Alben, in dem Versengold die Themen ausgehen? Oder sollte man sie feiern, weil jetzt endlich mal jemand eine "Klopapier"-Hymne geschrieben hat? Die Meinungen gingen bei dieser Band immer schon weit auseinander, daran wird sich wohl auch mit dieser neuen Platte "Eingenordet" nichts ändern. Aber Versengold, das steht fest, haben weiterhin ihren Spaß ...
Zu Beginn ihrer Karriere waren die Bremer noch eng mit der Mittelalter-Szene verbunden, inzwischen spielen sie einen breiter aufgestellten, massentauglichen Folk-Rock mit weniger Theater. Aber wild und stimmungsvoll geht es nach wie vor zu. Das "Klopapier"-Lied entpuppt sich als pfiffige "Du gehst mir am Allerwertesten vorbei"-Ansage, an anderer Stelle wird wieder mal auf den Tischen getanzt und auch mit der "Klabauterfrau" geflirtet. So setzen Versengold nach zuletzt vier Top-Fünf-Chartplatzierungen weiterhin auf leicht zugänglichen, launigen Party-Folk-Rock. Zwischendurch werden aber auch mal ernste Töne angeschlagen - zum Beispiel im Lied "Falscher Leuchtturm" mit Gastbeitrag von Madsen, das von Verblendung, Manipulation und Machtmissbrauch handelt.



