50 Jahre Apple

Tech-Gigant: Das steckt hinter dem Namen Apple und dem berühmten Logo

01.04.2026 von SWYRL/Wilhelm Flemmer

Apple gehört zu den wertvollsten Konzernen der Welt. Seinen Namen und sein Logo kennt jeder Mensch, wie aber kam der iPhone-Hersteller zu beidem?

Als sie am 1. April 1976 das Unternehmen Apple - der Legende nach - in einer Garage gründeten, werden weder Computeringenieur Steve Wozniak noch auch selbst der überfliegende Techvisionär Steve Jobs geahnt haben, dass sie damit den Grundstein für einen Weltkonzern gelegt hatten. Doch so erfolgreich Apple mit den Jahren auch wurde und so fest er sich im Alltag etlicher Nutzerinnen und Nutzer verankerte, so diffus blieb das Wissen um Name und Logo des Tech-Konzerns. Wer ist eigentlich und warum auf die Idee gekommen, ein Computerunternehmen nach einer Frucht zu benennen?

Dies eine vorweg: Der berühmte Apfel Alan Turings hat entgegen eines sich lange hartnäckig haltenden Gerüchts eher nichts weder mit dem Namen noch mit dem Logo Apples zu tun. Der große britische Mathematiker starb bekanntlich unter Zuhilfenahme der genannten Frucht. Den Apfel hatte das wegen seiner Homosexualität verfolgte Mathegenie mit der Absicht vergiftet, sich das Leben zu nehmen. Er aß von dem mit Cyanid verseuchten Apfel und starb. Er starb also und war nicht scheintot, so wie das Schneewittchen aus Disneys Zeichentrickfilm von 1937, das von einem Prinzen zuletzt wachgeküsst wird. "Schneewittchen und die sieben Zwerge" zählte zu Turings Lieblingsfilmen, und es heißt, er wählte seinen Tod mit Blick auf die Art, wie das Märchen-Mädchen starb.

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Sind die Beatles der Urheber von Apple?

Turing war nicht nur ein genialer Mathematiker, er gehört auch zu den großen Computer-Pionieren. Das und der vergiftete Apfel böten sich daher perfekt an, Name und Logo des Apple-Konzerns mit der tragischen Geschichte des Wissenschaftlers zu verknüpfen. Wahrscheinlicher ist aber eine viel einfachere und weniger hochtrabende Erklärung.

Es ist eine Erklärung gleichwohl, die Apple-Guru Jobs selbst formulierte. In Walter Isaacsons Biografie "Steve Jobs" ist sie Buchstabe für Buchstabe nachzulesen. Demnach hatte Jobs in den 1970er-Jahren eine Obstdiät gemacht und hatte in dem Zusammenhang eine Apfel-Plantage besucht, "eine Art Kommune", wie sich Wozniak erinnerte - auch das von Isaacson festgehalten. Die Erfahrung auf der Plantage und sein Faible für Äpfel jedenfalls soll Jobs schließlich zu dem Namen seines gerade aus der Taufe gehobenen Unternehmens inspiriert haben. Apple, also Apfel, das klang nach Ansicht des Namensgebers als Name für eine Computerfirma "lustig, lebendig und nicht einschüchternd".

Dennoch können - Zitat des Urhebers hin oder her - auch andere Erklärungen ihre Gültigkeit behaupten. Namensfindungen werden immerhin von verschiedenen Motiven und Referenzen angetrieben. Im Fall Apple hatte Jobs keinen appetitlichen Apfel in irgendeinem Film gesehen, aber er mochte eine Musikband besonders gern. Die hieß Beatles und hatte eine Plattenfirma mit Namen Apple Records. Auch diese Verbindung liegt nahe.

"Ein Apfel und keine Tomate"

Eine weitere Assoziation, die gerne herangezogen wird, ist die Legende um Isaac Newton und dessen Apfel. Der war nicht vergiftet, aber er hatte eine gewisse Schwere, und er fiel deshalb gen Erde, prallte dabei auf den Kopf des Universalgenies und verursachte dadurch Großes. Angeblich wurde Newton durch das Malheur zu seiner monumentalen Gravitationstheorie inspiriert. Es war also eine große Wirkung, die durch eine geringfügige Ursache angestoßen wurde - und dieses Prinzip dürfte auch der Grund sein, warum mancher eine Verbindung hergestellt haben möchte zwischen Apple, dem Konzern, und dem Apfel Newtons.

Symbole und Mythen sind überhaupt Mittel zum Zweck der Vermarktung eines Unternehmens. Auch eine romantisierende und sinnstiftende Funktion haben sie mitunter. Der Biss am Logo-Apfel von Apple - ist das nicht eine perfekte Korrelation zwischen dem englischen "to bite", also beißen, also in den Apfel beißen, und "Byte", der Maßeineinheit in der Digitaltechnik? Auch das mag sein, denn - wie gesagt - zu einem Namen führen viele Wege. Weshalb auch diese Theorie ruhig ihre Gültigkeit behalten kann, trotz der Behauptung des Grafik-Designers Rob Janoff, der das Apple-Logo entworfen hat. Papperlapapp, sagte der einmal sinngemäß, als er auf die verschiedenen Bedeutungsebenen von Apples Name und Logo angesprochen wurde. "Der Biss sollte klarmachen", erklärte er seine Motivation, "dass es sich um einen Apfel handelt und nicht um eine Tomate".

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