Bares für Rares
Horst Lichters erste Reaktion auf das seltsame Fahrrad: "Ach du heiliges Kanonenrohr." Wie sollte das denn funktionieren? Sowas hatte auch "Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel noch nicht gesehen ...
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Beide Hälften des Tandems zeigten in verschiedene Richtungen. "Das ist ein schöner Test für eine Beziehung", stellte sich Horst Lichter schon die Streitereien vor, wenn ein Paar bei der Fahrradtour nicht vom Fleck kam.
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"Das ist wirklich ernst gemeint?", versicherte sich der Moderator beim Experten. Der bestätigte: "Das ist wirklich ernst gemeint." Lichter fragte Michael und Monika aus Eberbach: "Seid ihr ernsthaft mal mit dem Ding gefahren?"
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Das Verkäuferpaar erzählte: "Ja, wir sind öfters gefahren! Da braucht man miteinander Gefühl." Michael setzte zur Erklärung an: "Der wo hinten sitzt ..." Da grätschte Lichter gleich dazwischen: "Aber wo ist hier hinten?" Michael zeigte auf den rechten Lenker.
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"Man braucht das Vertrauen auch beim Bremsen, nicht nur beim Antreten", betonte Michael. Aber wo hatte er das kuriose Teil denn her? "Ich habe das 1979 auf einer betrieblichen Weihnachtsfeier ersteigert."
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Was Michael sonst noch wusste: "Es sollen nur 300 Stück hergestellt worden sein." Wie sich herausstellte, war das ein früher Prototyp, bevor das Janus Tandem von Dr. Helmut Reichmann 1983 als Patent eingetragen wurde.
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Den Wunschpreis von 300 Euro bestätigte Detlev Kümmel mit einer Schätzung von 200 bis 300 Euro: "Das ist aber schon die Liebhaberei, die man dann ausgeben muss."
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Christian Vechtel (2.v.r.) und Daniel Meyer (r.) schwangen sich sofort aufs Gefährt und drehten eine Runde durch den Händlerraum.
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"Hör auf zu wackeln!", ermahnte Vechtel seinen Mitradler, der tollkühn in die Pedale trat, eine Hand vom Lenker nahm und "Artistico! Artistico!" rief. "Der Daniel ist wie der Zirkusbär", lachte Jan Cizek (l.).
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Michael hoffte auf die 300 Euro, aber Hauptsache das Tandem blieb bei einem Händler: "Mitnehmen will ich es dann nicht mehr." Daniel Meyer lachte: "Das ist was für Partnertherapien oder sowas." Anaisio Guedes meinte: "Ich habe sowas noch nicht gesehen."
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Michael fand: "Es macht auch Spaß." Dem stimmte Christian Vechtel zu und kaufte das kuriose Objekt für 300 Euro.
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Auch das handbemalte Schaukelsparpferd aus Rosenthal-Porzellan von Björn Wiinblad aus den 1960er oder 70er Jahren mit einem Wert von 120 bis 150 Euro fand ein neues Zuhause.
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"Ich finde es hübsch", bot Elke Velten 100 Euro und bekam den Zuschlag.
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Das silberne Spargel-Servierbesteck aus den 1890er Jahren wurde auf 200 bis 250 Euro geschätzt.
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Für 170 Euro kaufte Anaisio Guedes das Besteck, vielleicht sogar für den Eigengebrauch: "Ich finde das mega!"
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Das Gold-Collier mit einem mitternachtsblauen Saphir aus den 1980er oder 90er Jahren war 9.000 bis 10.000 Euro wert.
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Doch der schwankende Goldpreis hielt die Händler von Kauf ab. Die gewünschten 8.500 Euro wollte niemand ausgeben.
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Die Briefbeschwerer verschiedener Hersteller aus den 1990er bis 2000er Jahren schätzte die Expertin auf 900 bis 1.200 Euro.
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Für 900 Euro gab die Verkäuferin ihre Sammlerstücke an Daniel Meyer ab.
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Der Pappmaché-Globus von Ludwig Julius Heymann aus der Zeit zwischen 1885 und 1891 war 400 bis 450 Euro wert.
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"Das ist der schönste, den ich jemals gesehen habe", kaufte sich Anaisio Guedes für 460 Euro die Welt.
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