Spülschwamm, Schneidebrett & Co.

Ein Geschirrtuch ist kein Putzlappen! So halten Sie Ihre Küche keimfrei

27.02.2026 von SWYRL

Spülschwamm, rohes Fleisch oder Schneidebrett - überall lauern Keime. Sie sollten daher stets auf Hygiene achten und so Ihre Küche keimfrei halten. Wir verraten Ihnen, wie das am besten klappt.

Besonders an rohen Lebensmitteln fühlen sich Bakterien pudelwohl. Mit Vorliebe besiedeln sie Fisch, Fleisch, Kräuter, Gemüse oder Obst. Schneller, als Sie vielleicht glauben, verteilen sich die Keime in der Küche - vom Fleisch aufs Schneidebrett und schon sind sie im Salat. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Küche keimfrei halten.

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Fleisch und Fisch müssen nicht baden

Viele glauben, Fleisch und Fisch müssen erst abgespült werden, bevor sie weiterverwendet werden können. Doch das ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Es kann sogar gefährlich werden. Mögliche auf dem Fleisch vorhandene Keime landen durch das Abspülen im Waschbecken oder spritzen auf den Spülschwamm oder die Arbeitsfläche. Beim Braten werden die Keime durch die Hitze abgetötet, abwaschen ist also nicht nötig.

Auf die Reihenfolge kommt es an

Halten Sie sich bei der Zubereitung von Lebensmitteln an eine bestimmte Reihenfolge, um die Hygiene zu gewährleisten. Zuerst sollten Sie alle Zutaten schneiden, die am Ende roh verzehrt werden. Also zuerst den Salat für die Vorspeise und das Obst für die Nachspeise, anschließend die tierischen Lebensmittel wie Fisch, Fleisch, Käse oder Ei.

Falls Sie die Reihenfolge nicht einhalten können oder wollen, sollten Sie nach der Zubereitung der tierischen Lebensmittel unbedingt eine Putzpause einlegen. Spülen Sie das Schneidebrett und das Messer mit heißem Wasser und Spülmittel ab. Oder noch besser: Tauschen Sie die Utensilien aus. Vergessen Sie außerdem nicht, auch Ihre Hände gründlich zu waschen.

Noch bevor Sie in der Küche irgendetwas anfassen, sollten Sie die Hände noch einmal gründlich waschen, auch wenn Sie das bereits vor einer halben Stunde getan haben. Richtiges Händewaschen wird oft unterschätzt. Damit sie hygienisch rein werden, reicht nicht einfach kurzes Abspülen unter kaltem Wasser. Seifen Sie Ihre Hände 30 Sekunden lang ein und waschen Sie sie dann unter warmem Wasser ab.

Ein Geschirrtuch ist kein Handtuch

Ganz ehrlich: Trocknen Sie in der Küche sowohl Ihr Geschirr und Besteck als auch Ihre Hände mit dem Geschirrtuch ab? Und dann werden noch mal schnell die Wassertropfen von der Arbeitsfläche gewischt? Gewöhnen Sie sich das am besten ganz schnell ab und nutzen Sie das Geschirrtuch nur, wofür es eigentlich gedacht ist: zum Abtrocknen von Geschirr!

Apropos Geschirr: Ob Ihr Schneidebrett aus Holz oder Kunststoff ist, eines haben beide gemeinsam: In den Schnitten an der Oberfläche bleiben Keime besonders gerne hängen. Und je tiefer die Rillen werden, umso schwerer wird es, sie durch Abwaschen zu reinigen. Trennen Sie sich dann von dem Brett und gönnen Sie sich ein neues.

Küchenverbot für Vierbeiner

Klar, Sie lieben Ihren vierbeinigen Mitbewohner - doch in der Küche betteln Hund und Katze gerne. Auch wenn die Verlockung groß ist, ihnen einen Leckerli zukommen zu lassen oder eine kurze Streicheleinheit zu gönnen, sollten Sie immer im Hinterkopf haben, dass die Tiere Keime oder Parasiten übertragen können. Diese landen dann in Ihrem Essen. Kurz gesagt: Ihr Vierbeiner hat in der Küche nichts zu suchen!

Arbeitsflächen richtig reinigen

Nach dem Kochen eben fix mit dem Lappen über die Arbeitsfläche wischen und das Saubermachen ist erledigt? Leider ist es nicht so einfach, besonders nicht, wenn diese mit Lebensmitteln in Kontakt gekommen ist. Putzen Sie mit warmem Wasser und Spülmittel. Die Verwendung von Küchenpapier ist besonderes hygienisch, da es anschließend entsorgt wird.

Putzlappen, Bürste und Spülschwämme können ziemlich ekelig werden, Keime fühlen sich richtig wohl an diesen Utensilien. Wechseln Sie sie daher regelmäßig aus - und damit ist nicht einmal im Monat, sondern am besten alle zwei Tage gemeint. Entweder Sie entsorgen Schwamm und Lappen gleich oder Sie reinigen sie bei 60 Grad in der Wasch- oder Spülmaschine.

Auch Ihr Kühlschrank sollte mindestens einmal im Monat gereinigt werden. Putzen Sie ihn mit warmem Spülwasser und einem sauberen Tuch. Sie sollten außerdem auf die hygienische Lagerung der Lebensmittel achten: Rohe oder angebrochene Lebensmittel immer abdecken, Gemüse nur im unteren Teil lagern, damit eventuelle Erdreste nicht auf die anderen Lebensmittel fallen können.

Nicht nur Fleisch, Fisch und Milchprodukte gehören in den Kühlschrank, auch Nudeln und Reis sollten kühl gelagert werden. Denn die Speisen sind nicht so harmlos und keimresistent, wie Sie vielleicht dachten. Statt die Reste über Nacht auf dem Herd stehenzulassen, sollten Sie sie schleunigst in den Kühlschrank befördern.

In der Küche muss es heiß hergehen

Sie haben gestern mal wieder zu viel gekocht und wollen heute die Reste wieder aufwärmen? Kein Problem - wenn Sie beachten, dass die Speisen immer mindestens zwei Minuten lang eine Temperatur von 70 Grad erreichen müssen. Denn erst dann haben Keime keine Chance mehr.

Falls das Essen schon fertig ist, Ihre Gäste aber noch auf sich warten lassen, sollten Sie die Speisen bei mindestens 65 Grad warm halten, sonst laden Sie auch die Keime zum Essen ein. Unterhalb dieser Temperatur vermehren sich Bakterien am liebsten.

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