27.02.2026 von SWYRL
Sollten Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren von Social-Media-Anbietern wie TikTok und Instagram ferngehalten werden? Eine deutliche Mehrheit der Deutschen hat dazu laut "ZDF-Politbarometer" eine klare Haltung - über Partei- und Altersgrenzen hinweg.
"Verbotspolitik" hat keinen sehr guten Ruf in Deutschland. Beim Thema soziale Medien jedoch scheint der Wunsch nach gesetzlicher Regulierung groß zu sein. Das belegen Zahlen, die aktuell das "ZDF-Politbarometer" vorlegt.
Nach einer repräsentativen Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen findet die Forderung von CDU und SPD, die Nutzung von Social Media für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren zu verbieten, breite Unterstützung in der Bevölkerung. Demnach sprechen sich 81 Prozent der Deutschen für ein solches Verbot aus, nur 17 Prozent lehnen es ab. Laut ZDF gibt es für die Initiative Mehrheiten in allen Parteianhängerschaften und in allen Altersgruppen.
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CDU und SPD drängen auf Verbot - die CSU ist skeptisch
Als Vorreiter beim Jugendschutz in Bezug auf Instagram, TikTok und Co. gilt Australien, das seit Dezember 2025 den Social-Media-Zugang für Unter-16-Jährige gesetzlich verbietet. Einen ähnlich lautenden Antrag hat zuletzt die CDU bei ihrem Parteitag in Stuttgart beschlossen, entlang der niedrigeren Altersschwelle von 14 Jahren. Demnach sollen Plattformbetreiber verpflichtet werden, "ein effektives und technisch belastbares Altersverifikationssystem einzuführen". Werde die Altersprüfung umgangen, sollen "empfindliche Bußgelder" verhängt werden.
Während die SPD Bereitschaft signalisierte, einen solchen Gesetzesentwurf mitzutragen, ist die Zustimmung des dritten Koalitionspartners im Bund offen. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann argumentierte gegenüber der "Augsburger Allgemeinen", die Verbotsdebatte gehe "an der Wirklichkeit vorbei". Den richtigen Umgang mit Social Media erlernten Kinder und Jugendliche "durch die Stärkung der eigenen Medienkompetenz in Kombination mit einem besseren Schutz vor jugendgefährdenden Angeboten".


