26.02.2026 von SWYRL/Gianluca Reucher
Mats Hummels hat über seine neue Rolle als TV-Experte in der Champions League gesprochen. Dabei wählte der frühere Nationalspieler in Bezug auf seine Herangehensweise am Mikrofon deutliche Worte.
Vom Geschehen auf dem Platz zum Spielfeldrand: Für Mats Hummels brachte der vergangene Sommer eine große Änderung mit sich. Nach seinem Karriereende nach fünf gewonnenen Meisterschaften, drei Pokalsiegen und dem WM-Titel 2014 wurde der ehemalige Bayern- und BVB-Star von Prime Video als Experte zur aktuellen Champions-League-Saison verpflichtet. Über seine neue Rolle hat er nun mit dem Magazin "GQ Germany" gesprochen - und dabei auch Kritik an Teilen der Branche geäußert.
"Ich habe für mich entschieden, dass die Champions League perfekt ist. Da mein Engagement hier weniger regelmäßig gefragt ist, als es etwa in der Bundesliga der Fall wäre, bin ich freier in meiner Lebensgestaltung. Bei Prime ist es außerdem toll, dass ich mit Benni Höwedes und Christoph Kramer auf zwei Menschen treffe, mit denen mich lange Freundschaften verbinden", sagte Mats Hummels im "GQ Germany"-Interview über seinen neuen Job.
Der 37-Jährige blickte dabei auch in die Zukunft, die er aktuell noch weitestgehend offen ließ. So sei die Tätigkeit vor der Kamera "eine gute Möglichkeit, die Zeit zu überbrücken, bis ich wieder etwas 'Festes' übernehmen möchte, bei dem ich dauerhaft an einem Ort sein muss - ob das nun in einem Büro oder in einer Kabine sein wird". Mats Hummels fügte an, dass er sich nicht einmal sicher sei, "ob es überhaupt ein Job im Fußball werden wird". Im Moment sei "keine Option wahrscheinlicher als die andere" und "alles möglich".
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"Habe ich nie verstanden"
In Bezug auf seine Rolle als TV-Experte stellte er klar, dass er stets sachlich bleiben und sich aufs Fußballerische konzentrieren wolle. "Ich habe nie verstanden, wie ein Experte, der selbst einmal Profi war, so polemisch oder abwertend über Spieler sprechen kann. Die Betreffenden sollten ja wissen, wie eine Kabine funktioniert und was sich in den Köpfen der Spieler abspielt", machte der Ex-Nationalspieler deutlich.
Mats Hummels ergänzte: "Der Profifußball kann zehrend und psychisch fordernd sein - und gerade, wenn man das aus eigener Erfahrung weiß, finde ich es nicht in Ordnung, so verletzend zu werden, nur um eine Schlagzeile zu produzieren." Gegen welche TV-Experten und gegebenfalls -Expertinnen sich seine scharfe Kritik richtet, verriet der frühere Profi allerdings nicht.
Er wolle jedenfalls "sachlich erklären, was auf dem Platz passiert ist und wieso". Mats Hummels erklärte weiter: "Mein Urteil kann natürlich auch mal kritisch ausfallen - was mir bei dem einen oder anderen Spieler sicher nicht leichtfallen wird -, aber ohne, dass es verletzend oder unfair werden muss."


