27.02.2026 von SWYRL/Wilhelm Flemmer
Der letzte "Terminator"-Film kam mit "Dark Fate" 2019 in die Kinos. Seither warten die Fans auf einen weiteren Teil der Reihe. Der ist nicht nur in der Mache, sondern das auch unter Federführung eines prominenten Filmemachers. Einen Wermutstropfen gibt es bei der Sache aber.
Wie oft haben Terminatoren in der gleichnamigen Action-Reihe nicht schon versucht, die Menschheit aus einer düsteren Zukunft heraus zu vernichten. Genauso oft wurden ihre Angriffe von tapferen Menschen und mithilfe "guter" Maschinen vereitelt. Zuletzt 2019 in dem Kinospektakel "Terminator: Dark Fate" (Freitag, 27. Februar, 20.15 Uhr, ProSieben), wo wieder der Stahlkoloss T-800 und die immer noch eiserne Sarah Connor einen weiteren Sendboten aus der Zukunft ausschalteten. War das der finale Kampf in einem endlich zu Grabe getragenen Krieg zwischen Mensch und Maschine, zwischen heute und morgen? Oder können sich Fans auf einen weiteren Teil der erfolgreichen Sci-Fi-Filmreihe freuen?
Können sie. Die Reihe wird fortgesetzt und mehr noch: Kein Geringerer als James Cameron hat wieder das Heft in die Hand genommen. Der kanadisch-neuseeländische Filmemacher hatte das "Terminator"-Franchise in den 1980er-Jahren ins Leben gerufen und mit "Terminator" (1984) und "Terminator 2" die besten Teile gedreht. Zuletzt hatte er sich mit "Dark Fate" der Mammut-Unternehmung wieder etwas angenähert, nicht erneut als Drehbuchautor und/oder Regisseur, aber immerhin als Co-Produzent. Nun arbeitet er eifrig, wenn auch "still und leise", so das Filmmagazin "Hollywood Reporter", an einem weiteren Terminator-Film. Und zwar als Drehbuchautor und dann - so sieht es jedenfalls aus - als Regisseur.
Die Rede ist von einer Neuauflage, auf die sich die Fans allerdings gedulden müssen. Noch verlangen die "Avatar"-Filme voll und ganz die Aufmerksamkeit des Filmemachers. Davon hat Cameron seit 2009 drei fertiggestellt, mindestens zwei weitere Teile sollen folgen - sofern der Erfolg des Franchise weiter anhält. "Sobald sich der Staub um 'Avatar' in ein paar Monaten gelegt hat, werde ich mich intensiv damit beschäftigen", sagte Cameron. Mit "damit" meinte er "Terminator" und geäußert hat er den Satz im Dezember vergangenen Jahres gegenüber "Hollywood Reporter". Damals hatte er den dritten "Avatar"-Film "Fire and Ash" promotet, der wie die beiden Vorgänger auch für reichlich Aufmerksamkeit gesorgt oder eben: viel "Staub" aufgewirbelt hatte.
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Kann der "Terminator" noch Science-Fiction sein?
Verzögert werde die Arbeit auch durch gewisse "narrative Probleme", wie Cameron hinzufügte. Denn: Die rasanten technologischen Entwicklungen in der Wirklichkeit (Stichwort: KI) stellen Filmemacher vor immense Herausforderungen. "Das größte Problem ist, wie ich den tatsächlichen Ereignissen so weit voraus sein kann, dass es Science-Fiction ist", sagte Cameron. Ob er das Problem mittlerweile gelöst habe, wurde er von "Hollywood Reporter" gefragt. Er arbeite gerade daran, sagte er. Sagte es und lächelte dabei süffisant, wie den Filmreportern aufgefallen ist.
Je länger die Arbeit dauert, umso größer wird aber ein weiteres Problem. Arnold Schwarzenegger, das Gesicht des "Terminator"-Franchise', geht anders als seine Paraderolle des T-800 mit der Zeit. Anders gesagt: Der Schauspieler ist jetzt 78, und bis zur ersten Klappe eines weiteren "Terminator"-Filme würde er vermutlich jenseits der 80 sein - und damit fast zu alt für einen immerhin auch physisch anspruchsvollen Actionfilm.
Soweit die Hypothese, in Wahrheit aber wird sich dieses Problem offenbar gar nicht erst stellen. Cameron plant nämlich einen "Terminator"-Film ohne Schwarzenegger. "Ich kann mit Sicherheit sagen", erklärte er dem "Hollywood Reporter", "dass er nicht dabei sein wird". Aber nicht, weil er zu alt dafür wäre. Sondern weil die Zeit reif sei, so Cameron, für eine "umfassendere Interpretation von 'Terminator' und der Ideen eines Zeitkriegs und einer Superintelligenz".



