Bruno Mars

Ein Wrestler vom anderen Planeten? So wurde Bruno Mars zum Weltstar

27.02.2026 von SWYRL/Julian Weinberger

Mit dem Album "The Romantic" meldet sich Bruno Mars als Solo-Künstler zurück. Schon bei seiner Geburt war Musik omnipräsent. Heute gehört der 40-Jährige zu den größten Künstlern der Gegenwart - obwohl er zwischenzeitlich sogar ohne Strom lebte.

Gedimmtes Licht, dazu die Kassettenklänge der 60er-Jahre Doo-Wop-Hymne "Oldies but Goodies": "Fast wie in einem Nachtklub" sei die Geburt seines Sohnes abgelaufen, erinnerte sich Peter Hernandez vor vielen Jahren im Interview mit dem "Rolling Stone". Dass eben jener kleine Peter Eugene einmal selbst mit seinen Hits die Tanzflächen auf der ganzen Welt füllen würde, war da noch nicht abzusehen. Doch der 1985 geborene Hawaiianer sollte eine kometenhafte Karriere hinlegen - ganz wie es sein Künstlername vorneweg nimmt: Bruno Mars.

"Viele Mädchen sagen, ich sei nicht von dieser Welt, also dachte ich mir, ich komme wohl vom Mars", erklärte der Sänger gegenüber "Rap-UP" einst die Genese seines Künstler-Ichs. Als Bruno hatte ihn sein Vater schon in der Kindheit gerufen, in Anlehnung an die stämmige Figur des Wrestlers Bruno Sammartino. Wurde Bruno bereits mit Musik im Kreißsaal empfangen, war diese auch danach omnipräsent - kein Wunder bei einer Hula-Tänzerin als Mutter, einem Percussionisten als Vater und einem Elvis-Double als Onkel.

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Nach der Scheidung seiner Eltern lebte Bruno Mars teilweise sogar ohne Strom

Mit vier Jahren folgte dann der Schritt auf die Bühne, als Teil der Familienband "The Love Notes". Wahlweise als Michael Jackson oder Elvis Presley kostümiert schreckte Bruno Mars schon damals nicht vor den ganz Großen der Musikszene zurück.

Doch als die Ehe seiner Eltern und damit auch die Band in die Brüche ging, erwartete den kleinen Bruno eine harte Zeit: Weil sein Vater einige Geschäftsideen und damit auch viel Geld in den Sand setzte, lebten die beiden zwischen Autorückbank und einem geschlossenen Vogel-Zoo - teils sogar ohne Strom. "Wir hatten einander, und es fühlte sich nie so an, als wäre es das Ende der Welt", blickte Bruno Mars später gegenüber CBS zurück.

Zu diesem Zeitpunkt war längst klar: Musik ist Brunos großer Traum, mit einer Einschränkung. "Ich war wie eine Zirkusattraktion - ich habe Lieder gesungen und bin als Vorprogramm für eine Zaubershow im Las-Vegas-Stil aufgetreten", strebte er eigene Songs an. Doch ein Vertrag mit dem prestigeträchtigen Label Motown brachte 2004 nicht den erhofften Durchbruch. Stattdessen schlug sich Mars als Songwriter für andere Künstler durch - und stellte schon damals seine musikalische Wandelbarkeit zwischen Flo Ridas Elektropop-Hymne "Right Round" (2009) und K'naans WM-Song "Wavin' Flag" (2010) unter Beweis.

Von Lady Gaga bis Ed Sheeran: Bei Bruno Mars stehen die Superstars Schlange

Spätestens als Bruno Mars 2010 jedoch die Schmachtballade "Just The Way Are" veröffentlichte, war kein Vorbeikommen mehr an seiner Solo-Musik. Seither hat der Sänger mit drei Oktaven umfassenden Stimme mehr als 150 Millionen Platten verkauft. Dafür reichten dem US-Amerikaner gerade einmal drei Solo-Alben, das letzte davon datiert von 2016. Doch die Langspieler sind gespickt mit Multi-Platin-Hits.

Ob lässiger R'n'B ("That's What I Like"), emotionsgetriebene Klavier-Ballade ("When I Was Your Man") oder energiegeladener Funk ("24K Magic") - mit seinen Songs überwindet Bruno Mars Genregrenzen fließend. Dass er als Multinstrumentalist sämtliche gängige Bandinstrumente beherrscht und obendrein selbst Musik produziert, brachte ihm 2016 nicht umsonst die Adelung als "Prince of Pop" durch BET ein.

Angesichts dieses Erfolgs ist es kein Wunder, dass die Superstars der Branche für Collaborations mit Bruno Mars Schlange standen. Mit Amy-Winehouse-Produzent Mark Ronson stürmte er 2014 mit "Uptown Funk" weltweit die Charts. 2019 ließ Mars nebst Ed Sheeran und Chris Stapleton in der knallharten Rocknummer "Blow" die E-Gitarre röhren. Und 2025 lieferte er gleich zwei der drei meistgehörten Spotify-Hits des Jahres: die Pop-Soul-Ballade "Die With A Smile" mit Lady Gaga und den viral gegangenen K-Pop-Kracher "APT." mit Rosé.

Erste Solo-Platte "The Romantic" nach zehn Jahren erscheint am 27. Februar

Bei allem Erfolg wirkt Bruno Mars wie der Anti-Star. Schlagzeilenträchtige Geschichten aus dem Privatleben? Fehlanzeige! Aufwendige Marketing-Kampagnen und Social-Media-Einblicke? Nope! Selbst Skandale sucht man abgesehen von einer Festnahme wegen Kokain-Besitzes in der Frühphase von Mars' Karriere umsonst. Die Gerüchte, der Sänger stünde mit 50 Millionen bei einem Casino in Las Vegas in der Kreide, verbannte ebenjenes öffentlich in die Welt der Fabeln.

Stattdessen setzt der 40-Jährige in regelmäßiger Abfolge Rekordmarken. Mit 128 Millionen monatlichen Hörern auf Spotify thront er derzeit an der Streaming-Spitze. Bei den meisten RIAA-Diamant-ausgezeichneten Liedern liegt er ebenso ganz vorne. Dazu nennt Mars bereits 16 Grammys sein Eigen. Vier davon gab es allein 2022 für das kongeniale Retrosound-Projekt Silk Sonic an der Seite von Anderson Paak. Auch beim prestigeträchtigen Super Bowl stand der Hawaiianer bereits zweimal bei der Halbzeitshow auf der Bühne.

Nun erscheint mit "The Romantic" das lange erhoffte vierte Studioalbum von Bruno Mars. Wie gefragt der Künstler nach wie vor ist, offenbarte die Single-Auskopplung "I Just Might". Der Gute-Laune-Discopop-Hit erklomm umgehend die Spitze der US-Charts. Mit Sicherheit hat Mars den Song auch im Gepäck, wenn er im April seine Welttournee startet. Sie führt ihn erstmals seit 2018 zurück nach Europa. Für seine drei Gastspiele im Berliner Olympiastadion gibt es nur noch wenige Restkarten. Insgesamt setzte Mars innerhalb von 24 Stunden 2,1 Millionen Tickets um. Dass das Rekord bei Ticketmaster und Live Nation war? Müßig zu sagen.

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