"Bares für Rares"
Neema und Lily (rechts) präsentierten bei Horst Lichter eine außergewöhnliche Designer-Brille. In der Mittwochsausgabe von "Bares für Rares" stieß der Trödelfund jedoch nicht nur auf Begeisterung.
© ZDF"Bares für Rares"
Die beiden Freundinnen aus Köln hatten das auffällige Modell auf einem Flohmarkt in Bonn entdeckt - in einer Kiste voller Sonnenbrillen und für gerade einmal "einen Zehner". Laut Verkäuferin gebe es die Rarität weltweit nur 7.000 Mal. Verantwortlich für die Limitierung war kein Geringerer als der französische Designer Jean-Paul Gaultier.
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Sven Deutschmanek würdigte Gaultier als autodidaktisches "Enfant terrible" der Modewelt. Ende der 1970er-Jahre gründete der Franzose sein eigenes Label, das heute weltbekannt ist. Die Sonnenbrille stammte jedoch nicht - wie man vermuten könnte - aus Paris, sondern wurde von Murai & Co. in Japan gefertigt.
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"Von einer Limitierung zu sprechen, ist vielleicht etwas übertrieben", bremste der Experte die Erwartungen. Schließlich habe Gaultier 1998 und 1999 gleich "mehrere Tausend" Exemplare auf den Markt gebracht. Besonderes Highlight war zwar das wandelbare Design mit einem zusätzlichen Aufsatz - doch Sven Deutschmanek blieb skeptisch.
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"Ich finde die Brille vom Design her aktuell etwas schwieriger", erklärte der Experte offen, aber: "Mit Jean-Paul Gaultier steht ein großer Name dahinter." Das könne den Wert steigern. Neema hoffte daher auf 400 Euro für ihren Fund. Deutschmanek blieb jedoch realistisch und taxierte lediglich 150 bis 200 Euro: "Alles andere ist utopisch."
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Trotz der Expertise nahmen die Verkäuferinnen die Händlerkarte an - schließlich hatte die vergoldete Designer-Brille aus Edelstahl gerade einmal zehn Euro gekostet. Im Händlerraum hofften sie nun auf mehr Glück. Dort wurde das Modell auch sofort anprobiert, zuerst von Wolfgang Pauritsch. Neemas Urteil fiel eindeutig aus: "Sehr schick."
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Auch Pauritsch zeigte sich von der "spacigen" Brille durchaus angetan - besonders, als er den Namen des Designers hörte. Danach war Sarah Schreiber an der Reihe. Die Händlerin sammelt selbst Sonnenbrillen, wusste aber schon vor dem Anprobieren: "Die steht mir nicht." Also reichte sie das Modell kurzerhand an Christian Vechtel weiter.
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Vechtel erinnerte die Brille an Sängerin Shakira - besonders als Sarah Schreiber sie getragen hatte. Die auffällige Form aus den 1990er-Jahren feiere seit einigen Jahren ein Comeback, erklärte die Händlerin.
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Nach einigen Geboten mischte Vechtel schließlich selbst mit - und sicherte sich das Verkaufsobjekt für 230 Euro. Die "coole" Designer-Brille stand ihm nach Aussage seiner Kolleginnen und Kollegen "richtig gut".
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Als weiteres Objekt der Sendung wurde ein beeindruckendes Schachspiel mit Bronze-Figuren von Paul Wunderlich von Friederike Werner auf 1979 bis 1983 datiert. Gewünscht wurden 1.000 Euro, die Expertin schätzte 2.200-3.000 Euro und Anaisio Guedes zahlte 2.525 Euro.
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Heide Rezepa-Zabel datierte den klassischen Ring mit drei Diamanten (ein Karat) auf die 1940er/50er-Jahre. Gewünscht wurden 2.500 Euro, geschätzt 1.200-1.500 Euro und von Susanne Steiger am Ende 1.600 Euro gezahlt: "Alte Verlobungsringe erzählen immer schöne Geschichten - das ist so toll."
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Ein Rasierhobel von Gillette aus den USA erhalten datierte Sven Deutschmanek Ende 1950er- bis Anfang 1960er-Jahre. Für den unbenutzten "Fat Boy" wünschte sich der Verkäufer 100 Euro, geschätzt wurden 200 bis 250 Euro, und Wolfgang Pauritsch zahlte am Ende 200 Euro.
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Eine Porzellanfigur, die im barocken Entwurf von dem Bildhauer Franz Anton Bustelli stammte, wurde laut Friederike Werner 1953-1971 von der Nymphenburger Porzellan-Manufaktur gefertigt. Der Wunschpreis lag bei 1.000 Euro, geschätzt wurden 450 bis 600 Euro, und Sarah Schreiber zahlte am Ende 390 Euro.
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Heide Rezepa-Zabel datierte eine Haferkorn-Kette aus 585er-Gold und einen stattlichen Anhänger mit 34-Karat-Aquamarin und kleine Diamantrosen auf die 1940er/50er-Jahre. Gewünscht wurden 800 Euro, geschätzt sogar 2.800-3.000 Euro. Susanne Steiger zahlte 2.500 Euro.
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