21.03.2026 von SWYRL/Jasmin Herzog
Mit "Besser geht's nicht" schrieben Jack Nicholson und der Regisseur James L. Brooks Oscar-Geschichte.
Die eigentliche Hauptrolle in "Besser geht's nicht" spielt nicht etwa Jack Nicholson. Auch nicht Helen Hunt. Ein Brüsseler Affenpinscher war es, der 1997 die Herzen der Kinozuschauer in aller Welt im Sturm eroberte. In Wahrheit waren es gar drei an der Zahl, die - je nach Gemütsverfassung und Tagesform - bei den Dreharbeiten eingesetzt wurden. Oscars bekamen dennoch "nur" die beiden Hauptdarsteller, deren Liebesgeschichte im Mittelpunkt von James L. Brooks' Komödie steht, die ZDFneo jetzt zur besten Sendezeit wiederholt.
Dem Regisseur ("Zeit der Zärtlichkeit") und seinen beiden Protagonisten gelang damals ein besonderes Kunststück: In der Geschichte der Oscar-Verleihung gibt es nur sieben Filme, die sowohl in der Kategorie beste Schauspielerin als auch bester Schauspieler gewinnen konnten - und seit "Besser geht's nicht" tatsächlich bis heute keine weiteren. Zudem bemerkenswert: Während die Academy in der Regel schauspielerische Leistungen in Dramen, Biopics und anderen Epen prämiert, machte sie bei der Komödie "Besser geht's nicht" eine ihrer seltenen Ausnahmen. Zurecht.
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Erstklassige Unterhaltung mit starken Hauptdarstellern
In "Besser geht's nicht" spielt Jack Nicholson den exzentrischen Schriftsteller Melvin Udall, der eine ebenso tiefe Abneigung gegen den armen Affenpinscher hegt wie gegen das gesamte menschliche Geschlecht. Dennoch lässt er sich überreden, einige Tage auf das Tier aufzupassen, das seinem Nachbarn Simon (glänzend: Greg Kinnear) gehört. Es dauert eine Weile, ehe der neue Mitbewohner das Herz Melvins erobert, doch noch mehr Zeit nimmt es in Anspruch, bis die komplexe Freundschaft zwischen dem Autor und Carol (Helen Hunt) Formen annimmt.
Sie bedient in einem Restaurant, das Udall täglich besucht. Nur sie darf ihm das Essen bringen, nur sie widerspricht seinen permanenten Meckereien. Eine Krankheit ihres Sohnes macht ihr Probleme, in Beziehungen hatte sie nur Pech. Wieso sollte es ausgerechnet der eigentlich abscheulich gemeine Melvin Udall sein, der Liebe und Hoffnung in ihr zu neuem Leben erweckt? Wohl auch, weil er ihr in einem der wenigen Momente, in denen er über seinen eigenen Schatten springt, ein wunderbares Kompliment schenkt: "Deinetwegen möchte ich ein besserer Mensch sein."
Besser geht's wirklich kaum - Brooks legte erstklassige Unterhaltung vor, die neben den beiden starken Hauptdarstellern und pointierten Dialogen vor allem über einen ungeheuren Charme verfügt. Das ist Romantik, die jeder genießt. Nicht platt, nicht oberflächlich, sondern eben resultierend aus kleinen, feinen Momenten von Liebe oder auch Misstrauen.



