Lost Places der Sowjetunion
Sie befinden sich unter anderem auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, in Polen und im Baltikum: In der Zeit des Kalten Krieges errichtete die Sowjetunion zahlreiche Militärstandorte im "befreundeten" sozialistischen Ausland. Die Doku-Reihe "Lost Places der Sowjetunion" (ab Mittwoch, 7. Januar, 0.30 Uhr, ZDF) zeigt, wie die ehemaligen Flugplätze, Kasernen, Militärstädte und Denkmäler - wie etwa in Bulgarien (Bild) heute aussehen ...
© ZDF/©Martin Kaeswurm, DoclightsLost Places der Sowjetunion
Das alte Offizierscasino von Borne Sulinowo in Polen war das kulturelle Zentrum der Garnisonsstadt. In der Zeit des Kalten Krieges waren hier rund 25.000 sowjetische Soldaten stationiert.
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Das Offizierscasino diente als Bibliothek und Veranstaltungsaal für Konzerte und Kinovorführungen. Zur Zeit des Kalten Krieges gab es hier am Wochenende eine Disko für die jungen Sowjetsoldaten und ihre Familien.
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Streng geheim: In der Nähe von Borne Sulinowo lagerte die Sowjetarmee Atomsprengköpfe für den Ernstfall.
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Der Flugplatz im thüringischen Nohra gilt als Sperrspitze unter den sowjetischen Militärstandorten auf dem Gebiet der DDR. Der Ort hatte eine strategisch günstige Lage. Im Hangar wurden die Kampfhubschrauber für den Einsatz gewartet und repariert.
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Am Denkmal für den unbekannten Soldaten wurden die jungen sowjetischen Rekruten von Nohra vereidigt.
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Ein weiterer Lost Place in der ehemaligen DDR befindet sich im Süden des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte: Wie an vielen anderen Orten nutzten die Sowjetsoldaten auch in Rechlin an der Müritz alte Kasernengebäude der Deutschen Wehrmacht.
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Sowjetischer Baustil: In Rechlin an der Müritz wurde für die Soldaten Anfang der 1950er-Jahre ein Kino gebaut.
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Die größte Geisterstadt Ungarns ist Szentkirályszabadja. Sie wurde nach der Niederschlagung des ungarischen Volksaufstands 1956 von den Sowjets als Garnison erbaut.
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Szentkirályszabadja war ein autarker Mikrokosmos mit Wohnblöcken, Schulen, Läden und medizinischer Versorgung. In dem Theater traten auch Künstler aus Moskau auf.
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Das verfallene Kulturzentrum der Eisenbahner im slowakischen Čierna nad Tisou wurde 1968 zum Schauplatz des politischen Showdowns zwischen Leonid Breschnew und Alexander Dubček.
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Tagelang wurde im Sommer 1968 in diesem Raum über die Zukunft der Tschechoslowakei verhandelt. Die Reformbewegung "Prager Frühling" war Moskau ein Dorn im Auge.
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Rund 170 Kilometer östlich der bulgarischen Hauptstadt Sofia erhebt sich das Monument von Busludscha. Es ist ein Symbol sozialistischer Allmachtsfantasien und heute ein Mahnmal für den Aufstieg und Fall der kommunistischen Ideologie in Bulgarien.
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Seit dem Zerfall der Sowjetunion und dem Niedergang der Bulgarischen Kommunistischen Partei leidet das Monument von Busludscha, das einst als Kulturzentrum, Tagungsort für Kongresse und Museum diente, unter Verfall, Frost und Vandalismus.
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Neun Forts bilden einen Verteidigungsring um das Zentrum der litauischen Stadt Kaunas - einst eine der am besten gesicherten Städte Europas.
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Einst eine wichtige Verteidigungsanlage, wird das VII. Fort in Kaunas während des Zweiten Weltkriegs zum Ort des Schreckens. Litauen wird zunächst von der Sowjetunion, später von Nazideutschland besetzt. Deportationen und Massenmorde verbreiten Terror unter der einheimischen Bevölkerung.
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Der U-Boot-Stützpunkt auf der estnischen Insel Hara. Dort wurde die Baltische Flotte der Sowjets für Magnet-Minen und Radar unkenntlich gemacht.
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Heute nur noch eine Ruine, doch damals war der Hafen von Hara ein Hightechprojekt der Sowjets.
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Strategische Stützpunkte in Estland sicherten den Zugang nach St. Petersburg und dienten als Spähposten. Die Insel Naissaar vor Tallinn wurde zum militärischen Sperrgebiet. In ihrem Herzen wurde eine geheime Minenfabrik errichtet.
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Die Werkshalle der Minenfabrik liegt mitten im dichten Wald der Insel Naissaar.
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Gefährliche Relikte: Diese Bombenhüllen sind inzwischen entschärft, doch nach dem Ende der Sowjetischen Besetzung lagerten dort unzählige scharfe Bomben.
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Damals einer der geheimsten Orte der Sowjetunion, heute eine ist Irbene in Lettland eine Geisterstadt. Die Militärbasis diente zur Spionage und Fernaufklärung im Kalten Krieg.
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Mit der 16 Meter großen Satellitenschüssel in Irbene wurde der Funkverkehr der NATO-Staaten abgefangen.
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Durchschnittlich 2.000 Menschen lebten in der Militärstadt Irbene - abgeschottet vom Rest Lettlands in einem dichten Kiefernwald.
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