26.03.2025 von SWYRL
Das Internet-Portal "schaedlingshero.de" hat untersucht, wegen welchen Schädlingen Kammerjägerinnen und Kammerjäger in welchen Regionen Deutschlands am häufigsten ausrücken mussten. Dabei gab es starke regionale Unterschiede.
Ratten, Bettwanzen, Kakerlaken - wo in Deutschland kommen welche Schädlinge am häufigsten vor? Diese Frage beantwortet der "Schädlingsreport 2025" des Internet-Portals "schaedlingshero.de". Dafür wurden rund 17.000 bundesweite Anfragen an Kammerjägerinnen und Kammerjägern ausgewertet. Das Ergebnis zeigt, in welchen Bundesländern Bürgerinnen und Bürger 2024 von welcher Art Schädling am meisten geplagt wurden.
Insgesamt wurden Kammerjägerinnen und Kammerjäger im letzten Jahr am häufigsten wegen Wespen gerufen. Diese sorgten in manchen Regionen etwas mehr für Ärger als noch im Vorjahr, was jedoch einer etwas längeren Saison geschuldet ist. Die zweithäufigsten Anfragen gingen auf Bettwanzen zurück. Hier gab es nur einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Danach folgen Ratten, Kakerlaken und Mäuse.
Abonniere unseren Newsletter und wir versprechen, deine Mailadresse nur dafür zu verwenden.
Die meisten Ratten gibt es in NRW
Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland mit einer obendrein hohen Populationsdichte. Kein Wunder also, dass es in NRW die meisten Schädlingsbekämpfungseinsätze wegen Ratten gab, denn in urbanen Gebieten finden sie hervorragende Lebensbedingungen. Mit 17 Prozent der Anfragen wegen der Nagetiere liegt NRW deutlich über dem Bundesdurchschnitt (sieben Prozent).
Berlin ist die Hauptstadt der Bettwanzen
Berlin weist zwar auch eine sehr hohe Bevölkerungsdichte auf, doch nur fünf Prozent der Anrufe bei Kammerjägerinnen und Kammerjägern hatten Ratten als Grund. Dafür tummeln sich in der Hauptstadt vor allem Bettwanzen. Mit 42 Prozent der Anfragen machten die Parasiten schon fast die Hälfte der Anti-Schädlingseinsätze aus. Zum Vergleich: In ganz Deutschland lag der Anteil der Bettwanzen-Einsätze bei 18 Prozent.
Verwunderlich ist die hohe Zahl von Bettwanzen in der Bundeshauptstadt indes nicht. Die Tiere vermehren sich vor allem in Gegenenden mit hohem Personenverkehr und ausgeprägter Reisetätigkeit. Oft werden sie unbemerkt mit dem Reisegepäck eingeschleppt.
Die meisten Wespen gab es in Bayern und Baden-Württemberg
Wespen sind eigentlich keine Schädlinge, sondern vielmehr Nützlinge, da sie nicht nur Blüten bestäuben, sondern auch Schädlinge bekämpfen. Doch ein Wespennest möchte kaum jemand unter dem Dach haben, weshalb die meisten Schädlingsbekämpfungseinsätze im letzten Jahr auf Wespen zurückgehen. Insgesamt mussten in Deutschland Kammerjägerinnen und Kammerjäger bei jedem dritten Anruf (34 Prozent) wegen Wespen ausrücken.
Besonders häufig wurden 2024 die Einwohner von Bayern (42 Prozent) und Baden-Württemberg (40 Prozent) von den Insekten geplagt. Das liegt daran, dass Wespen ihre Nester gerne in Dachböden, an Hauswänden und Rollladenkästen in ländlichen Gegenden bauen, da sie dort von der Nahrungsquelle nicht weit entfernt sind.
Viele Kakerlaken und Motten in Hessen
In Hessen ist besonders der hohe Anteil von Anrufen wegen Schaben oder Motten auffällig. Kleider- und Lebensmittelmotten verursachten in Hessen im letzten Jahr sechs Prozent aller Anrufe wegen Schädlingen. Damit liegen sie über dem Bundesdurchschnitt von vier Prozent. Wegen Kakerlaken wurden Kammerjägerinnen und Kammerjäger in neun Prozent der Fälle gerufen, was überdurchschnittlich hoch im Vergleich zum Rest der Republik (sieben Prozent) ist.