01.03.2026 von SWYRL/Jens Szameit
Bei Dreharbeiten für eine TV-Doku von Thilo Mischke legt sich Thomas Hayo mit einem Trump-Fan an. Nach dem Streitgespräch gibt der aus GNTM bekannte Creative Director zu Protokoll, dass er in seiner Wahlheimat ein immer größer werdendes "Unwohlsein" verspüre.
Geboren ist er im Saarland, aber seit Jahrzehnten lebt und arbeitet er in den USA. Seit 2024 besitzt Thomas Hayo sogar die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Doch die zweite Amtszeit von US-Präsident Donald Trump hat den international gefragten Creative Director offenbar darüber ins Nachdenken gebracht, ob New York City noch der passende Wohnsitz für ihn ist. Das deutet der langjährige Juror aus Heidi Klums "Germany's next Topmodel" in einer neuen ProSieben-Dokumentation an.
Für seinen Film "Trump - The greatest Realityshow" suchte Reporter Thilo Mischke den 57-Jährigen in der Ostküstenmetropole auf. Er "blicke inzwischen mit größerer Besorgnis" auf die USA, sagt Hayo im Gespräch. "Wenn du dir das Land anguckst, was die letzten Monate passiert ist und wo's noch weiter hingehen kann, dann ist das schon sehr, sehr beängstigend." Der im Stadtteil SoHo lebende GNTM-Star blickt voraus: "Irgendwann müsste ich mir eingestehen: Okay, ich lebe zwar in New York, aber die Gesamtsituation betrifft mich so sehr, dass ich mir eine Alternative überlegen müsste."
Hayo spricht von einem "großen Unwohlsein" über die von der MAGA-Bewegung ausgelösten Entwicklungen. Offenbar sieht er inzwischen die freie Meinungsäußerung in Gefahr: "Ich hätte nie gedacht, dass ich mir Gedanken mache, ob ich was sagen kann oder nicht."
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Thomas Hayo legt sich im Trump-Tower mit MAGA-Fan an
Im Film von Thilo Mischke (44) sucht Hayo aber doch mutig das Gespräch mit einem glühenden Anhänger des US-Präsidenten. Ihn treffen die beiden Deutschen im Foyer des Trump-Towers in Midtown Manhattan. "Er ist der einzige Präsident, den ich erlebt habe, der genau das tut, was er vor der Wahl versprochen hat", bekräftigt der junge Mann mit rotem "MAGA"-Cap vor der Kamera.
Hayo wendet ein, Trump habe niedrigere Lebensmittelpreise versprochen, tatsächlich seien sie gestiegen. Die Replik: "Ich finde, dass Amerika jetzt stärker wirkt. Wir haben einen Präsidenten, der für Amerika einsteht." Hayo kommt auf seinen Punkt zurück: "Sind die Lebensmittelpreise gesunken?" - "Ein bisschen", behauptet der Mann. "Für mich nicht", erwidert Hayo. Es folgen Tiraden auf Joe Biden und vertraute Kulturkampf-Parolen. Das Gespräch dreht sich im Kreis.
"Das war jetzt faszinierend, weil es genau das widerspiegelt, was das große Problem im Land ist", resümiert Thomas Hayo kurze Zeit später den Schlagabtausch. "Wenn wir wirklich gucken, wie's ihm geht und wie die Policies aussehen, die Trump gerade verabschiedet: Die helfen ihm nicht weiter. Es wird ihm schlechter gehen."
"THILO MISCHKE. Trump - The greatest Realityshow." ist am Montag, 2. März, 20.15 Uhr, bei ProSieben zu sehen.



