CDU-Politiker

Carsten Linnemann selbstkritisch im ZDF-Moma: "Da greife ich mich auch selbst an"

09.01.2026 von SWYRL

Mit dem "Herbst der Reformen" hat sich die Bundesregierung viel vorgenommen - konnte aber nur wenig umsetzen. 2026 soll das anders werden, gab sich CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann im ZDF-"Morgenmagazin" optimistisch. Dahingehend fasste er sich auch an die eigene Nase.

Es hätte ein "Herbst der Reformen" werden soll, allein: Viel übrig geblieben ist von der vollmundigen Ankündigung der Regierung Merz kaum etwas. Umso mehr gilt es für die Koalition aus Union und SPD 2026, den Schalter umzulegen. Besonders die schwächelnde Wirtschaft und die angekündigte Sozialreformen stehen im Fokus. "Wir haben die Chance zu einem Aufbruch", beschwor CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann am Freitagmorgen im ZDF-"Morgenmagazin".

Im Gespräch mit Mitri Sirin versicherte der Politiker: "Es wird nichts mehr schöngeredet." Gleichermaßen bat er um Verständnis, dass "die Sachen, die wir beschlossen haben, jetzt erst wirken". Alles in allem zeigte sich Linnemann "optimistisch". So leicht ließ sich der ZDF-Moderator jedoch nicht beeindrucken. Er wies darauf hin, dass mit den anvisierten Sozialreformen "richtig dicke Bretter" auf die Koalition warten würden.

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"Wir müssen uns fokussieren": So will Linnemann ein "Ampel 2.0-Gefühl" verhindern

"Es geht um Mut", forderte Carsten Linnemann und gab sich selbstkritisch. "Da greife ich mich auch selbst an." Es sei zudem wichtig, die ganze Gesellschaft miteinzubeziehen, denn: "Alle müssen daran einen Anteil tragen." Man könne "nicht mehr nach Ausreden suchen", so der CDU-Politiker. In Zusammenarbeit mit der SPD wolle man trotz etwaiger Unstimmigkeiten ein Paket auf den Weg bringen, kündigte Linnemann an, blieb über dessen Ausgestaltung aber vage. Dennoch ist ihm klar: Beschlüsse müssen gemacht werden, "ansonsten werden wir ein Problem bekommen".

Diese Steilvorlage nutzte Mitri Sirin aus und wollte vom CDU-Generalsekretär wissen, wie man ein "Ampel 2.0-Gefühl" verhindern könne. Unstimmigkeiten zwischen den Koalitionspartnern - wie etwa die Debatte um die Verfassungsrichterwahl im vergangenen Sommer - müssten aufhören, forderte Linnemann. "Die Menschen wollen einfach, dass wir uns nicht um Nebensächlichkeiten kümmern, sondern Probleme lösen", kommentierte der 48-Jährige. "Wir müssen uns nur fokussieren."

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