09.01.2026 von SWYRL/Jasmin Herzog
"King Richard" erzählt die Erfolgsgeschichte der Williams-Schwestern Serena und Venus nach, im Fokus steht aber vor allem ihr Vater Richard, für dessen Darstellung Will Smith seinen ersten Oscar bekam.
Es war der wohl denkwürdigste Moment der Oscar-Verleihung 2022: Als der US-Schauspieler Chris Rock auf der Bühne bei einer Anmoderation einen schlechten Witz über die Glatze von Jada Pinkett Smith machte, bekam er von deren Ehemann Will Smith eine Ohrfeige verpasst. Nur wenige Minuten später wurde Smith mit seinem ersten Oscar als bester Hauptdarsteller für "King Richard" ausgezeichnet.
Erst im Nachhinein reagierten die Veranstalter: "Die Academy verurteilt das Verhalten von Herrn Smith bei der gestrigen Show", hieß es in einem tags darauf veröffentlichten Statement. Zudem wurde Smith von allen Veranstaltungen der Academy of Motion Picture Arts and Sciences ausgeschlossen. Seinen Oscar durfte der 57-Jährige trotz teils heftiger Kritik behalten. SAT.1 zeigt das Biopic "King Richard", das für insgesamt sechs Goldjungen nominiert war, am Donnerstag, 9. Januar um 20.15 Uhr.
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Sportfilm mit Sozialkritik
23 Grand-Slam-Titel für Serena Williams, immerhin sieben für ihre ältere Schwester Venus, dazu zahllose Turniersiege und mehrfaches Olympia-Gold im Doppel: Jeder weiß, dass die Williams-Zwillinge im internationalen Tennis neue Maßstäbe setzten.
In "King Richard" wird nun mit Fokus auf ihren Vater Richard Williams (Will Smith) nacherzählt, wie alles begann. Dass Serena (Demi Singleton) und Venus (Saniyya Sidney) von viel weiter unten herkamen als andere Tennis-Kids und dass ihr Vater sie härter drillte, als andere gedrillt wurden - auch, um sie "von der Straße fernzuhalten".
"King Richard" erzählt nicht nur von sportlichem Erfolg, sondern auch vom "American Dream", von sozialer Ungleichheit und Rassismus und vom ewigen Kampf schwarzer US-Amerikaner um Würde und Anerkennung. Neben sechs Oscar-Nominierungen und der Auszeichnung für Will Smith war "King Richard" auch bei den British Academy Film Awards und den Golden Globes nominiert. Auch hier bekam Smith einen Preis als bester Hauptdarsteller.



