Grammy-Rekorde
Er räumte bei der Grammy-Verleihung 2025 ab und auch dieses Jahr geht Kendrick Lamar mit neun Nominierungen als Favorit ins Rennen: Wenn in der Nacht von Sonntag auf Montag in den USA abermals die Grammy Awards vergeben werden, könnte sich der Rapper sogar in die Lister der größten Gewinner aller Zeiten eintragen. Wir blicken auf die ewigen Rekordhalter des wichtigsten Musikpreises der Welt.
© Monica Schipper/Getty Images for The Recording AcademyMeiste Siege - männlich
Ganze 31 Grammy Awards konnte der ungarisch-britische Dirigent Sir Georg Solti in seiner langen Karriere einheimsen. Er verweist Quincy Jones (28) und Chick Corea (28) auf die Plätze.
© Erich Auerbach/Hulton Archive/Getty ImagesMeiste Siege - weiblich
Nachdem sie 2023 einmal mehr abräumte, führt sie die Liste an: Beyoncé gewann 35 Grammys, dahinter folgt Country- und Bluegrass-Größe Alison Krauss (27), danach die "Queen of Soul" Aretha Franklin (18). Mit ihrem Triumph im vergangenen Jahr überholte Beyoncé auch Georg Solti - damit ist sie geschlechterübergreifend die am häufigsten ausgezeichnete Künstlerin der Grammy-Historie.
© Kevin Winter/Getty Images for The Recording AcademyErfolgreichste Band
U2 ist die erfolgreichste Band der Grammy-Geschichte: 22 Preise stehen bei Bono und Co. in der Vitrine. Es folgen die Foo Fighters (15) und Alison Krauss and Union Station (14).
© David McNew/NewsmakersErfolgreichste Produzenten
Mit 28 Preisen führt Quincy Jones bei den Musikproduzenten (unter anderem für Michael Jackson, Donna Summer, Zaz). Dahinter in Lauerstellung: David Frost (25) und Kanye West (24).
© A&M Records/Getty ImagesJüngste Gewinner
Mit sieben, neun und 13 Jahren belegten die Peasall Sisters (Bild) von 2002 bis 2021 die ersten drei Plätze bei den jüngsten Gewinnern. Sie sangen auf dem ausgezeichneten Soundtrack zu "O Brother, Where Art Thou?". Inzwischen hat sich allerdings Blue Ivy Carter auf Platz zwei geschoben: Die Tochter von Beyoncé und Jay-Z gewann 2021 als damals Neunjährige einen Grammy in der Kategorie "Bestes Musikvideo".
© Star Tribune/Getty Images/Marlin LevisonJüngste "Album des Jahres"-Gewinner
2020 gewann Billie Eilish mit "When We All Fall Asleep, Where Do We Go?" unter anderem den Hauptpreis "Album des Jahres" - sie war zu dem Zeitpunkt gerade mal 18 Jahre alt. Taylor Swift ("Fearless", 2010, 20 Jahre) und Alanis Morissette ("Jagged Little Pill", 1996, 21 Jahre) folgen ihr.
© Kenneth Cappello / Universal MusicÄlteste Gewinner
Bluesgröße Pinetop Perkins (Bild) war 2011 bei seinem Gewinn des "Best Traditional Blues Album"-Awards für "Joined At The Hip" 97 Jahre alt. Tony Bennett und George Burns gewannen mit jeweils 95 Jahren einen Preis. Außerdem weit vorne dabei bei den ältesten Gewinnern: Ex-US-Präsident Jimmy Carter gewann seinen zweiten "Grammy Award for Best Spoken Word Album" im stolzen Alter von 91 Jahren.
© R. Diamond/Getty ImagesMeiste Auszeichnungen für ein Album
"Supernatural" von Carlos Santana (Bild, Mitte) wurde 2000 mit gleich neun Grammys ausgezeichnet, "How To Dismantle An Atomic Bomb" von U2 liegt gleichauf. Platz drei teilen sich Ray Charles ("Genius Loves Company") und Michael Jackson ("Thriller") mit je acht Auszeichnungen pro Album.
© Brenda Chase / Getty ImagesMeiste "Album Of The Year"-Auszeichnungen
Einer von zahlreichen Rekorden, die Taylor Swift hält: Keine Künstlerin und kein Künstler außer ihr konnte viermal beim Hauptpreis "Album of the Year" abräumen. Stevie Wonder, Frank Sinatra und Paul Simon etwa gelang das nur dreimal.
© Kevin Winter/Getty Images for The Recording AcademyMeiste Siege in Folge
Sichere Bank: Aretha Franklin gewann zwischen 1968 und 1975 den Preis für die "Best Female R'n'B Vocal Performance" - achtmal in Folge.
© Express Newspapers/Getty ImagesGewinner aller vier Hauptpreise
"Album des Jahres", "Song des Jahres", "Single des Jahres" und "Bester neuer Künstler": Christopher Cross konnte 1981 alle vier Hauptkategorien auf einmal gewinnen, Billie Eilish (Bild) gelang dieses Kunststück 2020 (mit einem zusätzlichen fünften Grammy für das beste Pop-Album).
© Frederic J. Brown/AFP/Getty ImagesMeiste Grammys in einer Nacht - männlich
Michael Jackson (Bild) konnte 1984 acht Preise an einem Abend abräumen, Santana 2000 ebenso. Roger Miller (1966), Quincy Jones (1991), Eric Clapton (1993) sowie Bruno Mars (2018) folgen den beiden mit je sechs Trophäen.
© LiaisonMeiste Grammys in einer Nacht - weiblich
Beyoncé (Bild) gewann 2010 sechs Awards am Grammy-Abend, Adele zog 2012 gleich. Bei Lauryn Hill (1999), Alicia Keys (2002), Norah Jones (2003), nochmals Beyoncé (2004), Amy Winehouse (2008), Alison Krauss (2009), noch einmal Adele (2017) und Billie Eilish (2020) stehen je fünf zu Buche.
© Jeff Kravitz/Getty ImagesMeiste Grammy-Nominierungen
Keiner wurde öfter für einen Grammy vorgeschlagen: Jay-Z und seine Ehefrau Beyoncé führen die Liste an, sie wurde 99 und er 89-mal nominiert. Auf den weiteren Plätzen: Paul McCartney (84, als Solokünstler und als Teil der Beatles), Quincy Jones (80), Komponist John Williams (77) und Jazz-Legende Chick Corea (77).
© Getty Images/Gareth CattermoleMeiste Nominierungen in einem Jahr
Michael Jackson (Bild, mit Quincy Jones) und R'n'B-Sänger Babyface sind die Musiker mit den meisten Nominierungen in einem Jahr: 1984 (Jackson) und 1997 (Babyface) gingen sie jeweils mit zwölf Nominierungen in den Verleihungsabend. Drake (2016), Jon Batiste (2022) und Beyoncé (2025) kamen auf immerhin elf Nominierungen.
© CBS Photo Archive/CBS Photo Archive/Getty ImagesMeiste Nominierungen - ohne je zu gewinnen
Für das "Victory"-Zeichen gibt es für ihn keinen Grund: Rapper Post Malone (Bild) war bereits 18-mal nominiert, konnte den Grammy aber nie gewinnen. Auch der indische Dirigent Zubin Metha stand schon 18-mal auf der Vorschlagsliste, gibg aber immer leer aus.
© Jon Kopaloff/Getty ImagesMeiste Nominierungen in einem Jahr - ohne zu gewinnen
Kanye West (links) und Rihanna erlebten 2017 beide ein Debakel: Sie waren jeweils achtmal nominiert, erhielten aber keine Auszeichnung. Den schlimmsten Grammy-Abend aller Zeiten erlebte aber wohl Paul McCartney: 1966 ging er bei neun Nominierungen leer aus!
© Victor Boyko/Getty Images for VogueErfolgreichste Deutsche
Mit je vier gewonnenen Preisen halten Filmkomponist Hans Zimmer (Bild), Bassbariton-Sänger Thomas Quasthoff und Geigerin Anne-Sophie Mutter die deutsche Fahne hoch. Die Opernsänger René Pape und Dorothea Röschmann nennen je zwei Preise ihr Eigen. Und: Auch die Berliner Philharmoniker wurden insgesamt achtmal ausgezeichnet.
© Vittorio Zunino Celotto/Getty Images for ZFF